[EMAIL PROTECTED] - Digest     Sunday, October 8 2000     Volume 01 : Number 132




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Date: Sun, 8 Oct 2000 11:45:19 +0200
From: Sebastian G�ndisch <[EMAIL PROTECTED]>
Subject: [PUG] remote Befehle ausf�hren

Hi Leute

Es ist nicht direkt ein Problem, aber ein nettes Feature.
Ich w�rde gerne aus einem Script heraus auf einem anderen Rechner andere
Scripte bzw Befehle ausf�hren, ohne mich von Hand �ber Telnet oder SSH auf dem
Rechner einzuloggen u.s.w. .
Kennt jemand von euch einen "�blichen" Weg oder Tools oder Ideen. 

Bis jetzt habe ich versucht bei SSH den Befehl einfach beim Aufruf hinten dran
zu h�ngen. Ist auch so vorgesehen, nur leider verlangt er dabei immer die
interaktive Eingabe des Passwortes. Ich komme einfach nicht weiter.

Danke 

Sebastian

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Date: Sun, 8 Oct 2000 15:03:23 +0200
From: [EMAIL PROTECTED] (Max Penk)
Subject: [PUG] Partitionieren, Formatieren

Hallo Listen-Leser!

Ich habe derzeit eine Festplatte mit 30,5 GB und eine mit 37,5 GB. Beide
sind IBM EIDE Platten.
Nun m�chte ich folgende OS's zum laufen bringen: Windows ME zum spielen und
f�r Multimedia, Windows 2000 zum Administrieren von unserem schulnetzwerk
und zum �ben :) und nat�rlich SuSe Linux 7.0. Linux brauche ich zum beispiel
als router oder als firewall. DA ich noch nicht so der Linux-freak bin
wollte ich das auch ein bisschen �ben.
So, wie ist es am sinnvollsten den Platz zu verteilen? Die 37,5 GB platte
sollte eigentlich nur f�r die beiden Os's von der Firma aus Redmond
reserviert sein.
Evt. w�re es auch gut zu wissen, in welcher reihenfolge ich die os's
installieren soll und ob ich bei der ins. von linux noch irgend etwas
anderes beachten muss?

Vielen dank schonmal :o)

Herzlichen Gru�,
Max

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live bei NBC EUROPE

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Date: Sun, 8 Oct 2000 16:51:20 +0200
From: Sebastian G�ndisch <[EMAIL PROTECTED]>
Subject: Re: [PUG] Partitionieren, Formatieren

> Ich habe derzeit eine Festplatte mit 30,5 GB und eine mit 37,5 GB. Beide
> sind IBM EIDE Platten.

respekt!

> So, wie ist es am sinnvollsten den Platz zu verteilen? Die 37,5 GB platte
> sollte eigentlich nur f�r die beiden Os's von der Firma aus Redmond
> reserviert sein.

Soweit kein Problem. Du solltest vieleicht beachten da� jede Systempartition
die booten will, unter 1024 Cylindern liegen mu�. Ist bei jeder Platte anders,
wie man das rausbekommt wei� ich allerdings nicht, habe bis jetzt immer Gl�ck
gehabt. Mit jeweils 2GB Partitionen f�r ME und Win2K klappt das auf jeden Fall.
Du kannst bestimmt mitlerweile 4GB und gr��er w�hlen. Dazu w�rde ich noch eine
oder mehrere gemeinsamme Datenpartitionen anlegen mit einem Dateisystem das
beide kennen. Ich w�rde alle Bootpartitionen auf die erste Platte legen, auch
wenn du bei Linux nur "/boot" auf eine kleine 5-10MB Partition legst. Ich wei�
nicht wie gut es klappt, wenn man von mehreren Partitonen bootet. Vieleicht
wei� noch jemand anderes was dazu...

> Evt. w�re es auch gut zu wissen, in welcher reihenfolge ich die os's
> installieren soll und ob ich bei der ins. von linux noch irgend etwas
> anderes beachten muss?

Ich habe nur Erfahrung mit Win98 und NT40. Da galt die Regel:
1. Win98
2. NT40
3. Linux

Win98 und NT waren jeweils auf prim�ren Partitionen am Anfang der Platte, den
Rest, auch Linux, habe ich auf Erweiterte Partitionen verteilt. Das war
wichtig, da sich win98 und NT nicht so gut vertragen haben. z.B. konnte NT
nicht booten wenn win98 auf Fat32 gelagert war. Damit brauchst auch einen
ordentlichen Bootmanager der das alles zusammenbringt. Lilo ist da f�r mich
immer noch die beste Wahl, auch wenn er keine "grafische" Oberfll�che hat.

Es ist nicht so wirklich sortiert was ich aufgeschrieben habe, vieleicht ist
was dabei f�r dich.

Sebastian

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Date: Sun, 8 Oct 2000 20:17:06 +0200
From: Martin Schmitt <[EMAIL PROTECTED]>
Subject: Re: [PUG] Partitionieren, Formatieren

* Sebastian G�ndisch ([EMAIL PROTECTED]) wrote/schrieb:

> respekt!

Mein Lieber!

- -- 
                   A day without sunshine is like night.

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Date: Sun, 8 Oct 2000 20:54:41 +0200
From: Martin Schmitt <[EMAIL PROTECTED]>
Subject: [PUG] Re: =?iso-8859-1?Q?=5BPUG=5D_remote_Befehle_ausf=FChren?=

* Sebastian G�ndisch ([EMAIL PROTECTED]) wrote/schrieb:

> Es ist nicht direkt ein Problem, aber ein nettes Feature.
> Ich w�rde gerne aus einem Script heraus auf einem anderen Rechner andere
> Scripte bzw Befehle ausf�hren, ohne mich von Hand �ber Telnet oder SSH auf dem
> Rechner einzuloggen u.s.w. .
> Kennt jemand von euch einen "�blichen" Weg oder Tools oder Ideen. 

