Diese Meldung aus dem heise online-Newsticker wurde Ihnen
von "Denny Schierz <[EMAIL PROTECTED]>" gesandt.
Wir weisen darauf hin, dass die Absenderangabe nicht verifiziert
ist. Sollten Sie Zweifel an der Authentizit�t des Absenders haben,
ignorieren Sie diese E-Mail bitte.
--------------------------------------------------------------------
Wieso muss ich zwangl�ufig an das Gesetz denken, der Besitz von Drogen ist verboten, 
der Konsum jedoch erlaubt....
--------------------------------------------------------------------
"Antidot-Lizenz" von SCO



 In der Frage m�glicher Verletzungen der Rechte am Quellcode von Unix
System V hat die SCO Group heute ein neues Druckmittel vorgestellt. Nachdem
die Firma bereits eine Klage[1] gegen IBM laufen hat, appellierte sie an
Firmen, die Linux im Serverbereich einsetzen, sich von dem "befleckten
Code" (tainted Code) reinzuwaschen. "Wir bieten ein einfaches und faires
Lizenzmodell, das Firmen helfen soll, Linux in einer legal und voll
bezahlten Weise einzusetzen und dabei unter dem Schutz der SCO-Rechte zu
stehen", erkl�rte Chris Sontag, General Manager der Intellectual Porperty
Division der SCO Group. 

 Sontag betonte, dass es SCO nicht um Privatpersonen und nicht um jede
m�gliche Linux-Installation geht, sondern nur um Linux-Server mit mehreren
Prozessoren basierend auf dem Linux-Kernel 2.4, 2,5 -- und demn�chst
kommenden weitere Releases. "Bis zur Kernel-Version 2.2 unterst�tzte Linux
nur 2 bis 4 Prozessoren. Danach konnte es 32 bis 64 Prozessoren bedienen,
weil das technisch fortgeschrittenere symmetrische Multiprocessing (SMP)
von Unix System V in einem groben Versto� gegen alle Lizenz- und
Rechtsvereinbarungen �bernommen wurde", erkl�rte Sontag. Nach Einsch�tzung
von SCO-Chef Darl McBride sind weltweit etwa 2,4 Millionen Linux-Server von
dieser "Vergiftung" betroffen, gegen die es eine "Antidot-Lizenz" von SCO
geben soll. �ber den Preis der vorerst "UnixWare support runtine for binary
Linux" genannten Lizenz wollte SCO noch keine Auskunft geben.

 Zur Vorstellung des Angebots an Firmen, die Linux-Server installiert
haben, verk�ndete die Firma, dass sie nunmehr die n�tige Prozedur der
Registrierung aller Unix betreffenden Coyprights erf�llt habe und damit
juristisch bestens gewappnet sei. Der neue Kurs wird auch in der Wortwahl
deutlich, wenn Linux als System mit unterschlagenem Unix-Code
(misappropriated Unix Code) bezeichnet wird.

 Kurz nach der Bekanntgabe des Support-Angebotes von SCO stieg die
Notierung der SCO-Aktie an der B�rse um 15 Prozent. Amerikanische Analysten
gaben ihre Einsch�tzung bekannt, dass viele Firmen den von der SCO Group
geforderten Schutzzoll zahlen werden. Eine Ausnahme bildete Dan Kusnetzky
vom Marktforscher IDC, der die Aktion als FUD (Fear, Uncertainty and Doubt)
qualifizierte. "Vielleicht mag SCO ein kurzfristiger Erfolg beschieden
sein. Aber ich kann mir nicht vorstellen, wie SCO auf lange Sicht mit dem
Linux-Lager und der gesamten Open-Souce-Bewegung zusammenarbeiten soll."
SCO-Chef McBride hatte zuvor erkl�rt, dass er f�r die OS-Community den
"gr��ten Respekt" hege. (Detlef Borchers) / (anw[2]/c't)

URL dieses Artikels:
 http://www.heise.de/newsticker/data/anw-21.07.03-007/

Links in diesem Artikel:
 [1] http://www.heise.de/newsticker/data/jk-13.06.03-000/default.shtml
 [2] mailto:[EMAIL PROTECTED]

--------------------------------------------------------------------
Copyright 2003 by Heise Zeitschriften Verlag
----------------------------------------------------------------------------
PUG - Penguin User Group Wiesbaden - http://www.pug.org

Antwort per Email an