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Sehe ich da nicht eine wei�e Flagge in Ballmers Hand?
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Steve Ballmer sieht Linux als Motor f�r Microsoft

Vor gut einem Jahr hatte Steve Ballmer Linux als "Krebsgeschw�r[1]"
bezeichnet, das "in Bezug auf geistiges Eigentum alles bef�llt, was es
ber�hrt". Ob sich seine Einstellung zu Open Source ge�ndert hat, ist nicht
�berliefert. In seiner Keynote zur Konferenz Fusion 2002[2] in Annapolis
hat der Microsoft-Chef nun jedenfalls einen anderen Ton angeschlagen. "Das
Ph�nomen Linux zeigt uns, dass wir sehr effizient arbeiten und sehr
professionell im Umgang mit den Kunden sein m�ssen. Das erwarten unsere
Partner von uns."      

 Das Open-Source-Prinzip l�utet f�r Ballmer eine neue �ra der Konkurrenz
ein. Zuvor hatte es der Redmonder Riese mit Branchengr��en wie Novell,
Lotus, Sun, Oracle und IBM zu tun, die er, wie Ballmer es ausdr�ckt, durch
eigenes Vorbild zum Wohle der Verbraucher zu niedrigeren Preisen bei mehr
Leistung antrieb.

Linux ist f�r Ballmer nun ein "einzigartiger" Konkurrent. Er garnierte
seine Ausf�hrungen, f�r seine Verh�ltnisse ungew�hnlich, mit einem
Versprecher: "Wir haben nicht durchdacht, wie wir weniger Kosten als Linux
verursachen k�nnen." Daraufhin erschall laut Microsoft-Protokoll Gel�chter
im Publikum. Schnell korrigierte sich Ballmer: "Geringerer Preis, meinte
ich. Wir k�nnen weniger Kosten verursachen, aber wir k�nnen keine
niedrigeren Preise bieten." Der Versprecher l�sst nat�rlich
Interpretationsraum nach Freudschem Muster.

Davon abgesehen scheint sich Ballmer mit seinem Konzern nun ernsthaft an
Linux messen zu wollen: "Fr�her konnten wir uns darauf berufen, mehr
Funktionen, mehr Leistung, Benutzerfreundlichkeit und einen geringeren
Preis zu bieten. Durch Linux m�ssen wir mit dem vergleichsweise h�heren
Preis leben, aber auch sehen, dass wir Zusatznutzen bieten." Dieser soll
zum Beispiel in den nun f�r Mitte 2003 angek�ndigten neuen Versionen von
Microsoft Exchange[3] und Office[4] stecken. (anw[5]/c't)

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