Stehen beide Rechner im selben freundlichen Netz, oder hast Du ein
feindliches Netz (Internet) dazwischen?

Wenn sie im selben Netz (z.B. zuhause) stehen, dann per /etc/hosts.equiv
daf�r sorgen, da� die R-Kommandos ohne Kennwort gehen, und dann die
gew�nschten Befehle per rsh starten. So starte ich hier Fetchmail:

        xterm -e rsh betty fetchmail -van

Auf dem Server (betty) steht in /etc/hosts.equiv einfach der Name meiner
Workstation. 

Schlechte Methode. Nur f�r Null-Sicherheit wie zuhause geeignet.

Hinweis: Was jetzt kommt, ist viel einfacher und benutzerfreundlicher, als 
es aussieht, also bitte geduldig lesen und schrittweise ausprobieren. ;-)

Wenn das ganze sicherer sein soll, brauchst Du SSH mit RSA-Authentication.
Das ist ein Challenge-Response Verfahren mit asymmetrischer
Verschl�sselung, f�r das Du dann nat�rlich ein Paar aus privatem und
�ffentlichem Schl�ssel ben�tigst.

Dazu erzeugst Du Dir mit "ssh-keygen" ein Schl�sselpaar. Den �ffentlichen
Schl�ssel h�ngst Du auf dem entfernten Server an die Datei
~/.ssh/authorized_keys. Dann sorgst Du daf�r, da� der entfernte Server
RSA-Authentication durchf�hrt. In der sshd_config mu� dazu dort stehen: 

        RSAAuthentication yes

Wenn Du Dich jetzt per SSH auf den entfernten Server verbindest, solltest
Du nach der Passphrase f�r den RSA-Key, und nicht mehr nach Deinem Kennwort
gefragt werden. Wenn in der Abfrage "RSA" steht, ist alles in Ordnung.

Die einfache Methode, kein Kennwort mehr einzugeben, w�re jetzt, das
Kennwort per ssh-keygen zu "nullen", also f�r den privaten Schl�ssel keine
Passphrase mehr zu haben. Diese Methode saugt aber. Wer die Schl�sseldatei
in seinen Besitz bringt, kann sich dann f�r Dich ausgeben. Wenn Du das 
machen willst, findest Du am besten per man ssh-keygen raus, wie es geht. 
:-) 

Es geht aber auch richtig geil (sorry...): Man kann einen sogenannten
SSH-Agent starten. Dem gibt man einen Kindproze�, z.B. eine Shell, mit. Das
geht z.B. so:

        $ ssh-agent bash

Dann l�uft der Agent. Dem laufenden Agent kannst Du nun das Kennwort f�r
Deinen RSA-Key anvertrauen, indem Du in der von ihm gestarteten Shell den
Befehl "ssh-add" aufrufst:

        $ ssh-add
        Need passphrase for /home/martin/.ssh/identity
        Enter passphrase for [EMAIL PROTECTED]: 
        Identity added: /home/martin/.ssh/identity ([EMAIL PROTECTED])

Wenn Du jetzt in der unter dem SSH-Agent laufenden Shell "ssh" oder "scp"
aufrufst, wirst Du nicht mehr nach dem Kennwort gefragt. Der SSH-Agent wei�
es schon.

So ist das aber langweilig, weil man ja immer "ssh-agent bash" starten mu�.
Das Maximum an Coolness ist erreicht, wenn der ssh-agent der Parent-Proze�
aller Fenster auf Deinem Desktop ist. Also, in ~/.xinitrc folgendes
reinschreiben (es folgt auszugsweise meine xinitrc):

        WM=enlightenment
        exec ssh-agent $WM

Alle Prozesse in Deiner X-Umgebung sind jetzt also Kinder des SSH-Agent.
Jetzt mu�t Du nur noch einmal (am besten irgendwie per Autostart) ssh-add
ausf�hren, wenn Du Dich in X anmeldest. Danach wird Dein SSH-Kennwort in 
JEDEM xterm bekannt sein, das Du in der laufenden Sitzung startest.

ssh-add hat auch ein X-Interface. Dazu einfach die Eingabe aus /dev/null 
umleiten: 

        ssh-add < /dev/null

Wenn eh kein Terminal mit SSH-Add asoziiert ist, kommt der X-Dialog auch
ohne die Umleitung.

> Bis jetzt habe ich versucht bei SSH den Befehl einfach beim Aufruf hinten dran
> zu h�ngen. Ist auch so vorgesehen, nur leider verlangt er dabei immer die
> interaktive Eingabe des Passwortes. Ich komme einfach nicht weiter.

So kommst Du garantiert weiter. Ich hole per SSH-Tunneling meine Mails per
POP3 ab, ohne irgendein Kennwort einzugeben, und meine Terminals auf den
ganzen Servern, die drau�en stehen, poppen alle nach dem Anklicken ohne
Kennwortabfrage auf. Der ssh-agent ist die beste Erfindung seit dem
geschnittenen Brot.

�ber diesen Befehl starte ich aus dem Enlightenment-Men� eine Shell auf dem 
PUG-Server, und mu� kein Kennwort mehr eingeben:

        xterm -title tux.pug.org -e ssh tux.pug.org

Es lohnt sich �brigens, sich dann auch gleich noch mit "xscreensaver"
auseinanderzusetzen, damit der Bildschirm automatisch gesperrt wird. ;-)

- -martin

- -- 
I haven't lost my mind; I'm sure it's backed up on tape somewhere!

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End of [EMAIL PROTECTED] - Digest V1 #132
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