>> Der obige liegt ja auch etwas weiter im Norden... >> Was passiert denn mit Daten in OSM mit Breiten > 85 oder < -85? >> (Und Längen > 180 oder < -180 ...) >> (Soweit scheint OSM definiert... Wie mappen wir denn bloß >> "Antarctica City", wenn die Klimakatastrophe vollends zuschlug? ;-) ) > > Mappen kannst Du es ganz normal. Nur die Karten müssen dann > entsprechend angepasst werden. Und die Editoren auch. Das ist ein grundsätzliches mathematisches Problem bei der Verwendung der Mercator-Projektion. Wenn man sich einmal die Berechnungsformel für die "Kartenkoordinaten" (also wo ein Punkt mit gegebenen geografischen Koordinaten auf der Karte hinprojiziert wird) erkennt man das Problem sehr leicht: Y=arcsinh(tan α) Der Tangens strebt den Fall α→±90° gegen den Wert unendlich (also schlampig geschrieben: tan(90°)=∞), was für einen "normalen", rein numerisch rechnenden Computer zu Problemen führt. arsinh hat zwar den passenden Wertebereich, strebt aber für Werte, die gegen unendlich gehen, selbst gegen unendlich (schlampig: arcsinh(∞)=∞), was natürlich auf keiner Karte vollständig richtig darstellbar ist. Aus diesem Verhalten resultiert übrigens auch die entsprechende Flächenverzerrung und extreme Größe der Polargebiete auf einer Mercator-Karte. Hier müsste man, wenn man die Polargebiete halbwegs richtig darstellen will, auf eine andere Projektion umsteigen oder, wenn man gewisse Ungenauigkeiten akzeptieren kann, eine entsprechende Näherungslösung finden. >> Sieht so aus, als würden die auf 0 "runterprojiziert"? > > Das wäre eindeutig falsch. Kann ich mir aber nicht vorstellen. Hier liegt offensichtlich ein Fehler vor, denn es wird ∞ als 0 interpretiert. Hier sollte man dringend nachbessern.
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