Die Linux-Anbieter Debian, Mandrake, Red Hat und SUSE haben sich 
zusammengeschlossen, um eine gemeinsame Erkl�rung zum Forrester-Bericht mit 
dem Titel �Is Linux more secure than Windows?� (�Ist Linux sicherer als 
Windows?�) abzugeben. Entgegen der Behauptung des Berichts, eine qualitative 
Beurteilung der Reaktionen der Anbieter auf schwerwiegende Verwundbarkeiten 
zu bieten, behandelt er alle Verwundbarkeiten gleich, unabh�ngig von ihrem 
Risiko f�r die Benutzer.

Die Sicherheitsteams der Linux-Distributoren Debian, Mandrakesoft, Red Hat und 
SUSE haben Forrester dabei geholfen, Daten �ber Verwundbarkeiten in ihren 
Produkten zusammenzustellen und zu korrigieren. Was Forrester daraus machte, 
gibt den Distributoren Anla� zur Besorgnis, wie sie es ausdr�cken.


Forrester sammelte Daten �ber die Verwundbarkeiten, von denen Linux im 
Zeitraum eines Jahres (Juni 2002 - Mai 2003) betroffen war, und untersuchte, 
wie viele Tage es gedauert hatte, bis Patches bereitstanden. Daraus wurde die 
Schlu�folgerung abgeleitet, da� Linux-Systeme l�nger Risiken ausgesetzt sind 
als Windows-Systeme, da Patches f�r Linux im Durchschnitt l�nger auf sich 
warten lie�en.


�Erhebliche Anstrengungen wurden darauf verwendet, sicher zu stellen, dass 
nicht nur die zugrunde liegenden Daten �ber die Verwundbarkeiten korrekt 
waren, sondern auch den speziellen technischen und organisatorischen Aufwand 
zu beschreiben, der im Bereich der professionellen Sicherheitsbehandlung f�r 
Freie Software betrieben wird�, schreiben die Distributoren. Um so 
�rgerlicher ist es, da� diese Daten von Forrester weitgehend ignoriert 
wurden, was nach Meinung der Distributoren zu fehlerhaften Schlussfolgerungen 
f�hrte.


Die Sicherheitsteams und angesehene, auf Sicherheit spezialisierte 
Organisationen (wie CERT/DHS, BSI, NIST, NISCC) tauschen Informationen �ber 
Verwundbarkeiten aus und kooperieren bei ihrer Beurteilung und Behebung. Jede 
Verwundbarkeit wird individuell untersucht und beurteilt; die Schwere der 
Verwundbarkeit wird von jedem der einzelnen Teams basierend sowohl auf dem 
Risiko und den Auswirkungen wie auch anderen, meist technischen Eigenschaften 
der Verwundbarkeit und der betroffenen Software festgestellt. Diese Schwere 
wird dann benutzt, um die Priorit�t, mit der an einer Behebung der 
Verwundbarkeit gearbeitet wird, gegen�ber anderen ausstehenden 
Verwundbarkeiten festzulegen. So kann auf schwerwiegende Probleme innerhalb 
von Stunden reagiert werden, w�hrend harmlosere zugunsten ernsterer Fehler 
zur�ckgestellt werden.


Betrachtet man also nur ernste Sicherheitsl�cken oder etwa nur diejenigen, die 
das eigene System �berhaupt betreffen (oder nimmt den Median der Wartezeit 
auf Patches), so ergibt sich ein ganz anderes Bild als Forrester zu zeichnen 
versucht. (Dank an Chris.) 

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