Am 04.09.2012 18:35, schrieb Tobias Knerr:
Am 04.09.2012 17:39, schrieb Bernd Wurst:
Ich versteh jetzt die ganze Diskussion nicht.
Die Diskussion entsteht, weil OSRM sich an die Defaults im Wiki hält
(barrier -> kein Durchgang außer anderweitig per access angegeben) und
dieses Verhalten für manche Mapper anscheinend unerwartet ist.
Das ist aber so generalisiert auch totaler Quatsch.
Ein Poller (barrier=bollard) ist per default nicht für jeglichen Verkehr
gesperrt, sondern für Fußgänger und Radfahrer frei üblicherweise.
Bei einem Drängelgatter (barrier=cycle_barrier, wenn ich das richtig im
Kopf habe) ist für Fußgänger access=yes, für Radfahrer kann man
vermutlich drüber streiten, wie ein router das machen soll - aber z.B.
erstmal no; und so weiter.
Das ist aber definitiv nicht für barrier=* einheitlich, das wäre völlig
weltfremd, denn access-Tags werden nunmal nicht flächendeckend
eingetragen, geschweige denn "vollständig", was auch immer vollständig
heißen sollte.
Das liegt vermutlich vor allem daran, dass OSM-Router lange aus
technischen Gründen gar keine barriers auswerten konnten und das Thema
daher nicht aufgefallen ist.
Jede Schranke in diesem Sinne ist normalerweise offen und sollte für das
Routing eventuell zur leichten Abwertung führen aber nicht dazu, dass
die Route nicht benutzt wird.
Schranken "in diesem Sinne" unterscheiden sich im barrier-Wert nicht von
normalerweise geschlossenen Schranken and Parkplätzen, Privatwegen oder
wer weiß wo.
+1, ich denke, eine "üblicherweise offene" und eine "üblicherweise
geschlossene" Schranke sollte man schon unterscheiden, wobei das eben
auch generisch über access=yes|no passieren könnte; alles genauere
regeln im Falle von Schranken meist die Wege vorher und nachher
(Ausnahme: geschlossene Schranke, aber Durchlass für Fußgänger (und
Radfahrer).
(Bahnschranken werden allerdings als Attribut des Bahnübergangs getaggt
und sind daher von dem Problem nicht betroffen.)
In den OSM-Daten sollte eigentlich ein Weg durch eine "normalerweise
geschlossene" Schranke sowieso entsprechende access-Reeln haben wer da
durch darf bzw. dass man da als 08/15-Autofahrer eben nicht durch darf.
Beispiel Waldwege.
Also ich sehe da keinen besonderen Handlungsbedarf außer dass man bitte
OSRM das beachten dieser Objekte wieder abgewöhnen sollte.
Das hieße ja wohl, das Kind mit dem Bade auszuschütten.
Worüber man natürlich diskutieren kann, ist, ob es weniger Fehler
verursacht, (zumindest bestimmte) Barrieren standardmäßig als
durchlässig zu behandeln.
Ein router sollte barrier=* genausowenig einheitlich betrachten wie
highway=*.
Wenn, dann sollte es einen solches standardwert für unbekannte values im
barrier-Tag verwenden, aber in erster Linie sollte man solch unbekannte
values notieren/loggen und zur Korrektur vorschlagen.
Dass Barrieren an sich aber im Routing berücksichtigt werden sollen, ist
aber doch keine Frage. Es gibt schließlich Barrieren, wo der Weg davor
und dahinter regulär befahrbar sind, nur die Durchfahrt wird blockiert.
Da helfen dann die access-Regeln an den Ways nicht weiter.
+1
Gruß
Peter
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