Christian Schoepplein writes:

> ich bin schon länger Kunde erst bei Napster und danach halt bei
> Spotify [...]

Äh, Rhapsody, nehme ich an?

> Vor allem wegen dem letzten Grund überlege ich daher nun, ob ich zu 
> Spotify wechseln soll. Keine Ahnung, ob mit deren Software ein Download 
> klappt und ob ich die bedienen kann, nur bevor ich das überhaupt 
> ausprobiere würde mich interessieren, wie es mit Spotify auf den 
> Squeezes ausschaut, denn die müssen natürlich weiter mit einem 
> Onlinestreamingservice funktionieren.

Ich habe den Schritt von Rhapsody (früher Napster) zu Spotify kürzlich
gemacht.  Ob Spotify einen Musikdownload unterstützt, weiß ich nicht
(ich nutze das jedenfalls nicht), aber die anderen Fragen kann ich
kommentieren:

> Soweit ich gesehen habe, funktioniert meine Hardware (Classic, Boom 
> und Receiver) mit dem 3rd Party Plugin für Spotify, oder?

Genau.  Das funktioniert einwandfrei, vorausgesetzt, Dein Server ist
nicht zu schwachbrüstig.  Die Einrichtung ist etwas frickelig, aber
machbar.

> Gibt es denn immernoch die Einschränkung, dass nur auf einem Gerät 
> gleichzeitig Musik von Spotify abgespielt werden kann?

Soweit ich weiß, ja.

> Ist die Klangqualität von Spotify immer noch so viel besser gegenüber 
> Rhapsody (habe dazu mehrere Anmerkungen im Netz gefunden)?

Die Klangqualität von Spotify ist sehr gut.  Meiner Erinnerung nach war
die Klangqualität bei Rhapsody anfangs sehr schlecht, später aber
hinreichend gut.

> Welchen Dienst nutzt ihr lieber und warum, also wo liegen für euch die
> Vor- und Nachteile des jweiligen Services?

Der Hauptgrund zu wechseln war für mich der schlecht gepflegte Katalog
von Rhapsody.  Nach der Napster-Übernahme kamen von den von mir
verfolgten Musikrichtungen praktisch keine neuen Alben mehr hinzu.  Bei
Spotify bin ich eher zufrieden, auch wenn einige meiner Lieblings-Labels
und -Künstler auch dort nicht vertreten sind (früher bei Napster aber
schon).

Napster und Rhapsody hatten einen gut funktionierenden Web-Player, der
auch unter Linux im Browser lief.  Spotify hat das noch nicht fertig,
aber vielleicht demnächst (ist in der Entwicklung).

Stattdessen muss man bei Spotify auf dem Desktop eine Anwendung nutzen.
Der Funktionsumfang der Desktop-Anwendung ist OK.  Unterstützt wird
Windows und Mac.  Für Linux gibt es einen nicht offiziell unterstützten
Client, der jedoch nur für Debian und Ubuntu.  Für andere
Linux-Varianten gibt es diverse Hacks, die mehr oder weniger
funktionieren (bei mir derzeit eher weniger: Regelmäßige Crashes, die
angeblich in der überfälligen kommenden Version behoben sein sollen...).
Oder man verwendet die Windows-Version mit Wine -- da war aber für mich
der Sound unbefriedigend (Aussetzer).

Ein Vorteil der Desktop-Anwendung: Damit macht Last.fm endlich wieder
Spaß.  Es gibt eine eingebaute Last.fm-App, mit der man die Empfehlungen
anschauen und dann (mit Spotify) gleich anhören kann.

Die Handy-Apps hatte/habe ich installiert, nutze sie aber nicht
wirklich.

Die Nutzer-Community bei Spotify ist deutlich besser als früher bei
Napster (bei Rhapsody habe ich nicht wirklich danach gesucht).  Es gibt
Foren und sogar einen IRC-Kanal, auf dem ein paar gesprächsbereite
Spotify-Entwickler abhängen.  Durch die offizielle Unterstützung von
Third-Party-Software (mit libspotify) gibt es eine kompetente
Entwickler-Gemeinde.

Für den Funktionsumfang, den ich nutze, war das Abo bei Napster/Rhapsody
etwas günstiger (ohne Mobilnutzung: 8 statt 10 EUR pro Monat).

> Für mich wäre Spotify auch deshalb interessant, weil ich durch das 3rd
> Party Plugin ein Stück weiter unabhängiger vom zentralen mysb-Service
> wäre, weil das Plugin, wenn ich es richtig verstanden habe, völlig
> unabhängig davon auf einen lokalen LMS betriben wird. Ist das so
> richtig?

Ja, das ist korrekt.

>
> Fragen über Fragen, evtl. könnt ihr mir ja weiter helfen und mir 
> wird vorab schon klarer, ob sich ein Ausprobieren von Spotify 
> überhaupt für mich lohnt oder nicht.

Es gibt bei Spotify kostenlose 30-Tage-Premium-Probeabos (evtl. mal
danach googlen).  Damit kannst Du alles in Ruhe ausprobieren.

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