Am 28. Juni 2010 22:38 schrieb Martin <[email protected]>

> ich halte das nach wie vor für falsch, da es bei Flüssen keine
> Gezeiten gibt, wenn sie nicht in Nähe des Meeres sind. Da wird früher
> oder später jemand kommen und das umwerfen. Nur weil es für Euch keine
> Rolle spielt, was die Ursache der Schwankungen ist, sollte man das
> m.E. trotzdem entweder nicht in einen Topf werfen, oder einen Topf
> nehmen, der für beides passt (z.B. Wasserstandsmessung anstatt
> Gezeitenmessung).
>



Hallo Martin

Du musst Dich bitte einmal gedanklich von Gezeiten lösen. Auch auf Flüssen und 
Kanälen gibt es schwankende Wasserstände. (z.B. eine größere Regenmenge oder 
ein längere Dürre im Sommer. Die Änderungen sind nicht so stark oder so häufig 
wie bei den Gezeiten, aber sie sind da. Die Wasserstände werden zusätzlich 
durch verstellen der Wehre reguliert. Damit dürfte doch Klar sein das auch die 
Binnenschiffer diese Pegel brauchen. Sie sind über das gesamte 
Wasserstraßensystem verteilt und meist in der Nähe von Schleusen zu finden. Für 
Personenschifffahrt sind die Angaben besonders wichtig in Regionen mit sehr 
niedrigen Brücken. Bei der Frachtschifffahrt geht immer um die Ladetiefe. Für 
See und Binnenkarten der Schifffahrt gibt Normen. Solange wir nur Papierkarten 
hatten waren die Begriffe getrennt. Die elektronischen Karten wurden für 
Seeschifffahrt erzeugt, dadurch wurde der Begriff tide_scale für Pegel 
festgelegt. Heute sind wird gerade das elektronische System ECDIS (ENC) von der 
See auf die Binnengewässer transponiert. Da beide Systeme kompatibel sein 
sollen ist auch in den Unterlagen keine unterschiedliche Bezeichnung zu finden.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf (Leo)   

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