Am 22. Mai 2009 15:44 schrieb Nop <[email protected]>: >> ich habe einen Vorschlag eingestellt, um "die vierte Dimension" zu >> mappen. Hoffe ihr mögt ihn ;) > > In der vorgeschlagenen Form eine ganz schlechte Idee. Jedes existierende > Tool müßte angepaßt werden, nicht-existente Dinge wegzufiltern. > Ein solcher Mechanismus gehört sinnvollerweise in die API, mit dem > Standardverhalten nur heute existente Daten anzuzeigen.
hm, ich verstehe die theoretische Überlegung, dass es viel mehr "Gewesenes" gibt, als aktuell existierendes, und daher die Frage auftaucht, ob man nicht bei dieser Flut von nicht mehr existierenden Features überhaupt noch das Wesentliche erkennen kann. Ich halte das aber wie gesagt für theoretisch. Praktisch haben wir derzeit noch Null vergangene Objekte drin (zumindest mit diesem Tag), und das wird sich nach meiner Einschätzung auch nicht wesentlich ändern. Es werden nur sehr wenige ganz spezielle (und daher auch interessante) Objekte sein, die man mappt, obwohl es sie nicht mehr gibt (ich denke da z.B. an das Ahornblatt in Berlin, Berliner Stadtschloss, Berliner Mauer, oder z.B. fehlende Teile heute noch rudimentär erhaltener Aquädukte, ...). Und wenn man sich diese Dinge genauer betrachtet, wird man feststellen, dass in den meisten Fällen noch irgendeine Art von Spuren erkennbar sind (sei es der Keller des Stadtschlosses oder Bodenerhebungen mit den Fundamentresten der Aquädukte, etc.). Diese Features sollte man aber gar nicht "wegfiltern", da sie ja auch in ihrer Position relativ mit der Umgebung in Verbindung stehen, und daher kann man eigentlich nur dann sinnvoll editieren, wenn man alles an einer bestimmten Stelle Vorhandene auch berücksichtigt. Ich gehe aber wie gesagt davon aus, dass diese "gewesenen" Features nur sehr wenig und räumlich eng begrenzten Einfluss in Bezug auf unsere gesamten Daten haben werden. Das vorgeschlagene Vorgehen, bereits über die API zu filtern, und standardmäßig die alten Sachen wegzulassen, würde m.E. ständig zu Inkonsistenzen führen. Besser wäre eine optisch zurückgenommene Anzeige. Dann sollte man nicht unterschlagen, dass mit dieser Methode das Alter von Gebäuden, Städten etc. nachgeführt werden kann, wobei sich hier das Problem ergibt, dass insbesondere alte Gebäude selten unverändert die Geschichte überdauert haben, sondern vielmehr in einem fort erweitert und umgebaut/umgekrempelt wurden. Nimmt man jetzt z.B. bei einer Kirche die Grundsteinlegung der romanischen Kirche, oder die der gotischen Erweiterung? Was ist mit Kirchen, die auf/aus einem heidnischen Tempel errichtet wurden, ...? Ein paar Fragen wären also in jedem Fall noch zu klären. Gruß Martin _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

