Hallo Lego!

Bin mal wieder baff, was Deine Ausführungen angeht. Du musst da schon
sehr viel Zeit investiert haben, da Du Dich sehr gut auskennst. Bin
echt beeindruckt.

Lego Wrote: 
> 
> Dein Höreindruck ist vermutlich sogar völlig richtig. Apple verbaut im
> Ripper seiner iTunes Jukebox absichtlich einen der besten bekannten
> AAC-Encoder und gleichzeitig den schlechtesten bekannten aktuellen
> mp3-Encoder. Genau aus diesem Grunde kann man ja auch für den MAC
> alternativ mit dem 'LAME-Plugin'
> (http://blacktree.com/apps/iTunes-LAME/) arbeiten. Unter Windows
> bewähren sich für die Erstellung von hochwertigen mp3 seit Jahren 'EAC
> und LAME' (http://audiohq.de/index.php?showtopic=47). Es liegt also
> nicht an "neueren Encodern", sondern an den integrierten Encodern.
> Dieses frustrierende Anti-Alleinstellungsmerkmal ist bekannt und auch
> durch Hörtests dokumentiert.
> 

Sehr interessant. Auch da muss ich unbedingt nachlesen gehen. Okay, hab
ich vorher auch schon gesagt, aber Zeit ist gerade Luxus. Mal sehen wann
es auf der Arbeit wieder ruhiger wird. ;-)

Hast Du gerade eine Ahnung, wie man LAME unter MacOS X benutzt? In
iTunes einbinden geht ja wohl nicht. Also brauche ich ein externes
Programm, was sollte ich da nehmen?

Lego Wrote: 
> 
> Ein solches Gerät dürfte es sicher von Apple oder einem der unzähligen
> Apple Zubehör-Distributeure geben. Ein Stichwort dürfte "Apple Airport
> Express" sein, wobei ich bei den Streaming-Lösungen keinen Überblick
> habe.   
> 

Stimmt, das würde auch gehen. Aber man hat eben keine Anzeige und muss
zur Bedienung also auch immer an den Rechner laufen.

Lego Wrote: 
> 
> Diese Enttäuschung kann man durchaus auch zu Lasten der
> Apple-Produktphilophie auslegen, denn Apple-Produkte sind genau das
> Gegenteil von Interoperabel und kompatibel. An allen Ecken wird
> verschlüsselt und vernagelt. In dieser Beziehung hat man sich wohl an
> einem großen IT-Konzern aus Redmond orientiert. Mit der Einführung von
> iTunes wurden zB auch alternative Softwareplayer, die auf Kompatiblität
> achteten leider obsolet, ein Beispiel wäre der Audion Player von Panic.
> 'Wer legt sich schon  mit Apple an'
> (http://www.panic.com/extras/audionstory/), also dem Hersteller des
> Betriebsystems für das man programmiert.
> 

Diese Thematik habe ich auch schon festgestellt. Allerdings führt eine
Diskussion in diesem Forum darüber zu weit. ;-)

Lego Wrote: 
> 
> In Deinem Falle hat diese "Produktphilosophie" über proprietäre nicht
> quelloffene Anwendungen ja offensichtlich auch zum Erfolg geführt und
> wie Du bereits bemerkst, ist Deine Auswahl an Möglichkeiten durch die
> Wahl von Apple eigenen Formaten ja bereits unangenehm eingeschränkt.
> Wie ich bereits angedeutet habe, wäre das mit Anwendungen die die
> freien Formate Ogg-Vorbis, FLAC oder LAME-mp3 einrahmen nicht
> passiert.
> 

Heute würde ich mich für Ogg-Vorbis entscheiden. Aber auch das ist
wieder subjektiv ... Ich habe einen guten Freund, der sich beruflich
mit Audio und Highend beschäftigt (ich vermute auch, das Du ersteres
auch aus beruflichen Gründen tust, mit all Deinem Wissen). Dieser
Freund benutzt für seinen iPod AIFF, also Lossless. Er ist aber auch
jemand mit einem sehr guten Gehör und auch den entsprechenden Anlagen
(Naim Audio in den oberen Preisregionen). Mein Gehör selber ist
inzwischen nicht mehr so gut (zu viel Musik gehört und gemacht --
Schlagzeug ist halt irgendwie doch ein lautes Instrument), so das ich
die ganzen filigranen Unterschiede nicht so höre. Leider. :-(
Und ja, die grossen Firmen wollen immer ihr eigenes Süppchen kochen und
ihre eigenen Formate pushen, nur so wird Gewinn eingefahren und man kann
den Aktionären und sich selber genug Geld auszahlen... Ich wäre froh,
wenn Apple irgendwann PlugIns für iTunes realisieren würde, dann könnte
man seine eigenen Formate nutzen. Aber kann die dann auch wieder der
iPod? Eher nicht. *eg*

Lego Wrote: 
> 
> Schlimmer noch, freie und unfreie Lossless-Formate wie FLAC erledigen
> das Thema Komprimierung auf dem PC und MAC in Kürze, weil Speicherplatz
> immens preiswert zu haben ist und der ganze "immerwährende Affentanz"
> mit den verlustbehafteten Formaten (AAC, mp3, wma etc) damit
> überflüssig wird.
> 

Hm, was den Speicherplatz angeht, magst Du wohl recht haben. Aber das
trifft leider nicht auf die Übertragungs-Raten/Geschwindigkeiten zu.
Die werden wohl noch einige Zeit eher begrenzt bleiben. Auch (A)DSL2+
reicht meines erachtens noch nicht aus, um Lossless-Formate schnell
übertragen zu können. Wobei das eher falsch ist, die gerade im weiten
Internet stehenden Server haben einfach nicht die Kapazität, viel DSL2+
Verbindungen zu befriedigen. Das wird also noch dauern.
Ein weiterer Punkt ist die Musikindustrie. Diese wird sich -- jetzt da
jeder wieder bereit ist, für Musik-Download zu zahlen -- ihre Pründe
nicht mehr wegnehmen lassen werden. Es wird also immer ein Format
geben, wo die MI ihre Verschlüsselungs-Technologien benutzen kann. Und
das wird wohl immer irgendein proprietäres Format sein. Leider.

Ich hab dann auch mal für mein CoolEdit die entsprechenden PlugIns für
AAC und Flac besorgt. Und damit dann auch mal testweise einige Files
nach Flac konvertiert. Okay, die Grösse der Dateien ist danach ähnlich
gewesen, als hätte ich AIFF oder WAV benutzt. Qualitätsmässig hab ich
aber keinen Unterschied gehört. Aber kein Wunder, ist bin ja auch von
AAC ausgegangen. Werde das ganze mal mit einer Orginal CD probieren.
Was würdest Du denn jetzt als das für Dich beste komprimierende Format
bezeichen, bzw. benutzen? LAME und MP3 oder Ogg-Vorbis?

Okay, bis die Tage.


-- 
hudsonthehawk

-- Hudson

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