Heiko Jacobs schrieb: > Zentrum aller wesentlichen Anwendungen unserer Daten ist die > Verarbeitung real existierender Wege. Alles andere ist "nett zu haben", > aber im Zweifel verzichtbar. > Ein gutes allgemeingueltiges Datenmodell sollte "problemvermindernd" > darauf Ruecksicht nehmen, dass diese zentrale Aufgabe stets korrekt > geloest werden kann. Beiwerk hat sich dem unterzuordnen. >
Du setzt offenbar voraus dass die OSM-Strassen-Daten bald synchron mit der Realität übereinstimmen werden. Dem wird sicher zumindest auf lange Sicht nicht so sein, selbst wenn man sich nur auf den Bestand von Deutschland beschränkt. Der Durschnittsanwender wird auch in absehbarer Zukunft nicht die tagesaktuelle OSM-Fassung mit sich führen sondern in der Regel mehrer Wochen bis Monate alte Fassungen. Von daher macht es keinen Sinn sich auf real existierende Strassen zu berufen da auch die OSM-Datenbank zu keinem Zeitpunkt mit der Realität übereinstimmen wird. Es wird aber nach wie vor immer wieder den Fall geben dass man auf frisch freigegeben Wege stossen wird die die bisherige Verkehrsführung erheblich verändern. Vielleicht bist Du als überwiegend (ausschliesslich?) Fahrrad- und Bahnfahrender Verkehrsteilnehmer (und natürlich Fussgänger) noch nie in die Situation gekommen mit dem Navi im KFZ auf eine neue Strasse zu stossen bei der das Navi plötzlich "spinnt" weil Beschilderung, Strasse und Navi-Karte nicht mehr übereinstimmen... Was nützt Dir da Deine "reale" Karte? Eine - in welcher Form auch immer - Darstellung der zum Zeitpunkt der Erstellung noch in Bau befindliche Strasse wird besser über das Problem hinweghelfen als schlichtes Verschweigen oder einer Ansage "sie befinden sich ausserhalb der öffentlichen Strassen".. Es geht hier also nicht wie hier schon mehrfach behauptet wurde um eine spezielle Lösung für mich sondern um die Lösung real existierender Probleme auch für die Masse. Ich denke da ist meine Lösungsweg "problemvermindernder" als Deiner, den ich berücksichtige - die Strasse kann während der Nutzzeit der Karte fertig werden und biete auch dann eine Orientierungshilfe - Der Router routet nicht über die neue Strasse, kann aber innerhalb dieser wiederum routen, gegebenfalls bei baulich getrennten Fahrspuren auch wieder in das bestehende"öffentliche" Netz hinein.: - manuelle Routenwahl auf einem kaum handtellergrossen Display wird sich jemand kaum antun so dass die Gefahr eines versehentlichen manuellen routens über Baustellen gering ist. Garry _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

