Re: [tryton-de] SEPA-Lastschriften und -Überweisungen / HBCI

2016-02-10 Diskussionsfäden Mathias Behrle
* Jan Grasnick | ag kommunikation: " Re: [tryton-de] SEPA-Lastschriften und
  -Überweisungen / HBCI" (Wed, 10 Feb 2016 09:43:03 +0100):

Hallo Jan und Britta,

> Am 09.02.2016 um 22:55 schrieb Britta:
> > Hallo,  
> Hallo Britta,
> 
> >
> > ist es mit Tryton möglich, SEPA-Lastschriften und -Überweisungen
> > durchzuführen?  
> 
> Mir ist im Moment nichts bekannt. Ich benutze für diese Zwecke Hibiscus
> [1]. Das geht super, ist Open Source und es wäre extrem aufwendig das
> alles in Tryton nachzuprogammieren. In Tryton will man ja eigentlich nur
> die Buchungen in seiner Buchhaltung haben - deshalb sehe ich in der
> Verwendung eines anderen Bankingprogramms keine Probleme.

Die Generierung von SEPA-Dateien ist mit account_payment_sepa möglich (ab
Version 3.2).
 
> > Wird HBCI unterstützt?  
> 
> Wenn man dann seine Geldgeschäfte in Hibiscus (oder womit auch immer)
> erledigt hat, lade ich mit dem Modul account_statement_hbci [2] alle
> Kontovorgänge via HBCI in die Buchhaltung von Tryton. Das Modul ist
> Beta, wird von mir aber regelmäßig benutzt. Sollten Probleme mit
> bestimmten Banken auftreten, fixe ich die natürlich gern und schnell.
> Die HBCI-Schnittstelle braucht eine weitere Bibliothek (aqbanking) [3],
> die auf dem Tryton-Server installiert werden muss. Die Webpage sieht
> etwas schräg aus - aber aqbanking wird von einigen renommierten
> Linuxprogrammen verwendet, so das man da auf der sicheren Seite ist
> (oder das zumindest hofft :)

Wir hatten das ja seinerzeit diskutiert, Jan, das ist natürlich etwas
unschön (wenn wahrscheinlich als Workaround auch tauglich wie du berichtest),
zwei HBCI-fähige Programme parallel zu verwenden.
Hibiscus verfügt selbst über eine SOAP- und XMLPRC-Schnittstelle. Um diese
anzusprechen, muss Hibiscus allerdings laufen, vorzugsweise als Payment-Server.
Die Umsetzung dieser Schnittstelle ist nach wie vor auf unserer TODO-Liste,
allerdings bedingt durch andere Aufgaben momentan nicht hoch priorisiert.
Sobald wir diese Schnittstelle realisieren, landet sie wie üblich in unserem
GitLab-Portfolio [0].
Bis dahin ist alternativ zu Hibiscus auch der Einsatz von GnuCash möglich, das
für HBCI auch auf aqbanking aufsetzt. Dann hat man mit [2] immerhin nur eine
Bibliothek im Einsatz. Ein weiterer Vorteil von GnuCash ist, dass es
Distributionspakete dafür gibt (also einfacher installierbar sein sollte) und
keine schwere JavaVM-Machine benötigt.

Viele Grüße,
Mathias

[0] https://gitlab.com/u/mbehrle
[1] http://repos.grasbauer.com/account_statement_hbci
[2] http://gnucash.org/



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Re: [tryton-de] SEPA-Lastschriften und -Überweisungen / HBCI

2016-02-10 Diskussionsfäden Jan Grasnick | Grasbauer UG
Am 10.02.2016 um 11:48 schrieb Mathias Behrle:
> Hallo Jan und Britta,

Hallo Mathias,

>
>> Am 09.02.2016 um 22:55 schrieb Britta:
>>> Hallo,  
>> Hallo Britta,
>>
>>> ist es mit Tryton möglich, SEPA-Lastschriften und -Überweisungen
>>> durchzuführen?  
>> Mir ist im Moment nichts bekannt. Ich benutze für diese Zwecke Hibiscus
>> [1]. Das geht super, ist Open Source und es wäre extrem aufwendig das
>> alles in Tryton nachzuprogammieren. In Tryton will man ja eigentlich nur
>> die Buchungen in seiner Buchhaltung haben - deshalb sehe ich in der
>> Verwendung eines anderen Bankingprogramms keine Probleme.
> Die Generierung von SEPA-Dateien ist mit account_payment_sepa möglich (ab
> Version 3.2).

