Hallo,

On 19 Feb 99, at 10:07, Dieter Kluenter wrote:

> Hallo, wie ihr vielleicht gelesen habt habe ich Schwierigkeiten bei
> einigen Providern meine mail abzuladen.

Wobei "gmx.de"und auch "t-online.de" ja vor einigen Tagen 
tatsaechlich kurzzeitig technische Probleme hatten (ich sehe das 
immer dann, wenn sich in "/var/mqueue" auf unserem Mailserver 
Dateien anhaeufen). 

Dort nahmen aber die Mailexchanger gar keine Connections auf 
Port 25 entgegen. D.h. das ist nicht dir Ursache fuer das hier 
beschriebene Problem.

> Wir unterhalten die Domain incode.com mit der Adresse 207.158.194.104.
> Unter dieser Adresse sind www-Server, pop3-Server und smtp Port zu
> erreichen.
> Mit folgender oder auch aehnlicher Meldung wird von einigen mailern
> meine Post zurueckgewiesen.
>
> >> MAIL From:<[EMAIL PROTECTED]> SIZE=9833
> [EMAIL PROTECTED] Deferred: 451 <[EMAIL PROTECTED]>...
> unresolvable host name, check your configuration.no real name
> Closing connection to irz301.inf.tu-dresden.de.
> >>> QUIT
> netsurf.de>... Refusing bogus HELO helmut.incode.com

Das sieht jetzt nach einem Problem mit Deiner Absender-Adresse 
aus. 

Viele Mailserver haben als Teil der eingebauten Anti-Spam-
Massnahmen eine Routine, die bei jeder eingehenden Mail prueft, 
ob es fuer den Hostnamen im Absender, der in der Zeile "MAIL 
FROM:" angegeben wird, einen Eintrag im DNS gibt. 

D.h. der Mailserver von "gmx.de" prueft, ob er "helmut.incode.com" 
aufloesen kann. Da es in der Domain "incode.com" keinen Eintrag 
fuer den Rechner "helmut" gibt, kann er den FQDN 
"helmut.incode.com" nicht zur IP-Adresse aufloesen. Folglich wird 
bei "gmx.de" angenommen, dass da irgendjemand einen 
Phantasienamen verwendet (wie Spammer das ja auch haeufig tun) 
und die Mail wird nicht angenommen. 

> Die Frage ist, koennen die zustaendigen Nameserver die Adresse nicht
> aufloesen oder warum wird meine mail zurueckgewiesen ?

Ich konnte "helmut.incode.com" auch nicht aufloesen, der fuer die 
Domain "incode.com" zustaendige Nameserver 
("ns.nameservers.net") hat eben nur die Rechner "ftp.incode.com", 
"smtp.incode.com", "www.incode.com" und einen MX-Eintrag fuer 
die Domain "incode.com" in seiner Datendatei, nicht jedoch  
"helmut.incode.com". 

Ich hatte bei unserem Mailserver (Sendmail) bis vor kurzem auch 
diesen Sperrmechanismus eingebaut. Aber da an unserer Schule 
eben sehr viele eMail-Unterrichtsprojekte laufen und immer wieder 
Mails wegen dieser Sperrmassnahmen nicht bei uns ankamen, 
habe ich diese Sperre wieder entfernt und vielmehr Massnahmen 
gegen das Relayen von SPAM aktiviert (z.B. ist ein Relaying nur 
von bestimmten Netzen noch moeglich).

Da eben immer mehr Rechner mit den verschiedensten Methoden 
gegen SPAM und das Relayen von SPAM geschuetzt werden, ist 
es wichtig, dass entsprechende DNS-Eintraege eben gesetzt 
werden. 

Wieder andere Mailserver pruefen naemlich, ob die IP-Adresse 
des Rechners, der ihnen gerade eine eMail uebermitteln will (d.h. 
eine SMTP-Connection aufgebaut hat), rueckwaerts zum FQDN 
(ueber den PTR-Eintrag) aufgeloest werden kann. Falls der 
Rechner keinen PTR-Eintrag im DNS hat, wird die Mail nicht 
akzeptiert. Dieses Verfahren kommt aber seltener zum Einsatz als 
das erste. 


Was Du jetzt konkret machen kannst:

Wie ich den Protokollfiles unseres Mailservers entnommen habe 
(als Du das DNS-Manuskript geschickt hast), verwendet Dein 
Mailclient als Absender in der From-Zeile im Header wohl Deine 
richtige Adresse: "[EMAIL PROTECTED]" - dafuer gibt es auch 
einen DNS-Eintrag, sonst waerst Du jat gar nicht erreichbar.

Allerdings steht auf dem SMTP-Envelope (und der ist fuer die 
Mailserver wichtig) in der Zeile "MAIL FROM:" eben die falsche 
Angabe: "[EMAIL PROTECTED]". 

Wenn Du jetzt Deinen Mailclient (oder Dein Sendmail - je nachdem, 
wie Du es konfiguriert hast) dazu bringen kannst, dass auch auf 
dem Envelope in der "MAIL FROM:"-Zeile Deine richtige Adresse 
(d.h. <[EMAIL PROTECTED]> oder <[EMAIL PROTECTED]>) 
angegeben wird, waere das Problem geloest, da es fuer beide 
Adressen DNS-Eintraege gibt. 


Gruss,
Steffen 

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