On 19.06.19 21:56, Rainer Fügenstein wrote:
"Navis sollten Fahrverbote übernehmen

Der Ausweichverkehr soll mit Hilfe der Navis unterbunden werden, erklärte der Landeshauptmann. Die Fahrverbote seien bereits an das Innenministerium übermittelt worden, das wiederum den Navi-Betreibern die Verkehrsdaten zur Verfügung stellt."

Für so was (Ziel-/Quellverkehr) ist vehicle=destination übrigens gedacht (und nicht für Anrainerverkehr). Da aber nur an bestimmten Stellen Verbotsschilder stehen (bzw. Kontrollen stattfinden) und die Verbote zudem so schwammig sind, dass sogar die Polizei nur "mit dem nötigen Fingerspitzengefühl" entscheiden kann, wird sich das mit Tagging sowieso nicht lösen lassen, sondern nur mit in im den Routingengines hartcodierten Routingregeln. Ich schätze, dass OSM-basierte Router nicht die einzigen sind, die an dieser Aufgabe scheitern werden.

Jetzt können wir gespannt sein, ob das Innenministerium OSM oder OSM-nutzende Navianbieter (Osmand usw.) überhaupt kennt und ob über diesen Kanal die Informationen jemals an die Tiroler Mapper weitergeleitet werden.

Ich würde als Mapper jetzt erst mal gar nichts tun, denn erstens ist die Umsetzbarkeit sowieso fraglich (s.o.), zweitens ist der Wartungsaufwand hoch, und drittens ist der praktische Nutzen gleich null, da die Fahrverbote nur jenen ein Problem bereiten, die vom Navi wegen einer Stauwarnung auf eine Ausweichroute geschickt werden. OSM-basierte Navis können das noch gar nicht.

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