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zu m�de, ihn zu verstehen :-/
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Streit um offenes Office: Ende offen



 Das Dokumentenformat hinter dem von Sun[1] offengelegten OpenOffice[2]
ger�t ins Kreuzfeuer der Industrieinteressen.      

 Am gestrigen Donnerstag formierte sich in der haupts�chlich
Industrie-getragenen, nicht-kommerziellen Organisation for the Advancement
of Structured Information Standards (OASIS)[3] ein Arbeitskreis[4], der ein
offenes, XML-basierendes Dateiformat f�r Office-Anwendungsprogramme
hervorbringen will. Den Kern des neuen Standards wird aller
Wahrscheinlichkeit nach das von Sun beigesteuerte OpenOffice-Format bilden;
nicht umsonst stellt dieses Unternehmen mit Michael Brauer den Vorsitzenden
des Komitees, welches sich von Anfang an darauf festgelegt hat,
ausschlie�lich lizenzfreie Inhalte zu ber�cksichtigen. Im Unterschied
�brigens zur grunds�tzlichen OASIS-Position, die auch so genannte
RAND-Praktiken zul�sst (reasonable and non-discriminatory -- auf Deutsch
etwa: vern�nftig und unterscheidungslos gegen�ber Lizenznehmern).

 Ob aus diesem oder anderen Gr�nden -- der Office-Platzhirsch Microsoft[5]
wartet erst einmal ab, ob sich daraus etwas entwickelt, das "nach unserem
Gef�hl f�r Kunden notwendig ist", wie Simon Marks, der Produktmanager f�r
MS-Office, erkl�rte. Kein Wunder, gereicht doch dem Redmonder Riesen schon
das intransparente .DOC-Format seiner Textverarbeitung zu dauerhaftem
Markterfolg. OpenOffice und das Schwesterst�ck StarOffice setzen dagegen
auf gezippte XML-Dateien f�r Office-Dokumente, die sich dadurch mit jedem
Browser analysieren lassen, auch auf die Abwesenheit unerw�nschter
Redigierleichen, die bei DOC-Dateien mitunter im Verborgenen �berleben[6].
Freilich ist damit erst der halbe Weg zum plattform-unabh�ngigen
Office-Dokument gegangen. Was hilft es schlie�lich, wenn man nach offenen
XML-Regeln beliebige Feldbezeichnungen deklarieren darf, mit denen eine
selbstgeschriebene Textverarbeitung dann die sch�nsten Formatierungen
zustande bringt, w�hrend die liebe Konkurrenz dauerhaft im Dunkeln tappt,
welche Programm-Reaktion auf die zahlreichen, von Version zu Version neu
deklarierten Datenfelder geplant ist.

 So sieht das wohl nicht nur das OASIS-Komitee, sondern auch Microsoft,
obwohl sich der Konzern bislang nicht gerade als leuchtendes Vorbild
pr�sentiert hat, was den Transparenzgewinn durch Word-generierte
XML-Dateien angeht. In Redmond versteift man sich ganz und gar auf den
XML-Ansatz XSD (XML Schema Definition Language), hat sogar schon ein XSD
Inference Tool[7] herausgebracht, um an Hand eines wohlgeformten
XML-Dokuments ein XML-Schema zu definieren, das die sp�tere Validierung
�hnlicher XML-Dokumente erm�glicht, selbst wenn die Absichten des
urspr�nglichen XML-Autors daraus nicht abzulesen sind. Das vertr�gt sich
gut mit den Worten Marks' "Wir haben uns nicht f�r XSD entschieden, um
Interoperabilit�t mit anderer Leute Software zu erreichen. [...] Es geht um
den Austausch von Information, nicht von Dokumenten".

 Lange vor der OASIS hat sich �brigens in Deutschland die Initiative
1dok[8] der Erarbeitung eines offenen Dokumentenformats mit �ffentlicher
Beteiligung verschrieben. Dort ist man inhaltlich schon einen Schritt
weiter und umrei�t konkrete Szenarien, wie sich passend strukturierte
Dateien nahtlos in einen Workflow eingliedern und in zahlreichen
Alltagssituationen vom Internet-Handel bis zum E-Government n�tzlich machen
k�nnten. (hps[9]/c't)

URL dieses Artikels:
 http://www.heise.de/newsticker/data/hps-22.11.02-001/

Links in diesem Artikel:
 [1] http://www.sun.de
 [2] http://ww.openoffice.org
 [3] http://www.oasis-open.org
 [4]  http://www.oasis-open.org/news/oasis_news_11_20_02.shtml
 [5] http://www.microsoft.de
 [6]  http://www.heise.de/newsticker/data/jk-27.01.02-001/
 [7]  http://lists.w3.org/Archives/Public/xmlschema-dev/2002Oct/0095.html
 [8] http://www.1dok.org
 [9] mailto:[EMAIL PROTECTED]

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