Am Sonntag, 10. Dezember 2006 22:57 schrieb Klaus Klein:
> Michael Bischof wrote:
> > ok, mir egal wie sie "nicht-doc-Dateien" herstellen! Denn die akzeptiere
> > ich in der Schule nicht. Und kann mich damit locker hinter dem Bundesamt
> > für Sicherhiet in der Datentechnik "verstecken". (Ein Beispiel schicke
> > ich Dir gleich!)
>
> Häääh..., irgendwie verstehe ich die Welt nicht mehr.
 
> Michael, ich dachte immer (eines) Dein(r) Lebenziel(e) ist es jeden
> davon zu überzeugen "nicht-doc-Dateien" zu nutzen/herzustellen und Du
> würdest auch nur diese in der Schule akzeptieren.
 
Ja, zu flott geschreiben! Sorry: "Denn .doc akzeptiere ich in der Schule 
nicht..."  - hätte es heißen sollen, was Du im Übrigen auch so verstanden 
hast! ;-)
Deine Reaktion ist ja "nur" gespielt...Lebensziel? Würde ich anders 
ausdrücken. Ich meine gesehen zu haben daß ein wichtiger Teil der 
Monopolmacht von MS über das Dateiformat immer wieder regeneriert wird. 
Damit halten sie die Leute im Käfig. Wenn man dabei aber den Angriffspunkt 
liefert binäre Daten zu verschicken kann man da ansetzen: 
sowas kann man sich aus verdammt guten Gründen verbitten.
Das Dateiformat hat deshalb strategische Bedeutung für MS. Und konsequent hat 
MS in den USA auch Unsummen Geld für Lobbying ausgegeben um den Zug in 
Richtung odt gar nicht erst losfahren zu lassen. Umsonst! Jetzt muß man 
hinterher hecheln und nutzt dafür die Firma, gegen die man einen Prozeß 
verloren hat, Novell. Die müssen jetzt das Filtertool bereitstellen, um das 
MS Open xml-Format auf odt umzusetzen (aus der Niederlage einen Sieg machen - 
das ist ja der Sinn der Ballmer-FUD-Rede neulich). 

Das siehst Du hier:

"Ein sehr intelligenter Artikel über die strategische Bedeutung von 
Dateiformaten:
    http://arstechnica.com/news.ars/post/20060607-7005.html 
Das bedeutet wohl daß MS die Office-Desktop-Schlacht mittel- und langfristig 
verloren hat.

Quelle: 
   http://arstechnica.com/news.ars/post/20061204-8349.html";

Nun, auf diesem Sektor kann man nur durch Geduld und permanentes wiederholen 
des Richtigen weiterkommen. In den USA gibt es wohl Unzählige, die sich 
jahrelang das Zuschicken von .doc-Dateien verbeten haben. Wie man an der 
Entscheidung von Massachusetts sieht am Ende mit Erfolg. 
In dem Moment, wo MS Office nur als eines von mehreren Angeboten auf diesem 
Feld auftaucht, ist das Geschäftsmodell ruiniert resp. die heutigen Margen.

Gruß,

Michael Bischof 

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