> Hier in der Gegend würdest du mit deinem Beispiel nicht glücklich > werden. Die Täler sind da oft so eng, daß da kein Weg im Tal verläuft. > Der Weg parallel zum Bach macht da gerne mal viele Höhenmeter bei > teilweise heftigen Steigungen (bis 20% kann man hier schnell mal > finden). ;-)
Hier haben wir das doch selber in der Hand. Wir haben doch praktisch die unbegrenzte Möglichkeit eine Eignung für alle erdenklichen Fortbewegungsmittel zu hinterlegen. Und da wir die Daten auch selber erfassen, kann man die Eignung auch selber einschätzen. Dein Beispiel könnte man z.B. zusätzlich mit mtb scale beschreiben. Sowas kann man noch ausbauen und meinetwegen auf Rennrad etc. zuschneiden. Oder ein Schlüssel der nicht nur innerhalb eines Radtypes abstuft, sondern Radtyp mit Grade verknüpft. Rennrad, City, Touren, MTB. Man müsste dann nur den Router entsprechend zuschneiden und Auswahlmöglichkeiten anbieten. Zum Beispiel: meide wo möglich Haupstraßen, bevorzuge Wege geeignet für MTB und darunter/ bevorzuge Wege Schwierigkeitsgrad ausschließlich MTB, bevorzuge oder meide offizielle Radwege. Das wird dann zwar auch nicht direkt die wirklich absolut perfekte Route ergeben, aber besser als alles bisher da gewesene kann es nur werden. Versuche gab es da schon viele. Aber die konnte man ehrlich gesagt in die Tonne treten. Hier geisterte mal irgendwo ein Link zu so einem Router auf OSM Basis herum. Da hatte ich mal testweise eine Route von Naumburg zu uns nach Roßleben probiert. Da existiert eine direkte Fernradwegverbindung die sogar größtenteils für Rennrad geeignet ist, daneben noch einige andere Wege die gut geeignet sind. Der Router führte einen aber ungleich weitläufiger im weitem südlichem Bogen über Landesstraßen drumherum. Da kannst du ehrlich gesagt auch gleich über die Autobahn routen, ist so wie man hier über die Landstraßen heizt nur geringfügig unsicherer. Beim Radroutung kann es nur besser werden. > Oft will man das wirklich nicht, aber ich bin andererseits auch mal in > Situationen wo ich wirklich nur schnellstmöglich zum Ziel kommen möchte > und > da ist das schon hilfreich sowas zu haben. Routing über Tracks. Da werden immer wieder alle Fortbewegungsmittel in einen Topf geschmissen. Klar macht das routen über Tracks bei einigen wenigen Sinn. Aber eben nicht bei allen. Ein Router der vorwiegend auf Kraftfahrzeuge zugeschnitten ist, braucht Tracks nur dann, wenn es absolut keinen anderen Weg gibt oder das Ziel eben an einem Track liegt. In der Berechnung kann der Tracks die so zwischendurch in die Berechnung geraten zu 1000% rauswerfen, da sind Tracks schlicht überflüssig. Und hier wiederhole ich mich mal wieder. Alles ab Grade 2/3, also nicht asphaltierte oder betonierte Fläche, ist immer nur eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Erfassung. Der Wegzustand ist im ständigen fluss, lässt sich auch nicht vorhersagen. Wo gestern noch eine gute Schotterpiste war, kann übermorgen die Fortskolonne zur Schlacht ausholen und ein Schlammloch hinterlassen, was auch ewig nicht mehr beseitigt wird. Und ich weiß nicht wo andere die Informationen hernehmen um sowas vorher zu sehen. Aber hier sind die mal hier und mal da, ohne das sowas irgendwo öffentlich angekündigt wird. Man kann maximal anhand frischer Fortszeichen erahnen, das hier irgendwann mal was passieren könnte. Wann ist aber unklar. Letztes Jahr waren die Forstzeichen schon im Frühjahr da. Einige Stellen wurden erst im Herbst oder noch garnicht bewirtschaftet. Wann und wie siehst du erst, wenn du mal wieder vor Ort bist, vorm Flatterband oder dem bereits kaputten Weg stehst. Tracktype die älter als 6 Monate sind sollte man eher vorsichtig bewerten, die kann man nicht wirklich zur genauen Planung heran holen. Hier liegen teils noch fette Eichen von Kyrill auf den Wegen. Nach dem jetzigen Winter wird wohl auch wieder massig Verbruch liegen. Das wieder zu kontrollieren geht nicht mal eben. Alleine der Wald hinter mir hat knapp 2000 km Forstwege. Teilweis wirkliche Horrorwege. Das fährt man nicht mal eben zwischendurch ab Alle anderen Transportmittel stehen doch auf einem völlig anderem Blatt. Wer seine Fahrradroute über einen KFZ Router plant, der sich eben nicht oder nur oberflächlich auf die Bedürfnisse vom Radfahrer einstellen lässt, kann doch nicht wirklich erwarten, das man deswegen generell auch Tracks zwischendurch zulässt. Was da rauskommt kann man doch auch schön anhand von LKW Fahrern sehen die PKW Navis nutzen. Da wo die teilweise reinfahren kann das offensichtlich nicht passen. Da zieht auch nicht die Ausrede, das da nicht genügend Schilder stehen. Die waren teilweise früher schlicht nicht nötig, eben weil sich LKW nie dahin verirrten. Das Problem entstand überhaupt erst mit der Nutzung von PKW Navis für LKW. Und da steht eben nicht drin, das da eine Brücke mit maximal 16t und eine Unterführung mit maximal 3m Höhe in der Route stecken. Das sind Sachen die bei einem Navi für Fahrzeuge bis 3,5t keine Rolle spielen. Dafür gibts dann extra Geräte die anhand der Fahrzeugdaten auch sowas berücksichtigen. Gruß Mirko _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

