On 07.09.2017 08:45, caigner wrote:
Offensichtlich gibt es bei Neulingen das Bedürfnis, erst mal zu üben,
bevor sie sich an die "richtigen" Dinge heran wagen.

Aber wo/wie können Neulinge üben, ohne irgend etwas kaputt zu machen?

Vielleicht wäre so etwas wie test.openstreetmap.org gar keine so
schlechte Idee.

So was gibt es eh schon lang, siehe http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Sandbox_for_editing.

Ich glaube aber nicht, dass so was für Neulinge sinnvoll oder gar nötig ist. Ganz abgesehen davon, dass der konkrete Fall ganz offensichtlich kein bewusster Test, sondern ein Versehen war, können Neulinge auch noch gar nicht so viel hinmachen. Wenn wie hier Fantasieobjekte eingefügt werden, lassen die sich beliebig lang später ohne Nebenwirkungen löschen. Im schlimmsten Fall kann ein Anfänger unabsichtlich eine Relation beschädigen, indem z.B. ein Abschnitt einer Route oder eines MP ausgehängt wird, aber auch das lässt sich leicht beheben. Viel schlimmer sind die Leute, die keine Anfänger mehr sind, sondern schon mit JOSM umgehen können und auch schon das Wiki quergelesen haben und dann mit ihrem Halbwissen anfangen, systematisch alle Tags oder Relationen im Datenbestand zu ändern. Diese Massenedits lassen sich meist schwer rückgängig machen, denn erstens funktionieren die Revert-Scripts nur bei einmaligen Bearbeitungen eines Objekts, d.h. wenn der selbe User das Objekt 2x bearbeitet hat oder inzwischen ein anderer es bearbeitet hat, scheitert der Revert. Zweitens argumentieren die Masseneditierer, sofern sie auf PNs oder Changesetkommentare überhaupt antworten, gerne so: "Dein Tag ist deprecated und kommt fast gar nicht mehr vor!" - und verschweigen dabei, dass sie selber das "deprecated" ins Wiki reingeschrieben haben und mit ihren Tagänderungen das Missverhältnis in Taginfo selber herbeigeführt haben.

Im Vergleich dazu sind Neulinge absolut harmlos und ich plädiere dafür, sich bei ihren Fehlern nicht in einer Mailingliste oder einem Webforum drüber lustig zu machen und den Neuling einen Trottel zu nennen, sondern ihn persönlich anzuschreiben und aufzuklären, was da schiefgegangen ist und wie man es besser machen kann.

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Friedrich K. Volkmann       http://www.volki.at/
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