Friedrich Volkmann schrieb:
On 15.02.2018 22:24, Stefan Nagy wrote:
Am Donnerstag, den 15.02.2018, 15:17 +0100 schrieb Robert Kaiser:
…(denn nachdem unsere Community nicht fähig ist,
brauchbare Produkte für Endkunden zu produzieren, ist es GMaps, was
praktisch alle verwenden)…
Ich liebe es, wenn diese Community aus Freiwilligen mit einem Konzern
mit einem Jahresumsatz von zirka 100 Milliarden US-Dollar verglichen
wird :)
...und wenn ein Datenbestand, der nur Straßennamen und Hausnummern
umfasst, mit einem Datenbestand verglichen wird, in dem alles
Erdenkliche von Wanderwegen und Wegkreuzen über Stromleitungen und
Hydranten bis hin zu Höhlen und Dolinen vorkommt. Das
Anwendungsspektrum von Google Maps ist gleich null im Vergleich zu dem
von OSM. OSM hat allen anderen Datenquellen längst den Rang
abgelaufen, nur ist es halt unauffällig passiert. So wie Unix
unmerklich über Windows gesiegt hat, indem auf allen Handys
unix-basierte Betriebssysteme laufen, so sind heute fast überall
OSM-Daten drin, ohne dass die Anwender was davon merken. Fast jeder
verwendet heute am Handy eine oder mehrere Apps mit OSM-Daten, die
Kartenausschnitte auf neueren Webseiten nutzen fast alle OSM, die
Kompass-Wanderkarten enthalten OSM-Daten, und beim Bau einer
Wohnhausanalage in meiner Nähe ("Rax in Sicht") stand an der Ecke
Gußriegelstraße/Raxstraße eine riesen Tafel mit OSM-Screenshot,
freilich ohne entsprechenden Hinweis.
Dass es einige gute Beispiele gibt, wo OSM-Daten verwendet werden,
bezweifle ich nicht. Dass es in der Masse angekommen ist, aber sehr
stark. Ich sehe kaum irgendwo in den Karten, die auf Webseiten und in
Apps auftauchen, dass OSM verwendet wird - überwiegend ist es GMaps. Und
Ich bin weder der hirnverbrannte Blödmann, als den du mich anscheinend
hinstellen willst, noch habe weder etwas durcheinander gebracht, ich
habe nur absichtlich etwas provokant moniert, dass GMaps (als
Kartenanwendung sowie Navigationssystem) bis heute nach wie vor allen
Produkten aus der OSM-Community so weit überlegen ist, dass GMaps
mittlerweile bei weitem dominiert, wenn man schaut, wonach sich die
Masse der Leute heutzutage geografisch orientiert. Ja, es ist sogar so
weit, dass ich in meiner persönlichen Umgebung, zu der auch
OpenSource-Fans und -Entwickler gehören, als eigentümlich angesehen
werde, da ich ziemlich der einzige bin, der konsequent versucht, für
alle geografischen Dinge OSM zu verwendwen - und auch ich greife immer
wieder mal auf GMaps zurück, besonders wenn ich Satelliten- bzw.
Foto-Ansichten will, Nominatim wieder mal zeigt, wie schwach es als
Geosuche (noch) ist, oder ich einfach z.B. bei der Urlaubsplanung div.
Sehenswürdigkeit usw. anklicken will, um Metadaten zu sehen und mehr
darüber rauszufinden - oder ich Routenberechnung mit mehren Wegpunkten
und in einfach korrigierbarer Form will. Und ich werd dann auch noch
blöd angesehen, weil ich die Fahrplänen der Öffis und die aktuellen
Straßenbedingungen sowie ein volles Navi-System nicht in meiner
Karten-App zur Verfügung hab.
KaiRo
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