Österreichische Gesellschaft für Architektur
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Die
Österreichische Gesellschaft für Architektur
lädt herzlich zur
Freitag, 25.04.2014 _ 16:00 Uhr
*ÖGFA_Bauvisite 185: "Hernalser" Büro- und Wohnhaus*
Ort: Hernalser Gürtel 1, 1170 Wien
Weitere Informationen <http://www.oegfa.at/index/event.php?item=8625>
Freitag, 25.04.2014 _ 19:00 Uhr
*ÖGFA_Vortrag: Verantwortung für den Raum, Friedrich Schindegger, Wien*
Ort: Gumpendorfer Straße 63b, 1060 Wien
Weitere Informationen <http://www.oegfa.at/index/event.php?item=8628>
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ÖGFA_Bauvisite 185:*
"Hernalser" Büro- und Wohnhaus
*Lange Zeit bot das Areal des ehemaligen Hernalser Hofs ein äußerst
verwahrlostes Bild -- war doch diese Schnittstelle zwischen Gürtel und
Brunnenmarkt im Übergangsbereich zum benachbarten Bezirk Ottakring nur
mehr als hilfsdürftig umzäunter Autoabstellplatz verwendet worden. 2006
entschied man sich daher nach mehreren Vorprojekten, einen geladenen
Wettbewerb auszuloben, welcher von der pool Architektur ZT GmbH gewonnen
werden konnte. Allerdings gingen dann bis zur tatsächlichen Umsetzung
des Projektes erneut einige Jahre ins Land, bis 2012 mit dem Bau
begonnen wurde.
"Der Standort zeichnet sich durch seine besondere stadträumliche Lage
aus: Das Grundstück bildet den Abschluss eines den Gürtel begleitenden
Gebäudeblocks. Es ist an drei Seiten frei zugänglich, vorgelagert ist
ein unverbaubarer, städtischer Freibereich. Zudem erlaubt der
Bebauungsplan eine städtebauliche Akzentuierung der Bebauung in die
Höhe. Die ausgezeichnete Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, die
direkte Lage an der U-Bahn und am Radwegenetz der Stadt sowie die
außerordentlich hohe Frequenz der vorbeiführenden Verkehrsströme
qualifizieren den Standort zur Nutzung durch ein Bürogebäude, wobei die
oberen drei Geschoße gehobenem Wohnen vorbehalten sind. Das Gebäude
formt sich aus den baulichen und strukturellen Gegebenheiten seines
Umfeldes. Es schließt die Blockrandbebauung Veronikagasse -- Hernalser
Gürtel -- Friedmanngasse und entwickelt sich, der Widmung entsprechend,
als Akzentuierung der Blockrandbebauung in die Höhe, wobei die erlaubte
Kubatur den städtebaulichen Gegebenheiten entsprechend verformt wird."
/Text: pool Architektur/
*Architektur: *pool Architektur ZT GmbH (Evelyn Rudnicki, Christoph
Lammerhuber, Axel Linemayr, Florian Wallnöfer); www.pool-arch.at
*Bauherr:* at home Immobilien GmbH
*Statik: *Spirk & Partner Ziviltechnikerges.m.b.H.
*Bruttogeschoßfläche: *11.217 m²
*Planungsbeginn: *Dezember 2006
*Baubeginn: *März 2012
*Bauübergabe: *März 2014
*Es führt:* Christoph Lammerhuber
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ÖGFA_Vortrag:*
Verantwortung für den Raum
*Friedrich Schindegger, Wien
Respondenz: Sibylle Zech, Wien
*
*Ist Raumentwicklung das Ergebnis von Planung? "Wenn sich ein Investor
und ein Grundstückseigentümer einig sind, dann treiben sie jeden
Bürgermeister vor sich her", so beschreibt der Raumplaner Friedrich
Schindegger das realpolitische Dilemma der Stadt- und Raumplanung in
Österreich. Was muss sich ändern, damit die Raumplanung ihre Rolle als
Anwältin des Gemeinwohls wahrnehmen kann?
"Unsere Siedlungsräume sind nicht das Ergebnis eines ausgeführten
Planes, sondern die räumliche Ausprägung der Wertvorstellungen und
Machtverhältnisse der darin lebenden Gesellschaften. Diese zeigen sich
in all ihrer Komplexität und in einer beeindruckenden Beharrlichkeit
durch die gesamte Geschichte hindurch bis in unsere Gegenwart, nur
gelegentlich durchbrochen von herausragenden Einzelprojekten.
