Montag, 10. Dezember, 19.00
Frieden, Bewegung, Bildung
Vortrag

Der Begriff Friedensbewegung ist oft Auslöser für Hippie-Nostalgien -  
aber wie steht es um den aktuellen Friedensaktivismus? Wie sind  
Friedensbewegungen mit emanzipatorischen Bildungsstrategien verknüpft,  
was bedeutet das Leitmotiv „Kultur des Friedens“ für die Vermittlung  
von Politik und für die Beteiligung an gesellschaftlichen  
Gestaltungsprozessen? Und wer ist ein Peace-Joker oder könnte ein  
solcher sein?

Lena Freimüller, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, European Peace
University Schlaining & Peace in Action, PIA
Moderation: Rahel Baumgartner und Hakan Gürses, ÖGPB

In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für politische  
Bildung - ÖGPB


Dienstag, 11. Dezember, 19.00
Demokratie in Betrieben
Vortrag

Spaniens Arbeitslosigkeit liegt bei über zwanzig Prozent. Eine Region  
im Norden des Landes aber zeigt, dass es auch anders geht. Ein Verbund  
von über 120 Genossenschaften, die sich im Besitz der MitarbeiterInnen  
befinden, gemeinsam einen der größten Konzerne Spaniens bilden, ist  
eine Erfolgsgeschichte. Geringe Arbeitslosigkeit und eine sehr kleine  
Einkommensschere sind Ergebnisse der betrieblichen Demokratie.

Astrid Hafner, Soziologin

Eine Veranstaltung von sinnvoll tätig sein



Donnerstag, 13. Dezember, 19.00
Der Heimwehträger
kinokis mikrokino #195

Von den Nazis als Jude verfolgt, floh Fritz Kalmar aus Wien. In  
Bolivien wurde er Präsident der Freien Österreicher, in Uruguay  
österreichischer Honorarkonsul, der versuchte, politisch Verfolgten  
der Militärdiktatur zu helfen. Als Regisseur, Journalist und Erzähler  
wurde er einer der bedeutendsten Vermittlerfiguren im  
lateinamerikanischen Exil. In der filmischen Hommage wird etwas  
deutlich spürbar: Die Last ungelebten Lebens und die unheilbare  
Nostalgie für ein imaginär gewordenes Wien, die Kalmar zum  
"Heimwehträger" machen.

Der Heimwehträger - Neunzig Minuten mit Fritz Kalmar. Eine  
Freundesgabe (Ö 2011), R: Erich und Libertad Hackl, 90 min

Anschließend Gespräch mit Libertad Hackl und Erich Hackl



Freitag, 14. Dezember, 19.00
Urbane Inseln und die Stadt als Ausstellung
Theoriesalon"
Grenzen zwischen vormals klar getrennten Konzepten wie "Privat“ und  
"Öffentlich" werden angesichts der sie überlagernden medialen Räume  
zunehmend durchlässiger, gleichzeitig diffuser. Der architektonischen  
Grenze als urbanes Instrument könnte hier die Rolle zufallen, diffus  
gewordene - und dennoch vorhandene - Grenzen sowie gesellschaftliche  
Unter-schiede wieder sichtbar zu machen.

Christian Teckert, Architekt, Wien und Berlin

In Kooperation mit Expanded Design



FOLGENDE VERANSTALTUNG WURDE LEIDER ABGESAGT:
Mittwoch, 12. Dezember, 19.00
Österreichische Erinnerungspolitik
Vortrag und Diskussion
Die Auseinandersetzung des offiziellen Österreichs mit seiner  
NS-Geschichte wandelte sich in den letzten 20 Jahren, der sogenannte  
,Opfermythos‘ wich einer differenzierteren Positionierung. Für diese  
Entwicklung war der ehemalige Bundeskanzlers Franz Vranitzky von  
Bedeutung. In den Reden vor dem österreichischen Nationalrat und der  
israelischen Knesset ging er explizit auf die österreichische  
Mitverantwortung ein.

Franz Vranitzky, österreichischer Bundeskanzler 1986 – 1997
In Kooperation mit GEDENKDIENST

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