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Jetzt ist die Katze aus dem Sack: In einer Telefonkonferenz mit Industriepartnern, darunter Computer Associates, Hewlett-Packard und IBM, haben die CEOs von Caldera, Conectiva, SuSE und TurboLinux weitere Details der United Linux[1]-Initiative preis gegeben. Wichtig war den Beteiligten offenbar, den Eindruck auszur�umen, United Linux sei gegen Red Hat[2] gerichtet: Die Initiative stehe allen Linux-Distributoren und anderen Unternehmen offen, die sich f�r Linux engagieren. So habe man Red Hat bereits zur Teilnahme aufgefordert und auch schon mit Unternehmen wie Sun gesprochen. Um United Linux m�glichst schnell auf den Weg zu bringen, habe man sich allerdings in der Planungsphase auf vier Unternehmen beschr�nkt. Die beteiligten Firmen versprechen sich Vorteile in verschiedener Hinsicht. Zum einen k�nne man durch die gemeinsame Arbeit an einer Code-Basis Entwicklungsressourcen und damit Geld sparen. Zum anderen schaffe man mit United Linux eine gemeinsame Basis f�r Hardware- und Software-Zertifizierungen, was Firmen wie Computer Associates oder IBM nat�rlich begr��en. SuSE und Conectiva sehen United Linux zudem als Chance, in M�rkte vorzusto�en, wo diese Unternehmen bislang nicht pr�sent sind; TurboLinux will sich weiterhin auf den asiatisch-pazifischen Raum konzentrieren. Die Zusammenarbeit wird sich sich dabei weit gehend auf die Arbeit an der Distribution beschr�nken: Ihre Gesch�fte wollen die Unternehmen weiterhin unabh�ngig voneinander betreiben. Wie Gerhard Burtscher von SuSE erl�utert, profitieren die Firmen vor allem davon, portenziellen Kunden ein Produkt anbieten zu k�nnen, dass weltweit erh�ltlich ist. SuSE spielt bei United Linux eine herausgehobene Rolle: Der deutsche Linux-Distributor �bernimmt im Entwicklungsprozess die Rolle des Integrators; ein Gro�teil der Entwicklung soll in N�rnberg stattfinden. Hilfreich d�rften dabei die ehehmaligen Caldera-Entwickler[3] sein, die jetzt bei SuSE ein neues Zuhause gefunden haben. Die Version 1 von United Linux wird zu gro�en Teilen auf dem SuSE Enterprise Server basieren, wobei Know-How der anderen Partner einflie�t. So verf�gt Conectiva �ber Erfahrungen im Bereich Hochverf�gbarkeit; TurboLinux kann die Lokalisierung f�r den asiatischen Sprachraum einbringen. Die Distributoren wollen United Linux unter ihren eigenen Marken, aber mit einem "Powered by United Linux"-Logo und aufgewertet durch Add-Ons anbieten. Dabei richtet sich United Linux ausschlie�lich an Unternehmenskunden und zielt klar auf den Servereinsatz: Eine Workstation-Version von United Linux ist zurzeit nicht geplant. SuSE und Conectiva werden ihre Endkundenversionen unabh�ngig von United Linux weiterentwickeln. Auch bei der unterst�tzten Hardware bemerkt man die Ausrichtung auf Business-Kunden und Server: United Linux wird bereits mit dem ersten Release Ende des Jahres auf x86-32, allen IBM-Plattformen sowie den 64-Bit-Prozessoren von Intel und AMD laufen. Die gemeinsame Distribution soll vollst�ndig LSB-kompatibel sein, jedoch deutlich mehr umfassen, als der Linux Standard Base vorschreibt. Tats�chlich war das langsame Voranschreiten der LSB-Bem�hungen mit ein Grund, warum die beteiligten Distributoren, aber auch Firmen wie IBM oder HP United Linux f�r notwendig halten, um f+r Software- und Hardware-Anbieter eine ausreichend standardisierte Umgebung zu schaffen. So wird United Linux bei allen Anbieter denselben Kernel haben, imstalliert wird mit Yast2, es wird einen Standard-Desktop -- KDE und Gnome geh�ren fest zum Softwareumfang -- sowie �berall gleiche "grundlegende Administrationswerkzeuge" geben. Desktopanwendungen sind ausdr�cklich nicht vorgesehen. Die Quelltexte von United Linux werden frei verf�gbar sein, nicht jedoch die Binaries der Distributoren. Die Entwicklung soll mit Unterst�tzung der Open-Source-Community erfolgen: Ein noch einzurichtendes "technical advisory commitee" wird Feedback von Anwendern und Entwicklern sammeln und in das gemeinsame Linux einflie�en lassen. (odi[4]/c't) URL dieses Artikels: http://www.heise.de/newsticker/data/odi-30.05.02-000/ Links in diesem Artikel: [1] http://www.unitedlinux.com [2] http://www.heise.de/newsticker/data/odi-29.05.02-000/ [3] http://www.heise.de/newsticker/data/anw-09.05.02-003/ [4] mailto:[EMAIL PROTECTED] -------------------------------------------------------------------- Copyright 2002 by Verlag Heinz Heise ---------------------------------------------------------------------------- PUG - Penguin User Group Wiesbaden - http://www.pug.org