Jetzt muss ich mal die dumme Frage stellen: Wie kommen die dann zur
Bank? Vielleicht geht das ja auch via HBCI und ich kann die mit meinem
Modul versenden.

>  
>>> Wird HBCI unterstützt?  
>> Wenn man dann seine Geldgeschäfte in Hibiscus (oder womit auch immer)
>> erledigt hat, lade ich mit dem Modul account_statement_hbci [2] alle
>> Kontovorgänge via HBCI in die Buchhaltung von Tryton. Das Modul ist
>> Beta, wird von mir aber regelmäßig benutzt. Sollten Probleme mit
>> bestimmten Banken auftreten, fixe ich die natürlich gern und schnell.
>> Die HBCI-Schnittstelle braucht eine weitere Bibliothek (aqbanking) [3],
>> die auf dem Tryton-Server installiert werden muss. Die Webpage sieht
>> etwas schräg aus - aber aqbanking wird von einigen renommierten
>> Linuxprogrammen verwendet, so das man da auf der sicheren Seite ist
>> (oder das zumindest hofft :)
> Wir hatten das ja seinerzeit diskutiert, Jan, das ist natürlich etwas
> unschön (wenn wahrscheinlich als Workaround auch tauglich wie du berichtest),
> zwei HBCI-fähige Programme parallel zu verwenden.

Ja - ist suboptimal. Aber wie gesagt: So ein Banking-Programm kann ja ne
ganze Menge und das alles in Tryton zu implementieren wäre schon recht
aufwendig. Man müsste sich da vermutlich auf eine Teilmenge der
Funktionen beschränken. 


> Hibiscus verfügt selbst über eine SOAP- und XMLPRC-Schnittstelle. Um diese
> anzusprechen, muss Hibiscus allerdings laufen, vorzugsweise als 
> Payment-Server.
> Die Umsetzung dieser Schnittstelle ist nach wie vor auf unserer TODO-Liste,
> allerdings bedingt durch andere Aufgaben momentan nicht hoch priorisiert.
> Sobald wir diese Schnittstelle realisieren, landet sie wie üblich in unserem
> GitLab-Portfolio [0].
> Bis dahin ist alternativ zu Hibiscus auch der Einsatz von GnuCash möglich, das
> für HBCI auch auf aqbanking aufsetzt. Dann hat man mit [2] immerhin nur eine
> Bibliothek im Einsatz. Ein weiterer Vorteil von GnuCash ist, dass es
> Distributionspakete dafür gibt (also einfacher installierbar sein sollte) und
> keine schwere JavaVM-Machine benötigt.
Nochmal kurz erklärt, wie das ganze funktioniert (und ich finde das im
Prinzip auch ganz gut so)

Der Nutzer banked mit allem, was er zur Verfügung hat: Banking-Programm,
irgendeine App auf dem Handy, das Online-Angebot der Bank, Einwurf von
Zettel in den Briefkasten der Bank.

Der Buchhalter der Firma startet dann irgendwann seinen Tryton-Client,
legt einen Kontoauszug an und klickt den Knopf: Kontoauszug holen.
Der Tryton-Server parsed die Antwort in account_statement_lines.

Eine Regex ordnet diese Lines den Kunden źu, prüft auf Rechnungsnummern
etc. Buchhalter guckt nochmal drüber, ordnet Zahlungen, die keine
Rechnung haben noch irgendwelche Konten zu - klickt dann auf prüfen und
fertigstellen - alle referenzierten Rechnungen gehen auf bezahlt, alle
anderen Auszugzeilen bekommen einen Buchungsatz. Finde ich eigentlich
ganz gut. Den Turnus, wie oft man das macht, kann man sich selbst
aussuchen. Oder man legt einen Cron an (TODO :) Aber letzendlich muss
der Buchhalter ja eh noch mal gucken, weil in den Betreffzeilen
erfahrungsgemäß teilweise recht Wirres drin steht.

Bei diesem Szenario hast du nur auf dem Server die
aqbanking-Schnittstelle, die man in den meisten Distros per
Packagemanager installieren kann. Auf der Clientseite musst Du dich um
nix kümmern - wer banken will, soll das mit der Software tun, die seine
Bank und sein Betriebssystem zulassen.

Gruß aus der Heldenstadt
Jan

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