Österreichische Gesellschaft für Architektur
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Die
Österreichische Gesellschaft für Architektur
lädt herzlich zu
//Schwerpunkt "Das Geschäft mit der Stadt" - ÖGFA_Podiumsdiskussion//*/
kooperativ? verfahren? zu den Chancen und Grenzen kollektiver
Planungsprozesse
Marlies Breuss, Walter Chramosta, Rudolf Kohoutek, Robert Korab
/*
Freitag, 07. März 2014, 19 Uhr
Gumpendorfer Straße 63b, 1060 Wien
Weitere Informationen <http://www.oegfa.at/index/event.php?item=8133>
ÖGFA/Facebook
<http://www.facebook.com/pages/%D6GFA-%D6sterreichische-Gesellschaft-f%FCr-Architektur/188808381138635>
*/kooperativ? verfahren? zu den Chancen und Grenzen kollektiver
Planungsprozesse /*
Wenn Urbanität eine Frage des Bewusstseins ist, des Witzes, wie Robert
Pfaller meint -- was können dann Planungsverfahren zur Entwicklung
städtischer Zivilisation beitragen? Wo müssten sie ansetzen? Wer müsste
wie zur Sprache kommen?
Verfahren werden in postindustriellen Gesellschaften mehr denn je
zielorientiert eingesetzt und optimiert. Auch Dienstleistungen, zu denen
Planungsverfahren gewöhnlich gezählt werden, unterliegen einer
permanenten Qualitätskontrolle, einer lückenlosen Normierung, einer
objektivierten Evaluierung -- diese Vorstellung scheint jedenfalls
Planungsabteilungen, Verwaltungen, Berufsvertretungen, und
Rechtsabteilungen ergriffen zu haben. Aber wann und wo wird die Frage
nach den Zielsetzungen gestellt?
Wenn geistige Leistungen, als die Planungsleistungen bislang gelten,
definitionsgemäß nicht definierbar sind, bevor sie erbracht wurden, wird
die Herausforderung klar, der sich Planungsverfahren stellen.
Kooperation scheint hier einen Ausweg zu versprechen: Sie könnte
diejenigen zur Sprache, zur Teilhabe am Öffentlichen bringen, deren
Bewusstsein Urbanität entstehen ließe. Aber lässt sich Kooperation "top
down" verordnen? Stößt der "Witz" der Betroffenen nicht an Grenzen, wo
es um Verteilungs(un)gerechtigkeit geht, um extreme Machtunterschiede,
um unvereinbare Interessensgegensätze? Entledigt sich Politik ihrer
politischen Verantwortung, wenn sie über diese Unterschiede hinweg zum
Aushandeln von Gegensätzen animiert? Wo ist weiterhin langfristige
Planung angesagt? Gibt es allgemeine Interessen, die auch in
kooperativen Verfahren grundsätzlich nicht verhandelbar sein sollen, und
werden sie als Vorgaben konkret und operabel? Auch wenn Kooperation
hilft, den planerischen Zirkel aufzubrechen und ein Projekt in Gang zu
bringen, ohne eine Partei zu überrollen, bleibt die Frage nach den
Voraussetzungen. Wer legt sie fest ohne urbanistischen Grundkonsens?
Oder wäre der das Ziel des eigentlich notwendigen kollektiven
Planungsprozesses? Nicht als verordnetes "bottom up" zur Legitimation
des "Geschäfts mit der Stadt", sondern auf Augenhöhe mit der Komplexität
der Stadt.
"Bauen ist eine kollektive Handlung" schrieb Hannes Meyer 1939. Was er
"Mitwirkung des Publikums" nannte, wurde seit den 1960er Jahren als
Partizipation systematisch entwickelt und hat nunmehr Fragestellungen
städtischen Maßstabs erreicht. Das "Publikum" wird divergent, potentiell
diffus, und die Organisation der Prozesse, für Meyer noch die
Architektenaufgabe, mutiert zur Moderation durch Spezialisten.
ExpertInnen? Werden auch moderiert. Gebärden sie sich als
pechakucha.Entwerfer? Spielen sie den Part der willfährigen
Technokraten? Oder liefern sie Zahlen und Bilder für noch unklare
Vorstellungen, Wünsche? Ist auch ihre Fähigkeit zu Analyse, Kritik und
Interpretation gefragt, zum Synthetisieren von Typen, zum Setzen von
Denkanstößen und zum Stellen der entscheidenden Fragen? Wer übersetzt
das "urbane Bewusstsein" in Strukturen gebauter Umwelt? Braucht das
nicht Imagination?
