[EMAIL PROTECTED] on Tue, Sep 19, 2000 at 07:38:03AM +0200
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On Tue, Sep 19, 2000 at 07:38:03AM +0200, Martin Schmitt wrote:
> * Bjoern Pfeiffer ([EMAIL PROTECTED]) wrote/schrieb:
> 
> > Wie kann ich denn dem vim sagen, da� er mir die Zeilen im
> > mailmode (aus mutt heraus) von selbst umbrechen soll? Immer
> > von Hand Return einzugeben wird mir auf die Dauer irgendwie
> > zu dumm.
> 
> Ich hab ne extra .mutt-vimrc, in der steht z.B.:
> 
> set wrap set wrapmargin=5
wrapmargin setzt doch den Abstand vom rechten Bildschirmrand,
auch -  wenn der gerade mal maximiert ist!? Ich glaube, ich fahre
da mit "set textwidth=65" besser.  Mich w�rde nur noch
interessieren, wie ich { und } (Paragraphen rauf/runter springen)
und die anderen "Beweger" dazu bringen kann, ^> und ^>> zu
ignorieren. Mit gq } l��t sich n�mlich mit meinem setup ganz nett
blockweise formatieren. Jemand eine Idee? 
> [...]
> 
> Der Aufruf in der .muttrc sieht dann so aus:
> 
> set editor="vi -N -u ~/.mutt-vimrc -c '/^$'"
> 
> Das "-c" hinten l��t den Cursor zur ersten Leerzeile springen.
> Sehr praktisch, wenn man standardm��ig "set edit_hdrs" aktiv
> hat, aber nur selten was am Header editiert.

'/^$' ist echt toll -> hab ich gleich �bernommen und klappt
wunderbar, Danke! :-) 

Mit -u <AndereViRC> resetted vi aber alle anderen
Voreinstellungen... man m��te die also abfragen und dort sourcen
(der Ort derist ja wahrscheinlich einkompiliert) oder alles
n�tige da rein pasten... n�, lieber nich.

Mein Entrag in .muttrc lautet jetzt also: set editor="vi -c 'set
wrap lbr showbreak=--> textwidth=65' -c '/^$'"

 
> Wenn Dir beim Einf�gen eines einger�ckten Clipboard der Text
> abhaut, hast Du "autoindent" aktiv.  
> 
> -> :set noai

Nope. Auch dann noch. Das Problem gibt es vor allem peim
gpm-pasten aus netscape (und manchen Konsolen). :insert tut es
aber: mittlere Maustaste, Escape und gl�cklich sein.  (andere
Frage: Gibt's eine Tastenkombination, die den Button2 ersetzt?)

> Mein Projektleiter auf der Bank ersetzt bis zum n�chsten
> Leerzeichen mit "cE", ich habe mir "ct " angew�hnt. 
ct tut bei mir gar nichts, ich mache immer (c)hange (w)ord.
> Ich verwende beim �ndern der Einr�ckungsebene (es soll
> klassische vi's geben, die das nicht automatisch erkennen) "^D"
> und "^T" im Einf�gemodus, er dr�ckt auf Escape und r�ckt mit
> "<<" und ">>". 
^T macht bei mir schon wieder keinen Effekt - ^ ist doch der
Zeilenanfang?

> > Der emacs ist zwar auch genial, aber ich finde vi  noch eine
> > Spur benutzerfreundlicher und intuitiver in der Bedienung
> > (... und das ist �brigens mein voller Ernst!). Und irgendwie
> > kommen die Farben im vi auch besser r�ber, als im emacs (und
> > vor allem kann der die auch auf tty).
> 
> Ich hab doch die ganze Zeit gesagt: VI ist ein total
> benutzerfreundlicher Editor, der einer D�monisierungskampagne
> zum Opfer gefallen ist. :-)
Jap.  Das Beste an Linux ist immer noch die bash. TAB und die
Pfeiltasten rauf/runter fand ich von Anfang an einfach genial.

Und dann, im KDE der SuSE 6.2, das krasse Gegenteil von solchem
Luxus. Und leider hat sich daran ja nicht viel ge�ndert.  

GUI != Komfort

Nimm mal einen blutigen Anf�nger im Umgang mit PCs und setz ihn
vor eine Windows/KDE -Kiste  -- da mu�t er  dann erst mal lernen,
die Maus zu bedienen (das ja ist wirklich nicht einfach, zu
Anfang) und sich irgendwie in dem zurechtzufinden, was ihm da vor
die Nase gesetzt wird. 

Setz ihn vor eine shell, die du mit ein paar hilfreichen aliasen
und scripten versehen hast, zeig ihm/ihr die Magie der Tabulator
Taste und der Pfeiltasten, und er/sie wird in kurzer Zeit sehr
viel weiter kommen. 

Ich finde es jedenfalls sehr viel intuitiver/direkter an einem
prompt "mail" einzugeben, oder "sendmail", "fetchmail", usw, als
ein Icon mit einem gro�en N drauf zu klicken und zu warten, was
passiert.

Irgendwie macht es mich fast ein bi�chen w�tend zuzusehen, wie
das Beste an diesem OS so schlecht verkauft wird. M$ gewinnt doch
noch wenn ihre Doktrin von Benutzerfreundlichkeit sich auch in
dieser Welt durchsetzen sollte. Und die vielgescholtenen
Windows-Umsteiger wollen garantiert keinen billigen Abklatsch
davon sehen, was sie schon kennen. 
Gerade KDE ist aber recht gut darin, einem das vorzumachen, aber
halt (noch) nicht so gut darin wie das Original. Das eigentlich
Spannende kriegen die aber gar nicht mit, weil es mittlerweile ja
zielstrebig hinter einem Haufen kleiner Gizmo-Progs verborgen
wird und sich so viel billiger Abklatsch in den Vordergrund
dr�ngt. Es soll mir mal einer erkl�ren, warum es in Linux soviele
Clones von so miserablen Programmen wie dem Windows-Notepad gibt:
Wer zum Teufel braucht z.B. sowas wie kedit? 

Mein Favorit seit ein paar Wochen ist �brigens wmaker. Sowas wie
"Enlightenment-Ultra-Leicht". Hat nur 2-3 eingebaute Gizmos, die
aber sehr praktisch sind und sehr einfach zu handhaben, und sieht
ansonsten einfach nur sehr gut aus (und startet �brigens in -le
3'').  

Falls also noch jemand Urlaub braucht vom GUI-Overkill:
echo "exec wmaker" > ~/.xinitrc

Ciao&CU
Bj�rn.

-- 

 \|/
    t(h)ree
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PUG - Penguin User Group Wiesbaden - http://www.pug.org

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