On 01.04.2017 21:33, Friedrich Volkmann wrote:

> Aber das ändert nichts daran, dass ich deine Änderungen nicht richtig finde.

Welche Änderungen meinst Du konkret?

Wenn's um "landuse=farm" geht, das kann ich wieder zurückbauen.

Mein Schwerpunkt (neben eigenem Mapping) ist aber aktuell der Multipoly-Umbau 
[1][2] in AT und alles was daran hängt:

- Multipoly-Member und Rollen formal überprüfen (nur ways, inner/outer, 
mindestens ein outer) -> fertig (war bis auf ein paar eh in Ordnung)
- Geometrieprobleme lt. OSMI reparieren -> laufend (wird nie fertig)

- "old-style multipolygone" [3] (zumindest Flächen-Tag-in die Relation 
verschieben) -> noch ein paar hundert (Initiative von J. Topf)
- verbliebene redundante Flächen-Tags von outer-Ringen löschen -> in Arbeit, 
auch noch ein paar hundert (folgt aus Vorigem)

Anmerkung: so viel Arbeit das auch ist, es betrifft nur einen kleinen Teil 
aller Multipolygone (in AT ein paar hundert von über 60.000); das Ganze hat den 
Zweck, Tools und Mappern die Arbeit zu erleichtern (und hoffentlich noch klarer 
darzustellen, was mit MPs möglich ist und was nicht)

Was dann erst/noch ginge (tlw. aber nur durch den Mapper vor Ort):

- andere redundante Tags löschen
- problematische/widersprüchliche Situationen finden/lösen (Bsp. kürzlich 
gepostet)
- und mein Traumziel: Flächenüberlappungen überprüfen (was muss/darf nicht in 
einem Multipoly sein)

> Aber im Grunde ist diese Umtagg-Seuche sowieso nur ein Anzeichen, dass das 
> OSM-Projekt seinen Zenit überschritten hat. Wie in der Wikipedia ist von den 
> demokratischen Ansätzen > nichts mehr übrig, und es gibt keine Wertschätzung 
> mehr für Leute, die etwas beitragen. Solche Projekte entwickeln sich alle wie 
> Orwells "Animal Farm".

Wie bei jeder Organisation - jede Entwicklungsphase führt zu einer Krise, an 
der man scheitert oder wächst - osm ist kein Startup mehr. Und eines Tages wird 
es Geschichte sein, eine Art Windows XP der Online-Kartographie ;-) Ich glaube 
schon, dass Leute die beitragen auch gehört werden, aber wichtiger als 
Wertschätzung - die kann ich nicht erzwingen - scheinen mir Zielerreichung und 
Spaß - dafür kann ich etwas tun.

> Zur Qualität gehört, dass Daten, die in Ordnung sind, unangetastet bleiben. 

"In Ordnung" ist halt relativ. Tags wie auch Tagging-Stile entwickeln sich 
weiter, und was vor ein paar Jahren ok war, sieht heute ziemlich alt aus. Ich 
wünsche mir eine technisch wie inhaltlich aktuelle Datenbank und Karte, das 
heißt auch immer wieder überarbeiten (natürlich nur, wenn wirklich etwas 
verbessert wird, und mit Augenmaß). Ist mir auch schon passiert, dass ich 
unrund war, wenn jemand anders etwas geändert hat, und sicher trample ich auch 
auf manchen Zehen herum. Aber man kann über alles reden und eine Lösung finden 
(und wenn's ein Revert ist).

Auf weitere respektvolle und wertschätzende gemeinsame Arbeit,
liebe Grüße
Wolfgang

[1] https://github.com/osmlab/fixing-polygons-in-osm 
[2] http://area.jochentopf.com/fixing.html
[3] http://area.jochentopf.com/old-style-josm.html
 


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