Hallo. Am Donnerstag, 20. November 2008 schrieb Frank Jäger: > Ich war dabei, dieses Beispiel wurde tatsächlich in der Sitzung beim RVR > genannt. > Was anderes ist denen auf die Schnelle nicht eingefallen um ihren > Bedenken bezüglich der Haftungsfrage ein Gesicht zu geben.
Ja, ich muss schon wieder lachen, die Vorstellung einer Voodoo-Puppen-Karte ist einfach zu geil. :) > Ich denke da z.B. an die amerikanische Hausfrau, die ihren gewaschenen > (lebenden) Pudel in der Mikrowelle trocknen wollte. > Sie hat vor Gericht Recht bekommen, weil das in der Gebrauchsanleitung > nicht ausdrücklich ausgeschlossen war. Da hatte auch die Phantasie des > Herstellers nicht ausgereicht ;-) Klar. Und dass man beim Kaffee "Vorsicht, könnte warm sein" dran schreiben muss ist auch traurige Realität. Zwar nicht die hiesige, aber die Globalisierung kommt unaufhaltsam. > In der Anfangszeit der Navigationssysteme sind auch sehr viele Autos vom > Fähranleger ins Wasser gestürzt, weil die Fähre gerade nicht da war. > Aber diese Stimme hatte gesagt .... Wurde irgendwo auf der Welt irgend jemand in Haftung für solchen Käse genommen? Ich kenne dazu keinen Fall und kann mir sowas nur schwer vorstellen. Ja, mittlerweile gibt es einen nicht-abschaltbaren Disclaimer bei jedem Einschalten des Navis um dem vorzubeugen. > Die Kommunen werden ähnliche leidvolle Erfahrungen gemacht haben und > wollen - auch im Sinne von uns Steuerzahlern - jegliches Risiko > ausschließen. > Erst was verschenken und dann dafür bestraft werden wäre ja auch übel. Natürlich, aber da die Daten von OSM sowieso ohne Gewähr weiter gegeben werden (was ohne haftenden Rechtsträger auch schwer anders konstruierbar ist), erübrigt sich die Sache doch sowieso immer. Bei Nahverkehrsinfos versteh ich es ja sogar noch mehr. Da verschiebt einer die Bushaltestelle in ne falsche Nebenstraße, der Fahrgast läuft erst dort hin, verpasst dann den Bus und ärgert sich. Auch da ist die Haftungsfrage klar (selbst der Fahrplan der Busgesellschaft ist i.d.R. unverbindlich), aber da nimmt das Image der Betreiber Schaden, wenn es hieß, dass die Buslinien von offizieller Seite gespendet wurden. Da ändert aber auch ein Vertrag nichts. Entweder die Urheber sind sich der wiki-mäßigen Selbstreinigungswirkung bewusst und vertrauen darauf oder nicht. Daher bin ich bei so etwas auch immer gegen ein Aufbauschen dieser Datenspenden. Es ist schön wenn wir sie bekommen (und darf gerne gewürdigt werden), aber sobald es in der DB ist, sind es nicht mehr die offiziellen Daten. Das muss den Leuten immer klar sein und das sollte man auch klar den Nutzern kenntlich machen. Daher bin ich auch gegen entsprechende Copyright- oder Urheber-Vermerke. So lange so etwas nicht automatisch entfernt wird wenn jemand das Objekt ändert, macht das wenig Sinn und kann (wie gesagt) das Gegenteil bewirken. Anfänglich wurde das source-Tag ja eher in dem Sinne benutzt um die glaubwürdigkeit unterschiedlicher Quellen zu analysieren. Also "source=gps" ist besser als "source=landsat", dann weiß ich wie ich bei Unstimmigkeiten tendenziell verschieben muss. Dass dieses Tag mehrere Bearbeitsungsschritte aushalten muss ist IMHO gar nicht vorgesehen. :) Gruß, Bernd -- Fehler: Tastatur reagiert nicht. Drücken Sie F1, um fortzusetzen...
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