Hi. Frederik Ramm schrieb: > Hallo, > > Das ist ein Gemeinplatz, der im vorliegenden Beispiel ueberhaupt nicht > zieht. JOSM ist freie Software (sogar GNU-Lizenz). Dass dabei eine > nicht-freie Java-Version zum Einsatz kam, hat nicht im geringsten > beeintraechtigt, dass ein gutes JOSM entwickelt wurde. Vielelleicht > sogar im Gegenteil! ich hab eigentlich gar nicht behauptet, dass JOSM jetzt irgendwie schlecht wäre. ich habs noch nicht mal richtig benutzen können (rate mal warum :)).
es ist nur so, wenn du gerade mal die chance hast an einem system mit einem freien kernel (yeah), einer freien c-bibliothek (yippi), mit einer komplett freien fenster- und desktopumgebung (hurra) zu arbeiten, dann es ist es einigermaßen ernüchternd, wenn ausgerechnet der letzte futzel den du zum benutzen einer bestimmten software brauchst nicht frei ist und sich auch nicht groß darum geschert wird das dem so ist. > > (Ich finde es, ganz nebenbei gesagt, unerhoert, wenn Copyleft-Vertreter > fuer sich beanspruchen, sie wuerden niemandem Vorschriften machen. Das > ist doch schlicht gelogen. Lies doch mal so eine Gnu-Lizenz oder eine > CC-By-SA durch und dann sag mir nochmal ins Gesicht, da wuerden keine > Vorschriften drin stecken.) ich bin nicht aus versehen GNU contributor geworden, die lizenzen sind mir im wesen bekannt :). die unbeschränktheit bezieht sich in erster linie auf die benutzung (=> nutzung zu *jedem* zweck). das du verpflichtungen eingehst, wenn du werke anderer veränderst *und* weitervertreibst, sollte verschmerzbar sein. immerhin kommt dir deren arbeit zugute. und nö: freie software zwingt niemanden zu was. wenn du sie nicht benutzen willst, dann halt finger weg und selber machen oder jemandes sachen lizenzieren. jeder wie er es mag. das ich es für sich-selbst-in-den-fuß-schießen, zeitverschwendung usw. halte, sich mit proprietärer software abzugeben ist meine ganz private meinung. :) > Insofern sind wir da insgesamt schon auf derselben Seite. Aber ich kann > halt nicht akzeptieren, dass sich jemand an so einem Detail aufhaengt > wie Max Moritz an der "unfreien" Java-Version. Das ist dogmatisch, dsa > ist Erbsenzaehlerei. jo und wenn es niemanden gäbe, der sich über unfreie software beschwert hätte, wer hätte dann gnu, mediawiki, osm usw. geschrieben? ich hab, weil ich keine unfreie software mehr benutzen wollte angefangen bei GNU classpath mitzuhelfen. ich finde es total albern, dass ich mich dafür schämen* sollte anderen menschen mehr möglichkeiten zu geben ihre ideen zu verwirklichen?!? (bezogen auf erbsenzähler, die anderen lustigen sachen die man an den kopf geschmissen bekommt, wenn man sich als GNU-freund outet, vergeß ich mal) ich kann durchaus akzeptieren wenn jemand sagt: ok GNU hat jetzt die und die ziele, aber das sind nicht meine, also interessierts mich nicht. aber dieses ge-bashe. als wäre jemand, der sich mit einer suboptimalen situation zufrieden gibt und nichts dagegen tut irgendwie besonders schlau. > JOSM ist freie Software, jeder kann sie erweitern > und benutzen, wenn er will; darauf kommt es doch an. jo und das ist eine gute sache so. und ich weiß gar nicht wer jetzt was gegen JOSM gesagt haben soll. es ist halt nen programm in der sogenannten java trap[0]. das der online editor potlatch nun auch noch in flash geschrieben ist und damit denselben problemen wie JOSM unterliegt finde ich aber schon schade. GNASH[1] 0.8 bringt es zwar zum laufen, aber benutzen kann man es nicht. apropos gnash: ich hab hier[2] nen interessanten link gefunden der im prinzip das gleiche problem thematisiert wie wir es hier mit JOSM und dem (noch) unfreien Java haben. entwickler haben keinen bock an gnash's opengl-backend zu arbeiten, weil die meisten aktuellen 3d grafikkarten keine freien treiber haben. es ist schon ne kleinwenig andere kultur die die freie software zustande bringt ;) >> Was hier in einer anderen Mail schon angesprochen wurde, ist mir auch >> schon aufgefallen: OSM ist als Softwareprojekt ein graus. Die Skripte im >> SVN Repository haben hartkodierte Dateinamen und Pfadangaben zu >> Hilfsbibliotheken, Dokumentation existiert nicht oder spricht von >> älteren Versionen, manche Skripte haben Syntaxfehler (zB. vorzeitiger >> Zeilenumbruch). > > Das stimmt. Auch architektonisch gibt es sehr viel zu verbessern. > OpenStreetMap ist in erster Linie ein Projekt von Mappern, die sich die > noetigen Tools dafuer basteln, und nicht ein Projekt von > Computer-Experten, die mal Mappen gehen. Und das merkt man. > > Aber das hat nun wieder rein gar nichts mit der Lizenzfrage zu tun. > nö, aber mit der tatsache ob man interesse daran hat einmal 'apt-get/yum install <irgendeine osm komponente>' machen zu können. dafür muß die komponente aus den quellen und ohne proprietäre abhängigkeiten baubar sein und solange sich niemand daran stört, passiert da auch nix. gruß robert [0] - http://www.gnu.org/philosophy/java-trap.html [1] - http://www.gnu.org/software/gnash/ [2] - http://www.gnashdev.org/?q=node/36
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