Hallo Martin, in der Firma habe ich etwas vergleichbares aufgebaut, es handelt sich dabei um eine Standleitung mit Fallback auf DSL.
Die beteiligten Komponenten haben eine Quagga / ospfd Installation. Je nach Priorität ist im ospf Routing Prozess ein default-information originate metric <x> wobei die Route besser ist, wenn <x> niedriger ist. Bei DSL ist der Fall nun einfach: Ist DSL weg, dann ist auch das ppp Interface down, also keine Default Route mehr und OSPF sendet dann auch keine Default-Route mehr. Bei der Richtfunkstrecke müsste eben ein kleines Skript im notfall den ospfd killen bzw. wieder starten, wenn die Route wieder da ist. Das Skript ist sehr einfach gestrickt, aber wirkungsvoll. Es basiert auf der Annahme, dass etwas mit der Verbindung nicht stimmt, wenn der Port 80 bei Google, Ebay _und_ T-Com nicht mehr erreichbar ist. Sind alle Drei nicht mehr erreichbar, dann wird der ospfd gekillt und der sendet dann eben nichts mehr. Sind mind. zwei der o.g. Adressen wieder erreichbar, dann wird davon ausgegangen, dass die Verbindung wieder o.k. ist und der ospfd wird wieder gestartet. Statt ospf kann natürlich auch isis verwendet werden... ip route ist nun einmal was statisches, woher soll ip wissen, dass ein Gateway weg ist ? Grüße Christian Martin Schmitt schrieb: > Ich glaube, daß das Einrichten eines zweiten Default Gateway mit iproute > funktionieren sollte. Hat jemand von euch einen entsprechenden Tipp für > mich? >
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