Ich weiss ehrlich gesagt nicht für was es damals gedacht war als es entwickelt 
wurde. Die Frage die man sich inzwischen doch stellen muss ist: Für was wird es 
heute gebraucht?

Die fehlende 3D-Unterstützung soll es ja nicht direkt ersetzen, wie du ja 
selbst auch schon geschrieben hast, dafür würden 10 Stufen nicht ausreichen. Es 
soll ja nur andeuten "Was liegt drüber und was liegt drunter?" bei einer 
komplexeren Struktur damit der Datennutzer/-verarbeiter weiss wie er die Dinge 
darstellen kann bzw. erkannt werden kann ob fälschlicherweise ein Node als 
Schnittpunkt vergessen wurde. Für Routing z.B. wäre es so ziemlich irrelevant 
was jetzt oben und was unten liegt.
Also ist es wirklich nur ein Merkmal das benötigt wird um die Daten grafisch 
richtig dar zu stellen. Oder habe ich da etwa einen Punkt übersehen?

Wenn dem so ist, kann in vielen Fällen der renderer selbst entscheiden was oben 
und was unten liegt ohne den Layer-tag beachten zu müssen. Es stellt natürlich 
eine Erleichterung für die programmierer der Renderer dar wenn sie sich hier 
nur auf das Layer-tag beziehen können, damit ist es möglich schneller und mit 
einfacheren regeln einen renderer zu erstellen, mit nur marginalem Mehraufwand 
für diejenigen die die Daten in OSM pflegen.

Das die Datennutzer sich an das verwendete Datenmodell anpassen müssen stimmt 
zwar in gewisser Weise, ABER man sollte das Datenmodell auch so gestalten, dass 
es von den Datennutzern auch recht einfach und ohne großen Aufwand 
interpretiert und implementiert werden kann. Sonst findet das Datenmodell 
nämlich keine akzeptanz.

In diesem Zusammenhang könnte ich dir z.B. sagen warum es wichtig ist, dass es 
highway=track und tracktype=irgendwas heissen muss. Damit Renderer die 
bestimmte Details nicht benötigen schneller und einfacher programmiert werden 
können (sie müssen nur das highway-tag beachten).

Und um wieder zum eigentlichen Thema des Threads zurück zu kommen: Da das 
layer-tag dem Renderer quasi sagt was oben liegt und was unten, sollte man mit 
diesem Tag so sparsam wie möglich umgehen und es nur dort einsetzen wo es 
wirklich nötig ist, damit dem Renderer auch noch eigener Spielraum zur 
Interpretation bleibt. So will der eine einen Fluss der durch den Wald fliest 
vielleicht nicht darstellen, der andere will es aber dargestellt haben. Mit dem 
Layer-tag würde man solche Möglichkeiten unterbinden oder man würde den 
programmierer dazu zwingen kompliziertere Abfragen zu schreiben oder das 
layer-tag ganz zu ignorieren. Ohne layer-tag könnte der Programmierer einfach 
sagen "Waldfläche ist Boden und Boden liegt immer unten solange nichts einen 
Minus-Layer hat".

Ich finde es so auch wesentlich unkomplizierter für den Mapper. Ansonsten muss 
man sich ja immer überlegen ob man den wald nun auf -1 setzt oder die 
Straße/den Fluss auf +1. Und was wenn es dort Katakomben gibt? Sind die dann 
auf -1 weil sie schon vor dem Wald anfangen oder auf -2 weil sie in den Wald 
der auf -1 liegt hinein gehen ... diese Probleme umschifft man, wenn man den 
layer-tag nur dann einsetzt wo sich wirklich Wege etc. auf unterschiedlicher 
Höhe kreuzen und es nicht eindeutig ist ob ein eg nun oben oder unten liegt.




-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Tue, 09 Dec 2008 15:05:10 +0100
> Von: "Marc Schütz" <[EMAIL PROTECTED]>
> An: Openstreetmap allgemeines in Deutsch <[email protected]>
> Betreff: Re: [Talk-de] Wald abmalen

> > > Dann lass doch bitte highway=service weg, wenn service=parking_aisle
> > > getaggt ist. Oder highway=track, wenn tracktype gesetzt ist. Oder
> > religion, wenn
> > > schon denomination dran steht. Oder ...
> > 
> > Das hat denke ich wieder andere Hintergründe. Das dürften diesselben
> > sein wie bei Baustellen bei denen highway=construction +
> > construction=Straßentyp verwendet werden soll, statt nur
> construction=yes, siehe in der
> > Diuskssuion hier:
> > http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Talk:Proposed_features/Construction
> > 
> > Das kann man so denke ich nicht mit dem Layer-tag vergleichen
> > (Äpfel<->Birnen)
> 
> Dort wird argumentiert, dass andernfalls ein Renderer/Router die Straßen
> als benutzbar ansehen könnte, obwohl sie es nicht sind. Abgesehen davon,
> dass ich finde, die Datennutzer müssen sich einfach an das genutzte
> Datenmodell anpassen, und nicht umgekehrt, sehe ich auch nicht, was das mit 
> meinen
> oben genannten Beispielen zu tun hat.
> 
> Markus' Argumentation hingegen war: "tagxxx" ist unnötig, weil es ja
> schon aus "tagyyy" hervorgeht. Das trifft auf meine Beispiele genauso zu.
> 
> Außerdem bezeichnet er den Layer als "ein Relikt aus alten Zeiten, als
> die Renderer noch dumm waren", was faktisch nicht richtig ist. Der Layer war
> schon immer ein Teil des Datenmodells, sozusagen als Krücke für die
> fehlende 3D-Unterstützung, und nie ein "Tagging für den Renderer". Das ändert
> sich auch durch schlauere Renderer nicht.
> 
> Grüße, Marc
> 
> -- 
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