Hallo. Am Dienstag 15 Februar 2011, 11:56:22 schrieb Steffen Heinz: > ab wann ist es Sinnvoll die als Stomerzeuger einzutragen?
Die Diskussion dreht sich meiner Einschätzung nach nur noch darum, dass manche Leute eine festgefahrene Meinung haben (Photovoltaik ist Hobby, kommerzielle Kraftwerke müssen was anderes sein). Technisch ist das schlicht und einfach das gleiche. Alle PV-Anlagen einer Stadt zusammen ergeben typischer Weise eine beachtliche Leistung die ein Windrad alleine nicht erreicht. Meiner Meinung nach sollten alle Anlagen die Strom erzeugen [1] bei OSM erfasst werden und zwar als normaler "generator". Wer nur größere Anlagen sehen will, kann ja mit der Leistung filtern. [1]: Die realistischer Weise genug Strom erzeugen können dass eine Einspeisung denkbar ist. Der Gartenzwerg mit 10x10 cm Solarpaneel drauf eher nicht. Der Parkscheinautomat mit Solarbetrieb auch eher nicht. Die Übergänge sind eh fließend, ein paar Beispiele: - Hier gibt es eine halbwegs typische PV-Anlage mit 15 kW - Zudem eine etwas größere PV-Anlage mit 40 kW - Ein Bekannter hat eine recht alte, kleine Biogas-Anlage mit 100 kW - Heutige Biogas-Anlagen (die von außen aber ähnlich aussehen) liefern eher so 500-1.000 kW - Ein Sägewerk hier in der Nähe betreibt 3 Blockheizkraftwerke mit je 5.000 kW - ... Ab wann ist ein Stromerzeuger ein Stromerzeuger? Die Gewerbegrenze (ab da ist man immer ein gewerblicher Stromlieferant) ist 30 kW. Es ist aber schwer vermittelbar, warum ein Doppelhaus bei dem beide Parteien jeweils 15 kW installiert haben anders erfasst werden soll wie ein großes EFH mit einer 30-kW-Anlage. Die Leistung abzuschätzen ist nicht besonders schwer: Ein Modul hat typischerweise zwischen 170 und 220 Watt, je nach Alter. Module zählen ist nicht schwer. Einspeisen werden vermutlich nahezu 99% der Anlagen. Denn man bedenke: Auch wer die neue Eigenverbrauchs-Regelung in Anspruch nimmt, kann als Erzeuger und Verbraucher gesehen werden: Er reduziert ja damit den Bedarf an Netzstrom. Ob da jetzt ein Energieversorger den Zwischenhandel übernimmt oder nicht,, spielt ja keine Rolle. Lediglich reine Inselanlagen die gar keinen Stromanschluss haben würde ich separat betrachten. Die sind aber wirklich sehr selten. Solarthermie und PV abzugrenzen kann (für vermutlich 95% der Anlagen) jedes kleine Kind wenn man sich 1 Minute Zeit nimmt: Typische PV-Module sind aus einzelnen Segmenten aufgebaut, kristallin, schimmern meist bläulich. Solarthermie-Module auf Wohnhäusern sind typischerweise tiefschwarz und nicht glatt sondern haben sichtbare Wasserleitungen. Im Notfall sind falsche Daten immer noch besser als keine Daten. Zumindest meiner Meinung nach. Gruß, Bernd -- Fachbegriffe der Informatik (#213): NT-Fernwartung Microsoft Cordless Wheel Mouse (Auf der CeBit 2001 aufgeschnappt von Moritz Mühlenhoff)
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