Hallo Liste, vor dem Fr�hst�ck aus der Frankfurter Rundschau: "Die Linuxworld im Wandel: Erstmals warb Erzrivale Microsoft auf der Messe f�r Windows
Von Rachel Konrad (San Francisco) Vorbei ist's mit der Idylle bei Linux. "Auf der ersten Messe waren vor allem Freaks. Dann kamen einige Jahre Freaks und Anzugtr�ger. Jetzt gibt es mehr Anzugtr�ger als Freaks", sagt Brooke Selby, eine Sprecherin des Veranstalters der Messe Linux World in San Francisco. Und noch etwas ist diesmal anders: Auch Erzrivale Microsoft reiste an. Stand 1390, wenige Meter von IBM und Suse Linux entfernt, wirbt f�r den Windows-Konzern. Die offizielle Liste der Anbieter vermerkt: "Dieser Aussteller ist gegenw�rtig keiner Produktkategorie zugeordnet." Einige Linux-Anh�nger irritiert die Entwicklung. David Reid, ein 18-j�hriger Computerfreak, erinnert sich gut an die Anf�nge, als die Szene weitgehend unter sich war und fast jeder in abgewetzten Jeans und T-Shirts herumlief. Nun kommt sich Reid unter all den geb�gelten Hemden der Verk�ufer und Werbeleute fast verloren vor. Die �u�erlichen Ver�nderungen spiegeln den Wandel wider, die Linux durchmacht: vom Betriebssystem f�r Hacker und Akademiker zum ernsthaften Konkurrenten f�r Microsoft und dessen Windows-Produkte. Im Jahr 1992 setzen tausend Leute weltweit Linux ein; heute sch�tzen Marktforscher die Zahl auf 20 Millionen. Inzwischen bietet der US-Handelskonzern Wal-Mart im Internet Computer mit vorinstalliertem Linux f�r 299 US-Dollar an; Gro�unternehmen stellen ihre Gesch�ftsstrategie auf Linux ab, und Analysten halten das freie Betriebssystem, das Vorzeigeprojekt der Open-Source-Bewegung, f�r so ausgereift, dass sie es als Unternehmensanwendung einstufen. Selbst Sun Microsystems, das mit Solaris ein eigenes Unix-Betriebssystem verkaufen will, passt sich dem Linux-Trend an. Firmenchef Scott McNealy k�ndigt Linuxserver an. IBM ist da schon weiter: Die Nummer Eins der Branche betreut nach eigenen Angaben mehr als 4600 Linux-Projekte von Kunden. Warum Linux so attraktiv ist, zeigt sich bei IBM selbst. Mit der Umstellung des internen E-Mail-Verkehrs auf Linux-Rechner spart die Firma nach eigenen Angaben mehr als zehn Millionen US-Dollar - j�hrlich. Trotz mancher Skepsis, mit der Linux-Fans den Trend betrachten, �berwiegt der Optimismus. Windows sei, wie ein Auto mit Automatikgetriebe zu fahren, sagt der 18-j�hrige Zack Morris - und das bereite schlicht weniger Spa� als Touren in Fahrzeugen mit Schaltgetrieben. Wer einmal mit Schaltung gefahren sei, wolle nie wieder etwas anderes. Deshalb werde auf seinem Computer nie Windows laufen." Gr��e, Michael Bischof ---------------------------------------------------------------------------- PUG - Penguin User Group Wiesbaden - http://www.pug.org

