Montag, 26. November, 19.00 Arbeitsspiel und Arbeitszwang Input und Diskussion
Arbeit fördert gesellschaftliche Integration, stiftet Identitäten und belastet. Welche Bedeutung bekommt Arbeit vor dem Hintergrund von Wirtschaftskrisen, Flexibilisierung und "Erosion der Mittelschicht"? Wie eng ist diese Diskussion mit Antikapitalismus verbunden? Wie unsicher, ausbeuterisch sind die modernen Arbeitsverhältnisse und soll das Gegenmodell die 40-Stunden-Woche mit fixem Pensionsanspruch sein? Das Thema Arbeit wird aus Sicht der Kritischen Theorie, einer historisch-philosophischen und einer soziologisch-angewandten Betrachtung beleuchtet. Karin Stögner, Institut für Konfliktforschung, Universität Wien Bettina Haidinger, Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt FORBA Manfred Füllsack, Universität Graz In Kooperation mit dem Referat für Menschenrechte der ÖH Dienstag, 27. November, 19.00 Weltwärtige Künstler-Wege Buch- und Videopräsentation Mit der documenta 11 wurden vor 10 Jahren neue Maßstäbe für die Präsentation zeitgenössischer Kunst aus Afrika und der afrikanischen Diaspora eingeführt, die nunmehr den europäisch-nordamerikanischen Anspruch auf Hegemonie innerhalb der Kunstwelt in Frage stellen. Dabei spielt die transnationale Mobilität von KünstlerInnen ebenso eine Rolle wie das Entstehen von Biennalen. Dieser These geht Mirjam Kroker ausgehend von Gesprächen mit Künstlern, die in afrikanischen Staaten geboren sind und in Wien leben, nach. Mirjam Kroker, Kultur- und Sozialanthropologin, Projekte für zeitgenössische Ästhetik, Berlin Serigne Mor Niang "Mara", PhD Researcher, Universität für angewandte Kunst, Dakar / Wien Europe Your Hope (2009), R: Serigne Mor Niang "Mara", 23:25 min Kroker, Mirjam: Weltwärtige Künstler-Wege. Künstler im Kontext der Diskurse über zeitgenössische Kunst aus Afrika, afrikanische Diaspora und Globalisierung visueller Kunst. LIT-Verlag, Berlin 2012 Mittwoch, 28. November, 19.00 Autonome soziale Bewegungen und Demokratie Vortrag Soziale Bewegungen wie die der Studierenden bei "unibrennt" im Jahre 2009 können als Lernorte für Prozesse gelten, die zu mehr Beteiligung der Vielen hinführen und auf die Probleme und Schwächen der repräsentativen Demokratie hinweisen. Diese "großen" Bewegungen haben allerdings Organisationsformen aufgegriffen, mit denen in einem kleineren Ausmaß bereits in autonomen und anarchistischen Strukturen und Projekten, besonders aber bei Besetzungen von Häusern und Plätzen, experimentiert wurde. Robert Foltin, Redakteur und Autor, grundrisse.zeitschrift für linke theorie und debatte Moderation: Rahel Baumgartner und Hakan Gürses, ÖGPB In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung ÖGPB Donnerstag, 29. November, 19.00 For a critique of the Natural City Theoriesalon Seit Marc-Antoine Laugier Mitte des 18. Jahrhunderts vorgeschlagen hat, die Städte als Wald zu betrachten, funktioniert die Idee der Umwelt in der Moderne als Managementmodell und als Möglichkeit, den Druck des städtischen Lebens zu bewältigen. Maria Guidici erforscht paradigmatische Fälle, in denen die Rhetorik der Natur den modernen Städtebau und dahinter liegende sozialpolitische Strategien beeinflusst hat. Die Natural City ist postideologisch, jedoch, wenn Politik das ist was Menschsein definiert, ist das postpolitische Subjekt nicht mehr als ein Tier und Biopolitik ultimativer Akt der oikonomia. Maria S. Giudici, Architect and Educator, Architectural Association in London Veranstaltung in englischer Sprache In Kooperation mit Expanded Design Freitag, 30. November, 19.00 Retro oder chic? Feminismen im Widerstreit Buchpräsentation und Diskusssion Ein Jahrhundert nach den ersten großen Frauendemonstrationen fehlen Verständigungen über historische, soziale und symbolische Bedeutungen der Frauenbewegungen. Feministischer Aktionismus und Gendertheorien, Gleichstellungsexpertisen und Neoliberalität sind widersprüchliche Angebote für Geschlechterpolitiken. Divergierende Perspektiven zu Öffentlichkeit, Kollektivität, Differenz und Bündnissen wollen dem verlorenen Wunsch nach gesellschaftlicher Veränderung kritisch begegnen. Hilde Grammel, linksfeministische Aktivistin Birge Krondorfer, politische Philosophin Brigitte Rauschenbach, Politologin, Philosophin, Psychologin Moderation: Ulli Weish, Medienwissenschafterin Plattform 20000frauen (Hg.): Frauen-Fragen. 100 Jahre Bewegung, Reflexion, Vision. Wien: Promedia Verlag 2012 In Kooperation mit Plattform 20000frauen und Promedia-Verlag -- Depot Breite Gasse 3 A - 1070 Wien Tel: +43 (0)699 1353 7710 E-Mail: [email protected] www.depot.or.at Das Depot wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert. _______________________________________________ Depot-news mailing list [email protected] http://mailman.sil.at/mailman/listinfo/depot-news Sollten Sie den Newsletter nicht mehr erhalten wollen, genügt ein E-mail an [email protected]. _______________________________________________ Safari - Die Mailingliste fuer Kunst und Wien http://listen.esel.at/mailman/listinfo/safari MAILS SENDEN: mailto:[email protected] Anmelden: mailto:[email protected]?subject=subscribe Abmelden: mailto:[email protected]?subject=unsubscribe Termin RECHTZEITIG für eSeL Mehl & kalender.esel.at eintragen: http://esel.at/fuettern >:e)
