Am 29.09.2010 16:57, schrieb Torsten Leistikow:
Deshalb ist der Webdienst zum Anonymisieren auch eine Schnappsidee, denn damit
hat man ja nur ein neues potentielles Datenleck eingefuehrt. Es kann dir keiner
garantieren, dass nicht eben dieser Webdienst deine Daten
speichert/auswertet/weiterleitet bevor er sie anonymisiert.
Ein solcher Webdienst wäre aber schon ein großer Fortschritt.
Auf dem OSM-Server sind alle Tracks mit Datum, Uhrzeit und Waypoints
dauerhaft einem User zugeordnet. Durch den Usernamen, Emailadresse,
Tracks und sonstigen Daten ist eine Zuordnung zur realen Person leicht
möglich. Nicht nur die heutigen Administratoren sondern auch alle
zukünftigen Administratoren, staatliche Stellen mit Gerichtsverfügung
oder Hacker könnten vollen Zugriff auf diese Daten erlangen.
Ein Webdienst würde keinen OSM-Usernamen sondern allenfalls eine IP
erfahren. Eine Zuordnung der einzelnen Tracks zu realen Personen wäre
sehr viel schwieriger. Falls der Betreiber kein Schurke ist, sind die
personenbezogenen Daten unmittelbar nach der Verarbeitung gelöscht. Wenn
jemand später legalen oder illegalen Zugang zum System hat, erfährt er
nichts mehr über vorher bearbeitete Tracks.
Viele Grüße
Stephan
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