Da du ja Diskussionen liebst, werde ich hier noch mal antworten. ;-)

> > Gnome deutlich übersichtlicher. Ein Beispiel: Einstellung der 
> > Bildschirmgrösse: Unter Gnome findest sich das unter
> > Desktop->Einstellungen, unter KDE hingegen unter Startmenü->Sytem.
> >
> > Das "Startmenü" von Windows und KDE ist aufgeteilt in Applications,
> > Playes und Desktop. Wenn du auf Anwendungen klickst, bekommst du auch
> > wirklich Anwendungen und nichts anderes.
> 
> Wieso ist ein Office-Programm mehr eine Anwendung als ein Spiel?

Da hast du nicht verstanden, was ich meine. Es geht darum (hat teilweise auch 
schon jemand anders gepostet), das das Default-Menü bei Gnome aus 3 
unterteilten 
Punkten besteht, Applications, Places und Desktop. Diese Einteilung
macht für den Einsteiger sinn, sie erhöht die Übersichtlichkeit um
einiges (auch wenn auf meinem Laptop das Startmenü anders aussieht).

> >
> > Ausserdem startet Gnome um einiges schneller.
> 
> Bei mir nicht.
Hast du überhaupt im letzen Jahr mal Gnome benutzt? Also nicht nur
Emails auf dem Frenmdrechner abgerufen? 
Ich habe mir gerade eine Stoppuhr besorgt. Ich habe jeweils KDE 3.5 und
Gnome 2.14 gestartet und direkt unmittelbar das jeweilige PIM-Programm
geladen, Kontact und Evolution (beide konfiguriert und so). Gemessene
Zeit ab <Enter> im Displaymanager und bis zum Laden des PIM-Programm:
KDE 10 Sekunden, Gnome 5 Sekunden.
Ich weiss nicht wie die Ladezeiten bei anderen sind (würde mich aber mal
interessieren), das Ergebnis da oben^ zeig ich jedem der es nicht glaubt
auf dem nächsten Stammtisch. 
Bei mir läuft Gnome also deutlich schneller als KDE (wenn das zum
Beispiel bei Einsteigerdistris in der default-install anderes seien
sollte, klärt mich auf, ich nutze Gentoo) und das war einer der Gründe
für mich es als WM zu nehmen, da ich es in der Regel nur zum Rumschieben
für nen Haufen Konsolen, Browser und Eclipse brauche. 

