Diese Meldung aus dem heise online-Newsticker wurde Ihnen von "[EMAIL PROTECTED]" gesandt. Wir weisen darauf hin, dass die Absenderangabe nicht verifiziert ist. Sollten Sie Zweifel an der Authentizit�t des Absenders haben, ignorieren Sie diese E-Mail bitte. ------------------------------------------------------------------------
19.11.2004 17:39 USA gegen Digital Solidarity Funds Die USA halten den Vorschlag einer Sondersteuer in H�he von einem Prozent auf Exporte von Informations- und Kommunikationstechnik sowie Software in Entwicklungsl�nder zugunsten eines "Digital Solidarity Funds", der gegenw�rtig in einer Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des Zweiten Weltgipfels zur Informationsgesellschaft (WSIS[1]) der Vereinten Nationen diskutiert wird, "f�r eine au�erordentlich schlechte Idee". Das erkl�rte der US-Koordinator f�r die Internationale Kommunikations- und Informationspolitik in der Bush-Regierung, David Gross, heute am Rande eines Treffens der UN ICT-Taskforce[2] in Berlin. "Das Ziel muss sein", so Gross, "die Kosten f�r Hardware, Software und Telekommunikationsdienste zu senken, nicht sie zu erh�hen, denn solch eine Steuer m�sste letztlich von den Konsumenten in diesen L�ndern aufgebracht werden." Die digitale Spaltung k�nne durch direkte Entwicklungshilfe besser �berwunden werden. Als Beispiel f�hrte Gross die von US-Pr�sident Bush vor zwei Jahren ins Leben gerufene Digital Freedom Initiative[3] an, eine Public-Private-Partnership, die Projekte in L�ndern unterst�tzt, die sich "in die richtige Richtung", n�mlich hin zu einer "Liberalisierung der TK-Politik, �ffnung der M�rkte, transparenter Regulierung und einen gesicherten Rechtsrahmen f�r ausl�ndische Direktinvestitionen" bewegen. In Senegal, Indonesien, Peru und Jordanien sei das bereits der Fall; "wir hoffen, das Programm demn�chst auf vielleicht 20 L�nder auszuweiten". Zugleich wandte sich Gross gegen Bestrebungen[4], die zentralen Verwaltungsaufgaben des Internet in die International Telecommunication Union (ITU[5]) einzugliedern und bekr�ftigte die Absicht der US-Regierung, sie auch k�nftig in den H�nden der privatrechtlich organisierten ICANN[6] zu belassen, wenn das Memorandum of Understanding zwischen dem US-Handelsministerium und ICANN im Jahre 2006 ausl�uft. "Die ITU leistet gute Arbeit auf Gebieten, wo sie kompetent ist, zum Beispiel in der Frequenzpolitik und bei den Telekommunikationsstandards, aber wir sehen keine besondere Notwendigkeit zu einer aktiveren Beteiligung auf dem Gebiet der Internet Governance", erkl�rte Gross. "Dieser Bereich sollte weiterhin privatwirtschaftlich gef�hrt werden". (Richard Sietmann) / (anw[7]/c't) URL dieses Artikels: http://www.heise.de/newsticker/meldung/53474 Links in diesem Artikel: [1] http://www.wsis.org [2] http://www.unicttaskforce.org [3] http://www.usaid.gov/about_usaid/presidential_initiative/digitalfreedom.html [4] http://www.heise.de/newsticker/meldung/53375 [5] http://www.itu.int [6] http://www.icann.org [7] mailto:[EMAIL PROTECTED] ------------------------------------------------------------------------ Copyright 2004 Heise Zeitschriften Verlag ------------------------------------------------------------------------ FreeXP Support-Mailingliste [EMAIL PROTECTED] http://www.freexp.de/cgi-bin/mailman/listinfo/support-list
