Christoph Eckert schrieb: >> Woher will er wissen, dass er richtig gemessen hat? Ich habe >> kürzlich ein Busfahrt mitgeloggt. An einer Bahnschranke >> mussten wir mehrere Minuten warten. Es ist unglaublich, wie >> weit während dieser Zeit die Messpunkte verstreut wurden :( > > es gibt Geräte, die im Stand wesentlich ungenauer sind als während der Fahrt. > Daher von den tielweise extremen Punktwolken nicht verunsichern lassen.
Ja, dass passiert tatsächlich bei einigen Empfängern. >> Ebenso Strecken, die ich mehrmals geloggt habe, da liegen >> die Tracks teilweise mehrere Meter auseinander. Das ist völlig normal. Bei GPS Empfänger muss man mit einer Abweichung von 15 Meter rechnen [1]. Das ist Systembedingt. Es kann zwar durchaus sein, dass es genauer ist. Das kann nur mit Tracklogs abgeschätzt werden, welche die HDOP und *DOP-Werte mitloggen (PDOP, HDOP, VDOP). Weiter ist zu beachten, dass für optimalen Empfang die GPS Empfänger eine Weile eingeschaltet werden sollten. Zwar hat man bei modernen Empfänger nach ca. einer Minute bereits eine Position, allerdings fehlen dann meistens noch die Almanac-Daten [2] der Satelliten, welche eine wesentliche bessere Positionierung erlaubt, wenn Satelliten aus dem Sichtfeld verschwinden und neue auftauchen. Diese Daten werden innerhalb einer Viertelstunde übertragen. Ich habe mit meinem SirfIII Gerät die Erfahrung gemacht, dass beim mappen von der engen Altstadt, nur dann einiger- massen brauchbare Daten entstehen, wenn ich vorher 15min auf einer freien Fläche das GPS-Gerät einschalte. Wenn in dieser Zeit weniger als 8 Satelliten gesehen werden, kann man die Aktion gleich wieder abblasen. Die Mehrwegausbreitung in Engen Gassen ist dann natürlich immernoch da, aber mit mehreren Tracks lässt sich so der Strassenverlauf genug genau mitteln. Für normale Situation ist das natürlich Overkill. > Das ist normal. Letztendlich mappt man nach dem Track und tut so, als ob > alles > vollkommen in Ordnung wäre. Falls das GPS mal wirklich total danebenlag, kann > man das später immer noch korrigieren. > > Alternativ kann man eine Straße auch ein halbes Jahr lang mit den > unterschiedlichsten Empfängern immer wieder abfahren, bis man genug Tracks > zusammenhat, um eine gute Mittelung vorzunehmen. > > Ich bevorzuge die erste Methode :) . Kommt darauf an. Wenn ein Quartiersträsschen daneben liegt, ist es meist nicht so schlimm. Bei wichtigen Strassen mit vielen Verzweigungen ist es besser, wenn dessen Lage einigermassen stimmt. Dazu logge ich diese kritischen Strassen mehrfach, wenn ich merke, dass sie zuwendig genau sind. Gruss, Andy [1] http://www.kowoma.de/gps/Genauigkeit.htm [2] http://www.quantenwelt.de/technik/GPS/almanach.html
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