Hallo Frederik, > Es wird, besonders von Neulingen, gern angenommen, Importe seien ein > guter Weg, um OSM zu "verbessern". > > Die Logik ist meist: "Hier sind Daten; die Lizenz ist geeignet; die > Karte saehe damit schoener aus; also lasst uns die Aermel hochkrempeln > und die technischen Huerden meistern!"
Ja – mit der Rolle kann ich mich ziemlich identifizieren ;) > Mit jedem Import opfert man ein Stueck langfristiger Projektgesundheit > (eine starke Community, die die gesammelten Daten pflegt) einem > kurzfristigen Auf-Huebsch-Effekt. > Wenn es nach mir ginge (und das tut es nicht, koennt ihr also aufatmen), > dann muesste jeder, der einen Import machen will, erstmal schriftlich > darlegen, wie sein Import die Community staerkt. Ein Import, der nur > Daten heranschafft, aber davon ausgeht, dass die existierende Community > sich diese Daten magisch zu eigen macht und pflegt, als ob sie sie > selbst erfasst haette, ist fahrlaessig. > Ein reflexartiges "Daten vorhanden, Lizenz kompatibel, worauf warten > wir?" sollte man nicht durchgehen lassen. Du fokussierst auf die Effekte, die ein Import auf die Community hat. Ich bin nicht der "Pragmatiker", der hier nur auf das Ergebnis = Freie Karte hinaus will und die sozialen Prozesse geringschätzt. Es ist bloß bitte festzuhalten, dass wir hier von Wien sprechen – und so sehr das auch meiner eigenen Wahrnehmung widersprechen mag… aber Wien ist nicht die Welt. Leute mit einem Zugang zum Mapping, welcher Ihnen ein "Schrebergärtnertum" (hegen und pflegen vorhandener Daten) verunmöglicht, müssen so oder so früher oder später (bzw. eigentlich permanent) räumlich weiterziehen – auch wenn durch Abzeichnen von Rasterdaten oder auf welchen Wegen auch immer ein aus ihrer Sicht "vollständiges" Bild entstanden ist. Worauf ich hinaus will: Es gibt unterschiedliche Zugänge zum Mapping & damit das Potential zu mehreren Communities – und dieses Potential nimmt mit der Komplexität der Daten in OSM zu. Weil sich immer mehr damit anfangen lässt und immer unterschiedlichere Leute etwas für sie Interessantes daran finden werden. Ich hätte beispielsweise (ohne irgendeine Ahnung vom Stand der Dinge zu haben) gedacht, dass die Gemeindebauten der Stadt Wien als Relation erfasst sind/werden & dass beim Wikipedia-Artikel "Liste der Gemeindebauten" die OSM-Karte mit den Mitgliedern dieser Relation abgefragt wird. Das ist nur ein x-beliebiges Beispiel, wo Leute zum Teil der Community werden könnten, die aber vielleicht niemals etwas mit GPS-Tracking zu tun haben werden. Und das ist keine Sünde, sondern die würden einfach was anderes von der Karte wollen als die Pioniere, die sozusagen "in bisher unerfasste Räume vordringen". Ich glaube also, dass durch einen kontrollierten Import die Karte reicher an Ansatzpunkten für die unterschiedlichsten Interessen werden könnte und d.h. dass dadurch auch die soziale Dynamik verändert (weil die Community heterogener) würde. Ich glaube nicht, dass man damit soziale Dynamiken abwürgt. Zusammmengefasst: Es ist ganz einfach kein *Problem*, wenn Daten importiert werden können. Erstens weil die Welt groß genug ist (also es immer Ausweichmöglichkeiten für Pioniere und ähnliche "Spezies" gibt), zweitens weil mit der Datenmenge die Ansatzpunkte für neue Leute eher steigen. Und ich würde mir wirklich keine Sorgen darum machen, ob die Daten dann jemand pflegt – ich würds in meinem Grätzl sofort tun und ich glaub es gibt viele SchrebergärtnerInnen wie mich da draußen… ;) Liebe Grüße, Stefan. -- E-Mails signieren & verschlüsseln: -> https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Datenschutz -> https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/E-Mail#Vergleich_mit_der_Postkarte -> https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/GNU_Privacy_Guard Mein öffentlicher OpenPGP-Schlüssel: -> http://stefan-nagy.at/public-key.asc
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