Title: Volkskundemuseum
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PROGRAMMÜBERSICHT SYMPOSIEN | NOVEMBER | DEZEMBER 2013
 
MEHRSPRACHIGKEIT IN WIEN / JUGENDFÜRSORGE UND GEWALT
 
27., 28. NOVEMBER
SYMPOSIUM / MEHRSPRACHIGKEIT IN WIEN HISTORISCH BETRACHTET

Pressekonferenz: Donnerstag, 28. November, 10 Uhr


Mit ExpertInnen u.a.: Sandra Frauenberger (Integrationsstadträtin) (angefragt), Rüdiger Teutsch (BMUKK), Wolfgang Gröpel (Stadtschulrat Wien) (angefragt), Wladimir Fischer (Historiker), Regina Wonisch (Forschungszentrum für historische Minderheiten), Vladimir Wakounig (Initiative Minderheiten)
Moderation: Olivera Stajić

Programm: http://minderheiten.at/images/programm_symposium.pdf


In Nationalstaaten war und ist Sprache in der Regel ein umkämpftes Terrain. Denn Sprache ist nicht nur ein Medium der Kommunikation, über Sprache werden politische, soziale und kulturelle Differenzen verhandelt.
Insbesondere im Rahmen der Nationsbildung i m 19. Jahrhundert gewann die Idee einer Nationalsprache für die Herstellung des gesellschaftlichen Zusammenhalts an Bedeutung. Vielfältige Anstrengungen wurden unternommen, die Sprachen der Eliten zu standardisieren und in der Bevölkerung zu verbreiten. Nicht zufällig entzündeten sich die Nationalitätenkonflikte in der Habsburger Monarchie oftmals an Sprachverordnungen. Damit wird der Mythos des friedlichen und gleichwertigen Nebeneinanders der einzelnen Sprachgemeinschaften in Wien in der Zeit der Habsburger Monarchie hinterfragt.
Im Rahmen des Symposions wird die Geschichte der Mehrsprachigkeit in Wien entlang von historischen Konfliktlinien nachvollzogen, aber auch mit aktuellen Debatten in Verbindung gebracht.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung hat sich das Spektrum der in Wien gesprochenen Sprachen um ein Vielfaches erweitert. Mehrsprachigkeit wird heute zwar als symbolisches und soziales Kapital wertgeschätzt, gleichzeitig werden die Deutsch kenntnisse zum vorrangigen Gradmesser gesellschaftlicher Integration.
Der erste Teil des Symposiums widmet sich den Sprachpolitiken, der zweite steht unter dem Motto Umkämpfte Terrains, da die symbolische Bedeutung der Sprache ebenso wie der konkrete Sprachgebrauch in den Blick genommen werden soll. Ein Thema, das sich durch das Programm zieht, ist der Umstand, dass alle Sprachen Konstrukte sind, die von den jeweiligen gesellschaftspolitischen und sozialen Bedingungen geformt werden.

Ein Pool an eingeladenen Diskutant_innen stellt an beiden Tagen kritische Fragen an die Vortragenden, um so zu einer Vertiefung der Diskussion beizutragen und einen Zusammenhang zur heutigen sprachlichen Situation herzustellen.

Initiative Minderheiten in Kooperation mit dem Forschungszentrum für historische Minderheiten, dem Arbeitskreis Archiv der Migration, dem lernraum.wien-VHS Wien, der AK Wien und dem Österreichischen Museum für Volkskunde.

Anmeldung: [email protected]


6. DEZEMBER
SYMPOSIUM / JUGENDFÜRSORGE UND GEWALT


In den Heimen, in die von der Wiener Jugendfürsorge »Zöglinge« eingewiesen wurden, gab es Gewalt, und zwar sowohl Gewaltexzesse als auch andauern-de psychische und physische Gewalt. Erst spät ist es zu einer Abgrenzung von jenen Traditionen des Umgangs mit »Asozialen« gekommen, die sich – über das Jahr 1945 hinaus – jahrzehntelang und bis in die Gegenwart fortsetzen konnten.

Programm: http://www.univie.ac.at/iwk/jugendfuersorge_und_gewalt.html

Bei der vom Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK) veranstalteten Tagung soll der Frage nachgegangen werden, welche Techniken der Stigmatisierung, Verfolgung, Bestrafung, Absonderung und Internierung ange-wendet wurden und mit welchen gesellschaftlichen Diskurse n diese Praktiken verknüpft sind.

Information:
Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK)
Berggasse 17
A-1090 Wien
[email protected]
http://www.univie.ac.at/iwk

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


 
 
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