On Mon, Nov 27, 2000 at 23:47:28 +0100, Klaus Klein wrote:
> Sebastian Guendisch wrote:
> 
> > Gute Nachriten!
> > Endlich l�uft das gut Quake3 bei mir. 
> 
> Kannst Du die ganze Erfolgsstorie nochmal zum nachlesen zusammenschreiben?

Naja, Erfolgsstory kann man es ja kaum nennen. Eher ein Rennen mit
Hindernissen :) Aber ok:

1.1 XFree 4

Es war ein mal ein Debiansystem ohne XFree 4.... Wie man Xfree installiert
ist eigentlich egal. Am besten man besorgt sich die Pakete vom
Distri-Hersteller. SuSE hat auf dem ftp Server extra Pakete f�r alle SuSE
Versionen bis zur 6.1 hinunter. Ist auf der Homepage gut beschildert, wenn
man auf Download geht. Bei Debian kann man sich mit apt-get die Pakete
holen, wenn man auf unstable umstellt und den task f�r X neu installiert,
oder nat�rlich �ber ftp die Dateien holen. Ich glaube nicht da� man da
etwas gro�artig falsch machen kann. Ich wei� zwar nicht was es mit dem
Fontserver auf sich hat, nur er ist mit Vorsicht zu genie�en. Bei mir hat
er schon mal das System beim Booten lahmgelegt. Wenn man allerdings die
Quellen herunterl�d, sollte man sich gut �berlegen, da� die
Distri-abh�ngigen Scripte zum Starten von X nicht mehr greifen. Dann ist
mehr Handarbeit angesagt. Kann allerdings nicht soviel dazu sagen, da es
sehr auf die Distri ankommt und ob man �ber xdm (kdm,gdm) startet oder
nicht.

1.2 Konfiguration von X

Das Konfigurieren von XFree4 ist bei jeder Distribution unterschiedlich.
Bei SuSE wird sax2 mitgeliefert. Was auf jeden Fall funktioniert, ist das
"XFree86 -configure". Damit wird in das "/root" Verzeichnis eine
"XF86Config.new" geschrieben, die bereits die wichtigsten Parameter
enth�lt. Diese mu� nur noch in "/etc/X11/XF86Config" kopiert und die
richtigen Aufl�sungen eingetragen werden. Spracheinstellungen usw. verrate
ich jetzt nicht (auf Anfrage).
XF86Setup funktioniert auch in manchen f�llen. Da sollte man ihm den
Willen lassen und SVGA als Server w�hlen, sonst wird das Ding echt stur.

2.1 Installation von Nvidia Treibern

So nun ist XFre4 installiert. Man braucht jetzt zwei Pakete von der Nvidia
Homepage: (findet man ganz normal unter support/treiber/linux)
NVIDIA_GLX-0.9-5.tar.gz
NVIDIA_kernel-0.9-5.tar
Es gibt auch Pakete f�r Redhat und Mandrake. Da er�brigt sich der n�chste
Abschnitt. Achtung!: Richtige Karte ausw�hlen.

Die Pakete entpacken sich in eigene Verzeichnisse. Im Verzeichnis
NVIDIA_GLX mu� man nur ein "make" ausf�hren und die Dateien landen im
richtigen Verzeichnis.
Bei NVIDIA_kernel ist es ein �bliches "make" und "make install", also wird
es richtig compiliert. Der Compiler erwartet zumindest die Kernel-Header
unter "/usr/src/linux". Entweder einen passenden Link setzen, oder
umbenenen (installieren nicht vergessen:). Es sollte jetzt ein Modul mit
dem Namen "NVdriver" in Verzeichnis "/lib/modules/2.2.x/video/" existieren.
Ob man es �ber ein init-Script startet oder in /etc/modules.conf einen
Alias auf die Major-Number legt, bleibt einem selbst �berlassen. Es sollte
auf jeden Fall geladen werden.

2.2 Konfiguration von Nvidia Treibern

Jetzt kommt der Trick bei der ganzen Sache. Die Datei XF86Config wird
folgenderma�en editiert:

Section "Module"
#       Load  "GLcore" <- Wichtig, da� es nicht geladen wird, sonst Mecker
        Load  "dbe"
        Load  "dri"
        Load  "extmod"
        Load  "pex5"
        Load  "record"
        Load  "xie"
        Load  "glx"
EndSection

Section "Device"
        Identifier  "Card0"
        Driver      "nvidia" <- wichtig
        VendorName  "NVidia"
        BoardName   "Riva TNT"
        BusID       "PCI:1:0:0"
        Option  "OverridePolarity" "1" <- hat sonst auch gemeckert
                                          ist f�r unseren Fall nicht 
                                          zwingend notwendig
EndSection

Jetzt sollte der Nvidia beschleunigte Xserver bereits starten. Die 3D
Beschleunigung funktioniert erst richtig, wenn man einen Link von
"/usr/X11R6/lib/moudules/extensions/libglx.a" auf
"/usr/X11R6/lib/modules/extensions/libglx.so" macht. Die alte Datei
libglx.a kann man ja vorher nch libglx.a.old sichern.

Es ist sehr hilfreich wenn man die Logdatei "/var/log/XFree86.0.log" immer
beobachtet. H�tte mir auch ein paar Tage Frust erspart :)

So das war sehr ausf�hrlich. Wenn Fragen �brigbleiben....

Sebastian

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