> Wenn Du also /home als eigene Partition eingerichtet hast und dort
> mal ein nicht zuzuordnender Inode (Zuordungseinheit) von einem
> Check-Vorgang auftaucht, findest Du diesen unter /home/lost+found
> als eine Datei wieder. ...

ACK.

> ... Eine lange Datei wird allerdings in Teilen
> der groesse von Zuordungseinheiten als mehrere Dateien dort
> abgelegt!

Nein, glaub ich nicht. Dazu mu� ich mal aushohlen:

In Unix-Filesystemen wie ext2 eins ist, wird der Speichbereich einer
Partition aufgeteilt in Superblock, Inodebereich und eigentlicher
Datenbereich. Im Superblock stehen die Grunddaten der Partition, zB.
die Anzahl der Inode-Bl�cke. Er wird alle 8192 Bl�cke wiederholt, da
auch ausgerechnet der Superblock kaput gehen kann.

In den Datenbl�cken stehen ausschlie�lich die Daten. Alles andere wie
Modus, Erstellzeitpunkt, Zugriffszeitpunkt, Besitzer, Gruppe, Gr��e
steht in der Inode. Jede Datei, ganz gleich ob eigentliche Datei,
Verzeichnis, symbolischer Link, Ger�tedatei, Named Pipe oder Socket
haben genau eine Inode. Egal auch, ob leer oder 2GB gro�.

Dar�berhinaus stehen in der Inode die Verweise auf die Datenbl�cke in
der die zugeh�rigen Daten stehen. Die Adressen der ersten paar Bl�cke
stehen direkt in der Inode. Falls die Datei gr��er ist, steht danach
in der Inode ein Verweis auf einem Datenblock, in dem die Adressen der
weiteren Datenbl�cke steht. Dies nennt man einen indirekten Verweis.
Reicht auch das nicht aus, so steht im n�chsten Eitrag der Inode einen
Verweis auf einem Datenblock, in dem die Adressen weiterer Adressbl�cke
steht. Dies nennt man einen doppelt indirekten Verweis. Zum Schlu�
gibt es auch noch einen dreifach indirekten Verweis.

Nicht in der Inode steht der Name der Datei. Der steht im Verzeichnis.
Ein Verzeichnis ist eine (fast) ganz normale Datei. In ihr stehen nur
die Namen der Dateien, die sich im Verzeichnis befinden, und die
Inodenummer der Zugeh�rigen Inodes. Da die Anzahl der Inodes und ihr
Ort, seit der Formatierung festliegen, kann daraus die Plattenadresse
errechnet werden.

Bei einem Hardlink (mittels ln) verweisen zwei (oder auch mehere)
Verzeichniseintr�ge, aus evtl. verschiedenen Verzeichnisse, mit evtl.
verschiedenen Namen auf die gleiche Inode. Daher d�rfen Hardlinks nur
in der gleichen Partition gemacht werden, und es l��st sich bei einem
Hardlink nicht zwichen Original und Link unterscheiden.

Wird ein Link gel�scht, so darf nat�rlich nicht die Datei gel�scht
werden. Daher gibt es in der Inode noch einen Z�hler. Dieser wird beim
ls -l nach dem Modus und vor dem Besitzer ausgegeben. Der Z�hler sagt,
wieviele Hardlinks eine Datei hat (einschlie�lich dem Orgeginals).
Bei einer Datei, die keinen zus�tlichen Hardlink hat steht hier eine 1.

Wird nun ein Link gel�scht, so wird einfach heruntergez�hlt. Wird
dabei 0 erreicht, so wird diese Datei gel�scht.

Einer der Aufgaben des filechecks ist es, diesen Z�hler mit der
Wirklichkeit in �bereinklang zu bringen. Gibt es zum Beispiel 4
Verweise auf einer Inode, so wird der Z�hler auf 4 gesetzt, ganz
gleich was da vorher stand. Gibt es keinen Verweis auf einer Inode,
und steht ihr Z�hler auf 0, so wird die Inode in der Liste der freien
Inodes eigereiht und ihre Verweise gel�scht. Steht der Z�hler aber auf
einen anderen Wert als 0, so w�re dieses Vorgehen eine schlechte Idee.

Dann wird dieser Wert auf 1 gesetzt und ein Eintrag in lost+found
gemacht. Da die Inode an sich (mehr oder weniger) korrekt war, steht
nun in lost+found eine korrekte Datei. Nur ihren Namen l��t sich nicht
wieder korregieren. Daher hei�t sie nun #Inode-Nr. Etwa #4711.
Besitz und Rechteverh�ltnise, sowie Erstelldatum bleiben erhalten.

Bernd

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