Und: Wird der Unterschied zwischen der fluiden "Software" urbaner
Kultur, sozialen Raums, der Formen von Aneignung und Teilhabe, deren
Update-Rate sich oft in Monaten misst und der "Hardware" der Straßen und
Gebäude, der Bäume und Bahntrassen, die auf Jahrzehnte, wenn nicht
Jahrhunderte, die Entwicklung und den Zustand einer Stadt bestimmen
(auch wenn sie ihre Funktion ein Dutzend Mal verändert, ihre
ursprüngliche Bedeutung längst eingebüßt haben), nicht sträflich
unterschätzt? Besteht städtische Kultur nicht (auch) darin, dass sich
der Witz an Steinen entzündet?
Was also können, was sollen Kooperative Verfahren? Die ÖGFA lädt zu
einer Podiumsdiskussion mit AktivistInnen und Experten, KritikerInnen
und Proponenten.
/Text: Andreas Vass/
*Impulsreferat:*
*Rudolf Kohoutek*
lebt in Wien. Studium der Architektur an der TH Wien, Geographie an der
Universität Wien. Freiberufliche Stadtforschung seit 1974 in den Feldern
Städtebau, Instrumente der Stadtplanung, Stadterneuerung,
Stadtgestaltung, Alltagsleben, Architektur, Wohnqualität etc.
*Diskussion:*
*Marlies Breuss*
Architektin, Partner von HOLODECK architects. Studierte Klavier und
Komposition, absolvierte Architektur an der TU Wien und ein
postgraduales Masterprogramm am Southern California Institute of
Architecture (SCI Arc, M.Arch.II) in Los Angeles. Workshops in Turin und
Paris, Universitätslektorin an der TU Wien seit 1996.
Architekturpreismitglied und Jurymitglied in internationalen
Wettbewerben seit 2004.
*Walter Chramosta*
Architekt und Architekturpublizist; internationale Vermittlungsarbeit in
Sachen Architektur, Ingenieurbau und Landschaftsgestaltung.
Architekturkritiker für in- und ausländische Tageszeitungen und
Fachzeitschriften. Lebt als freischaffender Forscher in Wien.
*Robert Korab*
Studium der Physik und Wissenschaftstheorie. Wissenschaftlicher
Mitarbeiter, Bereichs- und Institutsleiter des Österreichischen
Ökologie-Institutes (1986-2000). 2001 Gründung von raum & kommunikation.
Ständiges Mitglied der Jury Bauträgerwettbewerbe Wien und Mitglied des
Grundstücksbeirats (1995-2002). Ständiger Berater der Geschäftsgruppe
Wohnbau und der Baudirektion der Stadt Wien.
*Moderation:* Andreas Vass, ÖGFA
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*Die nächsten Veranstaltungen der ÖGFA (Details auf der **ÖGFA-Website
<http://www.oegfa.at/index/>)*
Freitag, 21.03.2014 _ 15:00
*ÖGFA_Bauvisite 182*
*/Palliativstation Wilhelminenspital: SHARE architects mit
raum-werk-stadt architekten/*
Ort: Montleartstraße 37, 1160 Wien
Treffpunkt: Haupteingang des Pavillons
Freitag, 28.03.2014 _ 15:00
*ÖGFA_Bauvisite 183
***/Wohnbauten Gerasdorfer Straße: /*/gerner°gerner plus , Patricia
Zacek Architektin, pool Architektur ZT GmbH/*
Ort: Gerasdorfer Straße 147, 1210 Wien
Treffpunkt: Gerasdorfer Straße 139, Haus 5, 1210 Wien
Freitag, 28.03.2014 _ 19:00
**ÖGFA_*Impulsreferate mit Respondenz und Diskussion* -
/Programmschwerpunkt 2013/14: Das Geschäft mit der Stadt//
/*/Ressource Großwohnbauten/*
/Bernd Hunger, Jan Tabor, Angelika Schnell/
Ort: Gumpendorfer Straße 63b, 1060 Wien
Freitag, 16.05. und Samstag, 17.05.2014
**Architekturtage 2014
**www.architekturtage.at <http://www.architekturtage.at>
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*Wir danken für die Unterstützung:*
bm:ukk -- Kunstsektion www.bmukk.gv.at <http://www.bmukk.gv.at/>
MA 7 Referat für Wissenschafts- und Forschungsförderung
www.wien.gv.at/kultur/ <http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/>
Kammer Arch+Ing für W, NÖ, B -- Sektion Architekten www.wien.arching.at
<http://www.wien.arching.at/>
*
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A-NULL EDV <http://www.a-null.com/>, BIG - Bundesimmobilien GmbH
<http://www.big.at>, Silent Gliss <http://www.silentgliss.at/index.cfm>,
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