Galerie Martin Janda
http://www.martinjanda.at/de/ausstellungen/2014/1/157/roman-ondak-erased-wing-mirror/


** Roman Ondák: Erased wing mirror
22.01.–08.03.2014
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Eröffnung: Dienstag, 21. Januar 2014, 19 Uhr

Die Galerie Martin Janda zeigt von 22. Januar bis 8. März 2014 die dritte 
Einzelausstellung von Roman Ondák 
(http://www.martinjanda.at/de/kuenstler/roman-ondak/biografie/) .

Ein großformatiges Gemälde im Stil des sozialistischen Realismus aus den 1950er 
Jahren zeigt eine Szene an einem Staudamm im Norden der Slowakei. Es befand 
sich im Elternhaus des Künstlers, ebenso wie die Objekte, die Roman Ondák in 
diese Szenerie versetzt: ein Teil einer Holztür, auf den eine rostrot lackierte 
Röhre montiert ist (Mailbox, 2013). Ondáks Vater stellte diesen Briefkasten aus 
einem abgesägten Leitpfosten her – eine verbreitete Praxis in der Slowakei in 
den 1980ern, notwendige Gebrauchsgegenstände aus Objekten, die eigentlich einem 
anderen Zweck dienten, zu improvisieren. Der Prototyp eines solchen 
Briefkastens aus der gleichen Zeit taucht in einer zweiten großformatigen 
Arbeit auf: Die weiße Röhre sitzt auf einer kleinen, runden Tischplatte, die 
wie ein stark vergrößerter Ausschnitt in eine detaillierte Landkarte von 
Mitteleuropa eingefügt ist (Mailbox, 2014). Neben der Referenz zur Geografie 
und zur Herkunft des Künstlers verweisen die Werke auf das private
Umfeld – der Tisch, auf den die Post gelegt wird, der Austausch und Empfang von 
Nachrichten und Information.

Auch in der titelgebenden Arbeit Erased Wing Mirror (2013) kombiniert Ondák 
zwei Ready mades: eine gefundene Reliefkarte der Slowakei und ein Objekt, das 
sein Vater in den 1990er Jahren anfertigte. Auf den ersten Blick mysteriös, 
entpuppt es sich als Schablone zur Reparatur eines kaputten PKW-Seitenspiegels. 
Ondák thematisiert die Idee der Auslöschung, dieser blinde Spiegel zeigt keine 
Reflexion, ist nur mehr die Fiktion eines Spiegels: „If you look back, there is 
never a full picture.“ (Ondák)
Um das Verändern von Perspektive geht es auch in der Installation Third Way 
(2013): Eine alte Holzleiter ist an die Wand gelehnt, davor bzw. mit ihr 
verschränkt steht eine im Maßstab stark verkleinerte, fein gearbeitete 
Stehleiter auf dem Boden. Die unterschiedlichen Größenverhältnisse werden in 
ihrer Absurdität zur Metapher für einen Perspektivenwechsel.

Ein Blechkamin, im zweiten Raum der Galerie von der Decke abgehängt, wirkt wie 
ein Versatzstück, das aus seiner ursprünglichen Verwendung herausgelöst und 
komplett an diesen neuen Ort transferiert wurde (Nest, 2012). Die 
Positionierung im Raum ermöglicht einen ungewöhnlichen Einblick: Im Inneren des 
funktionalen Bauteils befindet sich ein verlassenes Vogelnest.
Ein Fundstück aus dem Gebäude in Bratislava, in dem sich das Studio des 
Künstlers befindet, bildet auch das Ausgangsmaterial für Suspended Window 
(2013), das im Untergeschoss der Galerie gezeigt wird. Teile eines 
zerschnittenen Fensterrahmens sind mit Schnüren verbunden und von der Decke des 
Raumes abgehängt. Die Gestalt des Rahmens wie auch der mögliche Ausblick durch 
das Fenster werden dekonstruiert, gleichzeitig erfährt das Objekt eine 
Transformation ins Skulpturale.
Black Hole (2013) greift die Form eines weißen Sockels auf, wie er in Galerien 
und Museen zur Präsentation von Objekten und Skulpturen verwendet wird. Statt 
etwas auf den Sockel zu stellen, bringt Roman Ondák etwas an der Oberseite des 
weißen Quaders an: ein Schlüsselloch. Der Fokus verschiebt sich zum Volumen, 
zur Leere im Inneren des Sockels.

Mit Sky Gravity (1997) hat der Künstler auch eine Arbeit aus den späten 1990ern 
für die Ausstellung ausgewählt: Die Fotografie zeigt eine gefundene, fast 
poetische Situation in der Natur. Alles scheint korrekt, doch steht das Bild 
auf dem Kopf: „In the simplicity of reverse, everything is said.“ (Ondák)

Roman Ondák, geboren 1966 in Žilina, lebt und arbeitet in Bratislava (SK).

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Galerie Martin Janda
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Di–Fr 11–18 Uhr und Sa 11–16 Uhr

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