Halle Ernst,
Ernst May-Jung schrieb:
[...]
Genau das Frage ich mich nun. Warum ist RPM nicht RPM und ist das bei .deb
genauso 'Depp'?
RPM ist RPM und .deb ist .deb. Aber das sind nur Dateiformate, in die die
Programme und Daten verpackt werden und der Paket-Packer nach "bestem Wissen
und Gewissen" angibt, welche Voraussetzugen vorliegen müssen. Bei .deb hast
Du immerhin den Vorteil, dass diese Pakete nur von Debian und dessen
Derivaten verwendet werden, also erstmal ähnlichen Distributionen.
Probleme können aber schon bei Kleinigkeiten beginnen, Beispiel: deine
Distri verwendet Library XY in Version 1.2.3, dein Paket ist aber für 1.2.2
gebaut worden. Wenn nun Version 1.2.2 einen Bug enthielt und sich an einem
Punkt anders verhält als 1.2.3 verabschiedet sich dein Programm. OpenSSL war
einige Zeit so ein Kandidat. Distributionen sind sehr komplexe und an
einigen Stellen recht instabile Gebilde. Apt kann Abhängigkeiten gut
auflösen, aber wie immer lassen sich nicht alle Abhängigkeiten beschreiben
und auch nicht alle Eventualitäten mit einplanen.
Das UBUNTU Reprisority ist ja nich so super groß, also ist es vielleicht
sinnvoll irgenwor im "/etc" noch ein Debian-Reprisority aufzunehemen. Naja,
dann hab ich gleich den ganzen Baum drin. Vielleicht gibt es dann
durcheinander mit den automatischen Updates.
Viele "nötige" Pakete finden sich nicht im offiziellen repository (main,
restricted), sondern in universe und multiverse. Diese müssen extra in der
sources.list aktiviert oder eingetragen werden.
http://www.ubuntu.com/ubuntu/components
Aber mal schnell ein (debian/knoppix/...).deb ziehen und auf der UBUNTU Kiste
mit 'dpkg' installieren, sollte doch gefahrlos möglich sein, oder????
Ich überlege mir so etwas zweimal und nehme manchmal lieber einen Compiler,
um etwas dahin zu installieren, wo es keine Schaden anrichten kann. Die
Chancen,
dass ein .deb Paket funktioniert, stehen aber nicht schlecht.
..Carsten
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