Hi Martin,
bei so einem "Provider" hat man ja noch Glück, dass da überhaupt was kommt:
Wenn das Netzwerk
mangels Redundanz und einem Bagger, der zu tief gegraben hat, weg ist, dann
kommt da nichts mehr.
Wenn man dann noch das "Glück" hat, dass die Nameserver (s und p) am gleichen
(physk.) Netz hängen,
dann kommt als einzige Meldung nur noch ein Timeout des Nameservers.
Gestern gab es in der Firma sozusagen ein Schlüsselerlebnis: Ein Provider ruft
an, weil er an einem
Peering interessiert ist. Hört sich erstmal alles interessant an. Die Frage
nach seinem AS konnte
er jedoch nicht beantworten. BGP4: Was ist das ? Das Peering Gesuch wurde
daraufhin
abgeleht.
Diese Dinge braucht ein Internetuser, oder Serverbetreiber nicht unbedingt zu
wissen, aber
ein Unternehmen, das sich Internetprovider nennt und auch Hosting anbietet,
sollte schon
wissen, wie sein Netzwerk seinen Weg zu anderen Providern findet.
Es gibt dann aber eben solche Provider, die mieten bei Telekomik oder anderen
Carrier
eine (!) Standleitung und hoffen, dass diese niemals ausfällt.
Hier einmal ein paar Zahlen, über die man nachdenken sollte:
Provider A bietet eine Verfügbarkeit von 98,5%: macht 7884 min. oder 131,4h
Ausfall / Jahr
Provider B bietet eine Verfügbarkeit von 99,9%: macht 526,6 min. oder 8.76h
Ausfall / Jahr
Provider C bietet eine Verfügbarkeit von 99,99%: macht 52.56 min. / Jahr
Fall A ist die Regel. Provider vom Typ B gibt es nur ganz wenige, denn sowas
bekommt
man nur mit SDH Ringen auf Glasfaserbasis hin.
Fall C schafft man allenfalls nur nährungsweise mit Multihoming, hier sind
auch nur
99.95% realistisch. In DE gibt meines Wissens nur 2 Carrier, die 99.99%
schaffen, und das auch nur im Backbone (nein, nicht die Dt. Telekom...)
Cu
Christian
Martin Schmitt wrote:
> Im Moment sieht man bei jedem dritten URL, den man eingibt, den folgenden
> Text:
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