> ja, das ist sicher möglich und wird auch schon gemacht. 
> In OSM gibt es derzeit allerdings keine etablierte Methode dafür, 
> und sorgt daher potentiell auch für Probleme (Verwechslung von 
> historischen und aktuellen Features, "Überschwemmung des Editors", etc.).

Ja, ganz so einfach ist es nicht. Unsere Datenbank ist ja auch nur dafür 
gedacht den aktuellen Zustand zu verwalten. Wo es geht und sich mit dem aktuell 
vohandenen Objekt deckt, kann man auch historische Tags verwenden. Ansonsten 
ist die so unsichtbare History der Objekte für vergangenes zuständig. Das war 
aber nich dafür gedacht die Siedlungsgeschichte seit Schnurkeramik und 
Bronzezeit nahtlos bis an die erste offizielle OSM History in 2005 heran zu 
bauen. Wir haben nur einen Layer und der hat Grenzen.

Auch wenn wieder einige unken das es doch so kein Problem ist. Das ist es auch 
aktuell nicht, wenn es sich um wenige Zeitabschnitte handelt wo heute nichts 
mehr steht, oden wenn man aktuell vorhandene Objekte mit Historischen Angaben 
erweitern kann. Ansonsten kann ich bei heute dicht bebautem Gebiet und vielen 
abweichenden Historischen Daten aus eigener Erfahrung nur zur Vorsicht mahnen. 

Die aktuellen Daten darüber sollten weitegehend vollständig sein, das minimiert 
eventuelle Fehlverbindungen und andere Fehler.  Es wird schwierig wenn schon 
ein dichter Teppich aus historischen Daten vorliegt, aktuelles aber noch 
eingezeichnet werden muss. Das könnte zu Fehlern führen oder sogar Leute aus 
Angst solche zu machen abschrecken. Wenn es sich nicht um ein Gebiet handelt wo 
man weitgehend nur selber tätig ist, aktive Mitstreiter am besten Informieren. 
So klären sich Missverständnisse vorher und erspart unter Umständen doppelte 
Arbeit durch löschen. Und noch ein Punkt ist wichtig. Namensräume verwenden um 
die Schlüssel vor den Renderern und Anwendungen zu verstecken und um 
beispielsweise den Stand der Daten mitzuteilen. Niemandem wäre geholfen wenn 
dann zig Lagen Häuser mit einmal in der aktuellen Karte auftauchen würden. Das 
sollte den Renderern und Anwendungen vorbehalten sein, die aktiv danach suchen 
und wirklich nutzen wollen. Ich schreibe das dann noch mit Angabe der 
Namensräume etc. in den Kommetar für den Upload.

> Nicht, dass ich nicht hoffe, dass die Entwicklung auch in diese Richtung 
> geht, 
> nur ist es derzeit noch sehr mühselig/umständlich. Vor einigen 
> Tagen hat Mirko Küster hier einen Link zu einer Stelle geschickt, wo er 
> solche 
> historischen Daten einmal versuchsweise eingetragen hat.

Und zwar hier:
http://www.openstreetmap.org/?lat=51.29533&lon=11.46637&zoom=15&layers=B000FTF

Da liegen zwei Generationen Werksgeschichte drunter. Eine Lage abgerenzt mit 
historic:1950:*=* vor den eigentlichen Schlüsseln. Die andere mit 
historic:1990:*=*. Wer das rendern oder verwreten möchte, muss nur die Daten 
mit dem entsprechenden Namensraum extrahieren, kann anschließend diesen 
Namensraum aus den Schlüsseln entfernen und dann ganz normal rendern.

Das ist wegen des nur einem vorhandenem Layer nicht die eleganteste Lösung, 
aber die derzeit einzig mögliche um solche Daten für alle zugänglich auch auf 
der DB veröffentlichen zu können. Ansonsten bliebe nur sowas lokal zu zeichnen 
und das File irgendwo anzubieten. Das würde nicht in den Daten selber stören, 
nur muss man das wiederum wissen und ginge vielleicht an einigen Interessenten 
vorbei. 

Ein besserer Weg wäre wenn man einen Namensraum für einen eigenen abschaltbaren 
Layer angelgen könnte. Die könnte man schon vorbestimmt auf ein Datum anbieten. 
So wäre es auch möglich alle vorhandenen Daten für dieses Datum oder den 
Zeitraum gesammelt in einem Layer anzubieten. Da könnte man ganz normale 
Schlüssel verwenden und das ganze ganz normal rendern und auswerten. Die 
müssten nur den entsprechenden Zeitraum von der API ziehen und könnten so 
einzelne Historische Karten anbieten. Ganz Filter und der Aufwendigen Suche 
nach undokumentierten Lösungen quer über den Planeten verstreut. Mein Ansatz 
taugt derzeit nur für lokal begrenzte Karten, wo man auch weiß was für und wo 
die Daten liegen.

Gruß
Mirko
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