> Und auch bei Programmen ist KDE schneller. GTK ist halt schon etwas langsamer 
> als QT3. Zumal QT4 noch schneller sein soll, aber das dürfte für einsteiger 
> noch kein Thema sein
> >
> > Das Drucksystem ist wesentlich leichter, die Implementierung von CUPS
> > finde ich extrem gut gelungen, (ich kann nur im Vergleich zu KDE 3.4
> > reden, bei 3.5 habe ich es nicht ausprobiert). Ich brauchte früher gute
> > 10 Minuten unter KDE, um meinen Drucker inklusive CUPS zum laufen zu
> > bringen. Unter Gnome ging das in 1 Minute, das ist wirklich deutlich
> > näher an Windows. Es gibt nur einen Punkt, der heisst Drucker. Dort
> > kannst du Drucker einfach hinzufügen, wie unter unserem heißgeliebten.
> > Lieblingsbetriebsystem.
> 
> Die Druckeranbindung unter KDE im Kontrollzentrum finde ich nicht schlecht 
> (Kontrollzentrum-> Angeschlossene Geräte -> Drucker) und hatte auch noch nie 
> Probleme damit, mein Drucker über Remote-CUPS und WLAN lief auch in der von 
> dir beschriebenen Minute
> 
> >
> > Oder auch HAL, ist bei Gnome gut implementiert, ich stecke einen
> > USB-Stick rein und er fragt mich was ich damit machen will (das Windows
> > generve geht mir inzwischen auf den Keks, habs abgestellet, aber ist
> > default-mäßig so wie Windows. Unter KDE habe ich da öfter Probleme
> > gesehen (Hoffentlich in aktuelleren Versionen besser)
> 
> habe ich in KDE auch schon gesehen, dass wenn man einen USB Stick reinsteckt 
> eine Auswahl ala Windoof kommt, nutze ich aber selbst nicht.
Funktioniert aber nicht so gut wie bei Gnome (siehe zB. Thread in der PUG), bei 
Gnome gibts den ganzen Spass schon relativ lange, sodass so gut wie alle 
Programme
damit zusammenarbeiten, unter KDE jedoch erst seit 3.5, wenn ich das richtig 
sehe.
> >
> > Ein weiteres Beispiel ist der artsd von KDE, welcher meistens erstmal
> > konfiguriert werden muss, bevor man Sound hat. Unter Gnome reicht ein
> > laufendes ALSA.
> 
> Richtig
> 
> >
> > Das sind jetzt nur ein paar Beispiele, warum mir Gnome besser gefällt
> > als KDE und warum ich denke, das der komplette Umstieg auf Linux
> > einfacher ist. Ich gebe Euch recht, das der Start-Knopf nicht unten
> > links ist, ansonsten denke ich ist Gnome hervorragend als Einstiegs-WM
> > geeignet.
> 
> Denke ich für Umsteiger von Windoof nicht. Für vorige Mac Benutzer mag das 
> sein, das kommt Gnome ja relativ nah, aber ein Win-User wird sich mit KDE 
> leichter tun.
> 
> >
> > Die Jungs von Ubuntu haben sich das auch mal ganz genau überlegt und
> > Gnome als Einstiegs-WM gewählt, Kubuntu kam später auf. Über die
> > Verbreitung von Ubuntu muss ich ja wohl nix sagen...
> >
> 
> Oder sie selbst mögen Gnome lieber ...
Deshalb nehme mache ich doch keine Einsteigerdistri damit, da müsste ich
ja allen hier Ion2 als WM empfehlen, genau das vollen wir vermeiden.
> > Ich bin auf jeden Fall auch für einen bestimmten "Einstiegs-WM", es sind
> > halt nur leider einige Kleinigkeiten, die mir bei KDE immer wieder
> > Kopfschmerzen bereiten, wenn ich jemand anders beim Linux-Einstieg
> > helfe.
> >
> > Wenn wir KDE- nehmen würden, wäre mir wichtig, das der Umsteiger nicht
> > nur in den ersten 30 Minuten mit dem Wm und dem System zurecht kommt,
> > sondern auch wenn er einen Drucker, sein WLAN, sein Bluetooth oder seine
> > Soudkarte installiert. Erst wenn das bei ihm ohne grosse Probleme
> > klappt, steigt er wirklich um. Bei KDE würde ich zum Beispiel ein
> > Drucker-Einrichtungs-Howto für erforderlich halten, bei Gnome nicht.
> 
> Siehe oben, damit hatte ich noch nie Schwierigkeiten und habe auch noch keine 
> bei anderen N00bs gesehen. Von der Problematik das man keinen Treiber für den 
> Drucker installieren kann ganz abgesehen.
Aber schau dir das Drucker-Menü an, unter KDE hast du im oberen Teil
eine Druckerliste, darüber Funktionen zu Steuerund des Druckservers und
zum Hinzufügen. Im unteren Teil hast du verschiedene Reiter, wo du zum
Beispeil einen Properties-Reiter hast und einen Instances Reiter. Das
sind 2 verschiedene Reiter allein für die Einstellungen. Unter Gnome
läuf das anders. Du hast ein Fenster, bei dem wie unter Windows die
Drucker als Symbole drin stehen. Es gibt 2 Menüpunkte, Printer zum
hinzufügen von Druckern und beenden des Programms und Edit zum
Starten/Stoppen usw. Screenshot findest du hier:
http://thgersdorf.net/Screenshot-Printers.png

Da kann mir keiner erzählen, das das nicht übersichtlicher ist als bei
KDE, den Screenshot erspar ich mir jetzt.

> > Dort habe ich einen Drucker installiert ohne das ich ein CUPS-Manual
> > gelesen habe oder im Browser bei CUPS war.
> >
> > Ich bin nicht allgemein gegen KDE, möchte nur aufzeigen, warum ich Gnome
> > allgemein für anwendungsfreundlicher halte.
> 
> Soviel ich weiss ist Gnome mit verschiedenen Desktops vorkonfiguriert oder? 
> Und wenn amn auf einem Desktop arbeitet sieht man in der Taskleiste die 
> Fenster auf den Anderen Desktops nicht, das halte ich z.B. für problematisch, 
> die user könnten sich verirren.
Also ich habe mich ebenfalls verwirrt gefühlt, als ich mein nettes SuSE 7.1 
damals 
und mit einem klick auf "2" waren alle Fenster minimiert. Für mich waren
diese Tasten eine Lange Zeit lang die "Minimize"-Tasten. Ich weiss
leider nicht wie die Default-Einstellung unter Gnome bezüglich den
Desktop ist, kann da jemand mit einer "Einsteigerdistri" mal aushelfen?

> Ein weiterer großer vorteil, der auch (oder vor allem)  bei einsteigern meist 
> große sympathie hervorruft ist der Klipper. Ich konnte schon mehrfach User 
> mit Klipper von Linux überzeugen. Unter Windows und Gnome hat man halt nur 
> eine Zwischenablage, es sei denn man hat mehrere mittlere maustasten.
xclipboard für total krasse KDE-Gegner, ansonsten ist sind ja Anwendung
nicht ausschließlich für einen WM, ich nutze beispielsweise schon lange
und gerne amarok, da gibt es nämlich nicht ähnliches unter Gnome. Der
Vorteil ist hier, es verbraucht deutlich weniger Resourcen,
wahrscheinlich wegen artsd.
> cu
> Dieter
> >
> > Gruss Thomas


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