Am Montag, 19. Februar 2007 00:45 schrieb Dieter Schütze:
> Michael Bischof schrieb:
> > Hmmh: eine DTD habe ich noch nie gemacht. Also was Du da beschreibst ist
> > mir neu. Html schreibe ich per Hand selber, wo es nötig ist.
> >
> > Wie geht das also?
>
> DTD
> z.B:
> http://de.selfhtml.org/xml/dtd/allgemeines.htm
> http://www.w3.org/TR/html4/sgml/dtd.html
>
> XML
> z.B:
> http://www.w3.org/XML/
> http://de.selfhtml.org/xml/intro.htm
>
> XSL/XSLT
> z.B:
> http://de.selfhtml.org/xml/darstellung/xslgrundlagen.htm
> http://www.w3.org/Style/XSL/
>
> Parser:
> z.B:
> http://saxon.sourceforge.net/
> http://www.gingerall.org/sablotron.html
> http://xalan.apache.org/
> http://php.net/xslt
>
Ganz herzlichen Dank für die ausführliche Hilfe! Puh, im Moment habe ich keine 
Zeit dafür. Mit diesem Thema muß ich mich wohl später auseinander setzen.

Aber: vielleicht stehe ich auf der Leitung? Was hat das Alles mit der Frage zu 
tun um die es ging?
"Klar, in diesen Fällen muß das halt offline gespeichert und richtig editiert 
werden. Sonst ist es witzlos. - Daran scheitern aber die Meisten, um der 
Wahrheit die Ehre zu geben. Versuche nur mal eine SPIEGEL Online - Seite so 
zu speichern dass Du sie so weitergeben kannst, dass kein Anwender damit 
ein Problem hat, sie offline zu lesen (natürlich die Druckversion)."  - hatte 
ich geschrieben. Ich hatte Dir ein Beispiel geschickt wie man das editieren 
und speichern kann, so dass es offline gelesen werden kann. Die URL:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,466334,00.html

Warum muß ich mir zum Offline speichern DTD, XML, XSL und einen XSL-Parser 
"antun"?

> > Ok, das ist jetzt korrigiert worden, siehe oben! Ich nehme ja auch
> > händisch die Phrase aus der index.html-Seite, die ein Drucker-Popup
> > liefert.
 
> Na dann hoffe ich Du hast auch vom Urheber die Genehmigung das weiter zu
> Verteilen.
 
Mißverständnis: es geht hier überhaupt nicht darum dies weiterzuverteilen auf 
einem Weg, der von dem des Urhebers abweicht. Es geht um das archivieren, 
weil nur so diese Quelle überhaupt zitiert werden kann. Ich kann keine 
Veröffentlichung zitieren, wenn diese zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr 
da ist. Dann muß ich als Autor eines Referates das sein lassen. Daraus folgt 
zwingend, dass man in der Lage sein muß, dieses Material so aufzubereiten, 
dass der Leser es technisch problemlos öffnen und studieren kann. 
 
Nur in ganz wenigen Fällen sind Internet-Veröffentlichungen viel später noch 
greifbar. Das gilt z.B. für Telepolis oder heise-Artikel (sogar mit 
Diskussionen). Da genügt dann die URL (weil man weiß, dass sie klappt).

Und zu tinyurl meinte ich deshalb, die richtige, unverkürzte URL gehöre eben 
dazu, und nicht die bequeme Kurzform, weil die ohne einen sachlichen Grund
(Bequemlichkeit ist keiner) eine weitere externe (!) Referenz einführt.

Wir haben aber im Netz auch das Problem, dass man versucht, bisher freie 
Veröffentlichungen nach und nach kostenpflichtig zu machen. Die gleiche 
Taktik gab es schon mal: Schulen müßten zeitgeistig moderne Medien einsetzen
und deshalb müßten sie Fernsehgeräte und Videorecorder haben=anschaffen.
Als die dann da waren kam das Problem: auch aus dem öffentlichen Fernsehen 
aufgenommene Filme durften nicht mehr gezeigt werden. Man sollte zu den 
irrwitzig teuren "offiziellen" Mitschnitten der Firmen greifen, die von den 
Sendern empfohlen wurden, oder auf ebenfalls extrem teures Material der 
Schulbuchverlage warten. - Nun: wenn man das vorher gewußt hätte wäre die 
Anschaffung dieser Medien unterblieben. Das ist ja ein Schildbürgerstreich!
In den Schulen stehen jetzt überall teure Apparaturen rum, die selten genutzt 
werden, weil die Mehrheit der Kollegen das Gefühl hat, in einer rechtlichen 
Grauzone zu operieren. Dann also Schulbuch und Arbeitsblatt.

Dieses Vorgehen sehe ich halt im Bereich dieser "neuen Techniken" überall.
Erst Leute mit der Zusicherung, es sei frei, schnell, modern auf ein Terrain 
locken, um dann später, weil die Leute nicht mehr so leicht zurück können 
(sie haben Apparate angeschafft, sich die Mühe gemacht, das Alles zu lernen) 
die Sache kostenpflichtig zu machen. Da dies keine Spontanbewegung ist, die 
von Niemandem geplant wurde, es kam halt so, sondern kalkulierte Absicht,
d.h. vorsätzlich so gemacht wird, darf man sich nicht wundern wenn die Leute 
sehr reserviert sind und rundum Alles, was mit dem PC und seinem Gebrauch 
zusammen hängt, für eine unseriöse Abzocke und ein hochgradig kriminelles 
Gelände halten. 

Gruß,

Michael Bischof 

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