Freitag, 14. März, 19.00
Intersexualität
Podiumsdiskussion

Die Stellungnahme vom Deutschen Ethikrat zur Intersexualität hat 2013  
eine Änderung des Personenstandgesetzes in Deutschland veranlasst:   
Wenn ein Kind weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht  
zugeordnet werden kann, wird nun diese Angabe im Geburtenregister  
weggelassen. Aber nicht alle sehen in diesem Gesetz, dem ersten dieser  
Art in Europa, eine Anerkennung intergeschlechtlicher Menschen. In  
Österreich jedenfalls ist die politische Auseinandersetzung mit diesem  
Thema noch nicht einmal angedacht.

Alex Jürgen, Intersex-Aktivist
Eva Matt, Juristin
Gabriele Rothuber, Intersex-Beauftragte, HOSI Salzburg
Moderation: Ina Freudenschuß, dieStandard.at

In Kooperation mit HomoBiTrans*Referat der ÖH



Mittwoch, 19. März, 19.00
Macht Kunst Schule?
Vorträge und Diskussion

In letzter Zeit wurden Kooperationen von Kulturinstitutionen und  
Schulen durch staatliche Förderprogramme wie „Kunst macht Schule“  
massiv unterstützt. Argumentationen lauten „Kunst und Kultur im  
Schulalltag erlebbar machen“ und „zu kultureller, gesellschaftlicher  
Partizipation“ beitragen. Darüber hinaus spielen Kollaborationen von  
Kunstinstitutionen und Kunstuniversitäten eine zunehmende Rolle für  
die Curricula zukünftiger Kunsterzieher_innen. Vor dem Hintergrund der  
aktuellen Bildungsdiskussion in Österreich einerseits und im Kontext  
der von politischen Thesenpapieren und staatlichen Förderprogrammen  
beschworenen (Heils-) Versprechungen kultureller Bildung andererseits  
werden die Teilnehmer_innen die Diskrepanzen, Konflikte, aber auch  
Potenziale von Kollaborationen zwischen Schulen, Kulturinstitutionen  
und -universitäten diskutieren.

Carla Bobadilla, Künstlerin, Kunstvermittlerin
Eva Lausegger, Lehrerin
Rolf Laven, Künstler, Kunstpädagoge, Pädagogische Hochschule Wien
Anna Pritz, Akademie der Bildenden Künste Wien
Barbara Putz-Plecko, Universität für Angewandte Kunst Wien
Karin Schneider, Kunstvermittlerin
Moderation: Barbara Mahlknecht, Kunstvermittlerin


Donnerstag, 20. März, 19.00
Harraga - Jenseits von Pass und Grenzen
kinokis mikrokino #207

Mit dem arabischen Wort 'Harraga' bezeichnen sich Menschen, die ihre  
Pässe verbrennen, um nach Europa zu reisen oder irgendwo anders als im  
'bled' - dem Ort ihres Aufwachsens und Herkommens - ihr Glück zu  
finden. Die Videos Rachid und Telouet von Ernst Logar  handeln vom  
jungen Marokkaner Rachid und seinem marokkanischen Bergdorf. El  
Berrani von Aboubakar Hamzi portraitiert Freunde des Filmemachers in  
Oran: Künstler, Rapper und Anwärter von Harraga. Sie geben dem  
Prozess, fremd zu werden, Ausdruck. Juri Schadens Filmessay Entwürfe  
beschäftigt sich mit der politischen Bedeutung eines Ortes, an dem die  
freie Bewegung zum Stillstand gebracht wird, dem neuen  
Schubhaftzentrum im steirischen Vordernberg.

Rachid (A/Marokko 2012), R: Ernst Logar, , 4 min
Telouet (A/Marokko), R: Ernst Logar, 2012, 25 min
El Berrani (Der Fremde) (Algerien 2010), T: Aboubakar Hamzi, 25 min,  
OF dt. eingesprochen
Entwürfe (A 2013), R: Juri Schaden, , 22 min



Freitag, 21. März, 17.00 - 21.00
Samstag, 22. März, 12.00 - 19.00
Horror socii. Horrorfilm und Politik im Bild
Symposium

Dieses Symposium, konzipiert vom Filmwissenschafter Drehli Robnik,  
gilt dem Horrorfilm im weiten Sinn – nicht im Sinn stabiler  
Genreformen und -grenzen; vielmehr ist die Infragestellung von  
Versammlungsformen und Grenzregimes mit ein Thema. Am Schauplatz  
neuerer Horrorfilme geht es um Zug und Zugang: Was zieht  
film/medien/kultur-wissenschaftlich Forschende zu diesen Filmen?   
Welche Zugänge nehmen sie? Und es geht um das, was an Gore, Giallo und  
Gespenst gemeinschaftlich ist: Wie machen sie das Unheimliche und  
Feindbild-Projektive am Sozialen in seiner politischer Ein- und  
Zurichtung wahrnehmbar und denkbar? Also: Horrorfilm als Zugang zum  
Schrecken des Mit-Lebens, zum horror socii und dessen Kritik.

Andreas Ehrenreich, Filmwissenschafter, Universität Mannheim
Daniel Eschkötter, Medienwissenschafter, Graduiertenkolleg Mediale  
Historiographien, Weimar
Christina Grundl, Medienwissenschafterin, Universität Regensburg
Karin Harrasser, Kulturwissenschafterin, Kunstuniversität Linz
Kristina Pia Hofer,Trash Film-Forscherin, Johannes Kepler-Universität Linz
Daniel Illger, Film- und Literaturwissenschafter, Freie Universität Berlin
Melanie Letschnig, Filmwissenschafterin, Kunstuniversität Linz
Ulrich Meurer, Film-Medien-Historiker, TFM, Universität Wien
Ivo Ritzer, Medienkulturwissenschafter, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Drehli Robnik, Filmwissenschafter, Ludwig Boltzmann-Institut für  
Geschichte & Gesellschaft/ Wien
Joachim Schätz, Filmwissenschafter, TFM, Universität Wien
Bastian Zieglgruber, Medienwissenschafter, Universität Regensburg

Kooperation von Ludwig Boltzmann Inst. für Geschichte & Gesellschaft,  
Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaft, Universität Wien,  
IWK – Institut für Wissenschaft & Kunst

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Breite Gasse 3
A - 1070 Wien
Tel: +43 (0)699 1353 7710
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Das Depot wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur  
und der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert.






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