Am Dienstag, 19. Dezember 2006 07:11 schrieb Bernhard Guillon:

Hallo Bernhard, 
das Folgende hat mir keine Ruhe gelassen.

> Informatikunterricht etwas zu ändern. Du verlangst Dinge von deinen
> Schülern mit denen selbst Informatiker teilweise schwirgkeiten haben!

bash-3.00$ od -x '../Neu Textdokument.iso-10646-ucs-2.txt'
0000000 feff 015e 0065 0072 0069 0066 0065 0020
0000020 004b 0131 006c 0131 00e7
0000032
bash-3.00$ od -x '../Neu Textdokument.utf-16.txt'
0000000 feff 015e 0065 0072 0069 0066 0065 0020
0000020 004b 0131 006c 0131 00e7
0000032

Der gleiche Inhalt. Einmal als iso-10646-ucs-2, einmal als utf-16 gespeichert 
unter Windows. Das Problem kommt also nicht von den Informatikern, sondern
von jenem Konstrukt aus dem Nordwesten der USA...

> Andere sind schier nicht zu schaffen oder du weißt selbst nicht wie man
> sie erledigen muss.

Sorry, die vorgelegte Lösung funktioniert, ist auch nicht schwer, wenn man 
akzeptiert, dazu was über das Problem der Kodierung gehört haben zu müssen
und daß man im Dateinamen irgendeinen Vermerk machen muß. Mit einem Texteditor 
wie z.B. kwrite kommt man dann leicht auf die Funktion "Öffne als..." - 
Schlußfolgerungen ziehe selbst.
Die anzuwendenden Regeln sind einfach. Das kriegen auch sehr junge Schüler 
hin, wenn man es ihnen mal zeigt (habe ich längst ausprobiert). Nein, nicht 
"verlangt": freiwillige Basis, außerhalb der Schule. 
 
> Ich mag Linux, aber ich hasse es wenn es als allheiliges Mittel zur
> Lösung aller Probleme hingestellt wird - das ist es nicht!
 
Du kommst nicht weiter wenn Du imaginäre, nicht benannte Gegner bekämpfst.
Wer tut so etwas? 

Im Übrigen: wenn Schüler, die Probleme mit dem Booten und dem Umgang mit Jux² 
haben, einen Lehrer auffordern, jetzt am Freitag nach Ferienbeginn um 10.30 
Uhr in der Schule zu bleiben und Ihnen das noch einmal zu zeigen kann man vom 
dem zwischen den Zeilen von Dir unterstellten Zwang wohl keine Rede sein, 
nicth wahr? Ein Vater hat von sich aus eine wunderschöne kleine Anleitung für 
dieses Jux² für Schüler geschrieben - das spricht auch gegen diese 
Unterstellung.

Aber: ich komme auf mein politisches Motiv für Linux zurück. Solange diese 
Leute aus Redmond unsere Freiheit der Wahl täglich aktiv angreifen, das 
Klauen salonfähig machen - also ihren selbstreferentiellen Monopolkram 
Anderen aufzuzwingen versuchen: solange muß MS-bashing sein und solange solle 
man keine Gelegenheit dazu auslassen. 

Was Markus hier zitiert hat (http://badvista.fsf.org/) gefällt mir vom Tonfall 
freilich nicht. Es genügt doch zu sehen, wie in diesem Thread, was es Alles 
nicht kann und daß und warum man workarounds um es herum braucht. Das ist 
doch negative Empfehlung genug!
(Falls es noch Verständnisprobleme gibt: Viele Schüler erhalten von den Eltern 
deren abgelegte alte Rechner. Auf denen ist noch sehr häufig Windows 98 
drauf. Eine Lösung muß also auch dort funktionieren!)

Gruß,

Michael Bischof 
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