[2015-08-24 18:45] Heiko Eckenreiter <[email protected]> > > ausgehend von der Diskussion hier: > http://www.openstreetmap.org/changeset/33458661 > würde ich gerne mal hier ein Meinungsbild entwickeln.
Find ich gut. Man kann an die Frage entweder von der gelebten Praxis und den Regeln (= Wiki) heran gehen oder von Ueberlegungen zur gefuehlten Sinnhaftigkeit. (Ersteres ist der typische Ansatz in der Juristerei, zweiteres der typische Ansatz in der Informatik, zumindest in meiner Wahrnehmung.) Ich will mich nicht zu sehr in die Diskussion einmischen, da mir das nicht so wichtig ist, solange ich weiss, wie ich es umsetzen soll, aber meine Ueberlegungen will ich auf deine Anfrage trotzdem gerne darlegen. Es gibt, soweit ich verstanden habe, zwei Modelle: Modell 1: Strassen ohne Verbindungscharakter innerstaedisch: - in Wohngebiet highway=residential - sonst highway=unclassified Niederwertige Strassen mit Verbindungscharakter innerstaedtisch: - immer highway=unclassified (?) D.h.: - highway=unclassified gibt's inner- und ausserstaedtisch, dabei innerstaedtisch sowohl mit als auch ohne Verbindungscharakter - highway=residential gibt's nur in Wohngebieten und ohne Verbindungscharakter Modell 2: Strassen ohne Verbindungscharakter innerstaedtisch: - immer highway=residential, egal welcher Landuse Niederwertige Strassen mit Verbindungscharakter: - immer highway=unclassified, egal ob inner- oder ausserstaedtisch Ich finde das zweite Modell klarer strukturiert und orthogonaler. Zudem erlaubt es semantische Abfragen, die das erste nicht erlaubt (Hat diese Strasse im Industriegebiet einen Verbindungscharakter oder nicht?), waehrend es AFAICS keine semantischen Nachteile hat (denn man muss nur das umgebende landuse=* beruecksichtigen um highway=residential in die zwei Gruppen trennen zu koennen). Des Weiteren ist das Tagging von niederwertigen innerstaedtischen Strassen, die durch verschiedene Landuses fuehren oder auf beiden Seiten unterschiedliche Landuses haben, klar. Ich sehe keine Vorteile des ersten Modells, ausser, dass es bisher scheinbar so gemacht wurde (was aber auch das entscheidende Argument sein kann). Ich frage mich, warum es notwendig sein soll highway=residential auf Wohngebiete zu beschraenken, ausser wegen des Wortes ``residential''. Ich weiss, dass die Benennung des Tags das einzig fixe ist, von dem man ausgehen kann, aber eine damals nicht optimal gewaehlte Benennung sollte die Auslegung nicht auf ewig zementieren. (Ich finde die Deutung von ``residential'' als ``die Strasse ist fuer irgendwelche Arten von Anliegern da'' passend und somit nicht widerspruechlich bei Industriegebieten. (Das hatte irgendjemand auf talk-de@ so aehnlich geschrieben.) Das passt dann auch zur Abgenzung von Strassen mit Verbindungscharakter ... was letztlich IMO zu einem insgesamt stimmigeren Modell fuehrt.) Wie ihr seht, denke ich mehr ueber das Wie-es-sein-sollte als ueber das Wie-es-ist nach. Ich verstehe, wenn die Diskussion naeher an der bisherigen Mappingpraxis gefuehrt wird. markus _______________________________________________ Stuttgart mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.de/mailman/listinfo/stuttgart
