**telehor – Internationale Zeitschrift für visuelle Kultur**

Moholy-Nagy László: telehor. Internationale Zeitschrift für
visuelle Kultur. Faksimile-Reprint und Kommentarband. Hg. v. Klemens
Gruber und Oliver Botár, mit einem Text von Sigfried Giedion.
Zürich: Lars Müller Publishers 2013. ISBN 978-3-03778-253-8. 

**Präsentation - Gespräch - Film**

Bernhard Cella im Gespräch mit Klemens Gruber 

Donnerstag, 08.05.2014 19:00h 

Salon für Kunstbuch *21er Haus* 

Arsenalstraße 1, 1030 Wien

1936 wurde das erste und einzige Heft der viersprachigen
tschechischen Zeitschrift telehor (griech. „Fern-Sehen“) als
Sondernummer von und über László Moholy-Nagy publiziert. Es ist nun
als Faksimile-Reprint erhältlich, der von einem Kommentarband
begleitet wird. Der Reprint macht die Zeitschrift in ihrer
künstlerischen und theoriegeschichtlichen Dimension wieder
zugänglich. 

László Moholy-Nagy (1895 –1946) zählt zu den zentralen Figuren
der europäischen Avantgarde. Entscheidend geprägt wurde seine
künstlerische Tätigkeit in den verschiedensten Disziplinen durch die
Stationen seiner Biografie: Seine Übersiedlung von Budapest über
Wien nach Berlin, sein Ruf an das Bauhaus durch Walter Gropius (1923)
– zunächst in Weimar und schließlich in Dessau –, seine Flucht
vor den Nationalsozialisten in die Niederlande über London bis nach
Chicago, wo er Direktor des «New Bauhaus» wurde und die School of
Design gründete. 

Besonderes Augenmerk wurde auf die Ausstattung des Reprints gelegt.
So liegt er als Spiralbindung vor, die Mitte der 1930er-Jahre als
ultra-modern galt. Der Kommentarband umfasst einen editorischen
Bericht, der die Zeitschrift telehor im Kontext von Kunst und Medien
der 1920er- und 1930er-Jahre darstellt und die Position der
künstlerischen Avantgarde am Schnittpunkt zweier Epochen erschließt.
Außerdem enthält er weitere Übersetzungen: Ins Ungarische (die
bereits vorlag), in Mandarin als Hommage an das ursprüngliche
Publikationskonzept, ins Spanische und Russische. 

Klemens Gruber ist Universitätsprofessor für Intermedialität am
Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität
Wien und Mitherausgeber der Neuausgabe von telehor. Er ist
Redaktionsmitglied der Zeitschrift Maske und Kothurn und Organisator
der Veranstaltungsreihe media activism. Zu seinen jüngsten
Forschungsprojekten zählen „Texture Matters: The Optical and the
Haptical in Media“, „Sinne - Technik - Inszenierung: Medien und
Wahrnehmung“ sowie „Digital Formalism. The Vienna Vertov
Collection“.

Bernhard Cella ist Initiator des Salon für Kunstbuch im 21er Haus,
dem weltweit ersten Museumsshop, der als künstlerische Intervention
geführt wird. Das Sortiment versammelt einen vollständigen
Überblick österreichischer Produktionen aus der Kunst der letzten
zwei Jahre. Bernhard Cella lebt in Wien und studierte freie Kunst und
Bühnenbild an der Akademie der bildenden Künste Wien, an der
Hochschule für bildende Künste Hamburg und an der Kunstuniversität
Linz. Zuletzt vorgestellte Arbeiten: 2014 Schleusen, Friedrich
Kieslerstiftung , Wien EA/Kat, Ich will wissen wie Ihr wohnt,
Hamburger Kunstverein, EA, 2013, »How to disappear completely and
never be found« MAK-Vienna, Installation, “9742“, Academy of Fine
Arts, Vienna (EA),NO-ISBN, PEEK- Projekt 2012-2014, FWF; www.cella.at,
www.salon-fuer-kunstbuch.at, http://collectingbooks.cella.at 



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