Waren es gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Wien die Einbindung der
bereits dicht verbauten Vorstädte sowie der Bau der Ringstraße auf dem
ehemaligen Glacis, die Donauregulierung sowie das Gesamtkunstwerk der
städtischen Infrastruktur von Otto Wagner, die Wien eine neue Qualität
verschafften, so sind es im 20. Jahrhundert zunächst die auf die ganze
Stadt verteilten Volkswohnpaläste der Gemeinde Wien. In der zweiten
Hälfte des 20. Jahrhunderts sind es nach dem rasanten Wiederaufbau vor
allem die Rolle der Stadt als Sitz von UNO-Einrichtungen, der U-Bahnbau,
die Sanierung der umfangreichen Wohnbausubstanz aus der Gründerzeit und
die Donauinsel, welche die Stadt neu prägten. Was aber läuft bei den
zahllosen Einzelprojekten kleineren und größeren Umfangs, wo
Stadtplanung häufig auf die Legitimation von politisch durchgesetzten
Einzelinteressen reduziert wird? Diese Frage stellt sich sowohl für
Interventionen im Bestand, für Neuanlagen in den sogenannten
Entwicklungsgebieten oder an den vernachlässigten Stadträndern?
Was lässt sich lernen aus den ,Vorzeigeprojekten' der letzten
Jahrzehnte? Architektur zeigt stets implizite gesellschaftspolitische
Wirkungen. Aktuell wird sie jedoch zunehmend für politisches und
kommerzielles Branding eingesetzt. Nicht besser geht es der Raumplanung,
die am Gängelband der Tagespolitik hängt. Lobby haben sie beide keine.
Wo liegen Schnittstellen und gemeinsame Aufgaben von Architektur und
Raumplanung als explizit gesellschaftspolitischen Aufgaben?
Wird die Stadtregion Wien als eine Verantwortungsdimension wahrgenommen?
Wer trägt die Verantwortung für das urbane Umfeld aktueller
Großprojekte? Wird die Verwertungslage der Investoren zum eigentlichen
Gestaltungskriterium? Wer vertritt in einer Periode absoluter
Klientelpolitik die Interessen des Gemeinwohls? Mehr Fragen als
Antworten. Räumliche Gemeinwohlvorsorge braucht jedenfalls Rückhalt in
der öffentlichen Meinung. Wichtigstes Aufgabenfeld der Raumplanung ist
deshalb Bewusstseins- und Meinungsbildung."
/Text: Friedrich Schindegger/
*
**Vortrag:*
*Friedrich Schindegger*
Diplom in Architektur, Dissertation in Raumplanung. Langjähriger
wissenschaftlicher Referent im Österreichischen Instituts für
Raumplanung, davon elf Jahre stv. Leiter, befasst mit Projekten auf
allen Maßstabsebenen der Raumplanung, lokal bis international.
Lehraufträge an mehreren Universitäten. Autor des Buches RAUM.
PLANUNG.POLITIK, Ein Handbuch zur Raumplanung in Österreich, Böhlau
Verlag, Wien 1999.
*Respondenz:*
*Sibylla Zech*
Raumplanerin, Univ. Prof. an der TU Wien, Department für Raumplanung,
Fachbereich Regionalplanung und Regionalentwicklung, Gründerin
Planungsbüro stadtland, Ingenieurbüro für Raumplanung und Raumordnung
sowie Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur;
Arbeitsschwerpunkte: Stadt- und Regionalentwicklung, ökologisch und
soziokulturell orientierte Raumplanung, kommunikative Planungsprozesse.
*
**Moderation:* Angelika Fitz, ÖGFA
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*Die nächsten Veranstaltungen der ÖGFA auf:**ÖGFA-Website
<http://www.oegfa.at/index/>*
*ÖGFA_Bauvisite 186: Rettungsstation Simmering*
Freitag, 09.05.2014 _ 16:00 Uhr
*
Eröffnungsfest Architekturtage
*Donnerstag 15.05.2014_ 19:00 Uhr
*Architekturtage 2014*
Freitag, 16.05.2014 und Samstag, 17.05.2014
*ÖGFA_Vortrag: Flächenkosten und städtische Finanzautonomie, Dieter
Hoffmann-Axthelm*
Freitag, 30.05.2014 _ 19:00 Uhr
*ÖGFA_Bauvisite 187: Sonnwendviertel C.01 -- "DAS WOHN_ZIMMER"*
Freitag, 13.06.2014 _ 16:00 Uhr
*ÖGFA_Impulsreferate und Diskussion: Was heißt hier öffentlich?*
Freitag, 13.06.2014 _ 19:00 Uhr
*ÖGFA_Stadtdiskursvisite 03: Bauplatz Prater, Rundgang mit Diskussion*
Freitag, 20.06.2014 _ 16:00 Uhr
*ÖGFA_Vortrag: Open Space as Public Benefit, Madrid and the Manzanares
Valley, Ginés Garrido*
Freitag, 27.06.2014 _ 19:00 Uhr
/BesucherInnen der ÖGFA_Veranstaltungen erklären sich damit
einverstanden, dass Fotos und gegebenenfalls Filmausschnitte, die
während der Veranstaltungen von ihnen angefertigt werden, für die
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