Am 15.09.07 schrieb Stefan Schmiedl <[EMAIL PROTECTED]>: > Hallo Squeaker. > > Nachdem mich die Jungs von Cincom letzte Woche etwas verärgert haben, > bin ich am ernsthaften Überlegen, fällt das Hauptargument für > VisualWorks (plattformübergreifende "Standard"-GUI-Clients) weg. > > Eine anstehende Web-Applikation hab ich zwar schon in VW angefangen, > aber AIDA gibt's auch für Squeak, da sollte sich der Aufwand für den > Umstieg in Grenzen halten. Die Daten liegen zurzeit in einer ca 120MB > großen SQLServer-Datenbank, wo ich sie wohl auch liegen lassen muss, > damit die übrigen Komponenten nach wie vor funktionieren.
SQLServer ist ein bisschen ein Problem denn es gibt keinen Treiber dafür. Kannst zwar ODBC verwenden, das ist aber recht suboptimal (blockiert die VM und so). > Bevor ich da aber ernsthaft anfange, würde ich gerne wissen: > > - Wie macht sich denn Squeak so als Langlauf-Server-Prozess auf einer > (32-bit)-Linux-Kiste (2xPentium V 2.3 GHz, 3GB RAM)? Der Rechner > selbst ist jetzt ein OpenXchange-Server für den Kunden und langweilt > sich fürchterlich... > > - Läuft das Ding in guter alter Linux-Manier "einfach so immer" oder > sollte ich das Image wöchentlich oder täglich neu starten? Kommt darauf an, meine Erfahrung ist da recht Windows-mässig. Die Dinger hängen sich von Zeit zu Zeit immer mal wieder auf (Sockets, Semaphores, Delays, such dir was aus). Andreas hat vor kurzer Zeit einige Semaphore und Delay fixes gepostet mit denen es ihm möglich war eine Uptime von mehr als zwei Tagen zu erreichen und die auch Semaphore >> #critical: fixen sollte. Dann war da vor kurzem auch noch ein Patch von Elliot. Ich weiss nicht ob man mit denen jetzt Semaphare und Delay als funktionierend betrachten kann. > - Gibt's irgendwelche Besonderheiten zu beachten? Harte Grenzen wie die > max. Zahl an Objekten oder sowas? Also mit einer VM ohne die pointer fixes ist unter Umständen schon bei 128MB Schluss. In ein Set/Dictionary mit Objekten als key welche #hash von Object haben ist bei 4096 items Schluss. Finger weg von Weak* Datenstrukturen. Dann gibt es diverse harte Grenzen auf bytecode Ebene die dich aber nicht betreffen sollten. Wenn du was ernsthaftes hast, wirst du nicht draum rumkommen die GC parameter an das 21. Jahrhundert anzuspassen. John McIntosh hat einige gute Posts dazu. Der oldspace GC ist nicht inkrementell. Im Allgemeinen ist es besser du hast mehrere kleine Images, die sich die Last teilen statt ein grosses. Solche Sachen halt. Also wenn du etwas grösseres und kritisches hast, würde ich es mir noch ein zweites mal überlegen. Da es ja sowieso um eine Webapplikation geht, kann dir ja egal sein, ob Cincom jetzt ein neues UI Framework bringt oder nicht. > - Gibt's irgendwelche Tipps und Tricks für bzw. Warnungen vor bestimmten > Tools, die fürs Arbeiten wichtig sind? Enorm hilfreich für mich wären > z.b. die beiden "History"-Knöpfchen "<" und ">", die der alte > RefactoringBrowser hatte, der neue OmniBrowser aber anscheinend nicht. > > - Welche Image-Version nimmt "man" denn heute zum Entwickeln? Ich hab > auf dem Windows-Laptop eine 3.10-er VM und das letzte 3.9-er image und > ein Weilchen mit Universes und SqueakMap und [EMAIL PROTECTED] > gekämpft, bis ich ein System beisammen hatte, in dem die Sachen drin > waren, die ich haben wollte. Ist Geschmacktsfrage. Da gibt's das volle Spektrum von minimalem 3.7er Image, 3.8, 3.9 oder natürlich die dev-images von Damien. Je älter das Image, desto mehr Patches musst du dafür halt zusammensuchen. Und fürs deployment stellt sich die frage ob du einfach ein dev-image nimmst oder irgend was kleineres im Extremfall ein Kernelimage von Pavel. Gruss Philippe
